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Coburg

Maria Lessig stellt sich der Wahl

Es ist ein Novum in der Ortsgeschichte: Die Freien Wähler Grub am Forst schicken als erste Partei eine Frau ins Rennen um das Bürgermeisteramt.



Demonstrierten bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler Grub am Forst Geschlossenheit (von links): Ortsvorsitzender Stefan Rose , Bürgermeisterkandidatin Maria Lessig, stellvertretender Landrat und FW-Kreisvorsitzender Christian Gunsenheimer, 3. Bürgermeister und Fraktionssprecher André Dehler
Demonstrierten bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler Grub am Forst Geschlossenheit (von links): Ortsvorsitzender Stefan Rose , Bürgermeisterkandidatin Maria Lessig, stellvertretender Landrat und FW-Kreisvorsitzender Christian Gunsenheimer, 3. Bürgermeister und Fraktionssprecher André Dehler  

Grub/F. - Bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler Grub am Forst hat sich offenbart, was in der Gemeinde schon die Spatzen von den Dächern pfiffen: Eine Bürgermeisterin soll künftig die Geschicke im Rathaus von Grub am Forst leiten. Warum die 44-Jährige Maria Lessig für diesen Posten hervorragend geeignet ist, das unterstrichen Ortsvorsitzender Stefan Rose, 3. Bürgermeister André Dehler und der stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer.

Stefan Rose sprach vom einem Novum in Grub am Forst, denn noch nie hatte es eine Partei oder Gruppierung gewagt, eine Frau für diesen Posten vorzuschlagen. "Frauen sind einfach kommunikativer als wir Männer und in einer kleinen Gemeinde wie Grub am Forst stehen der persönliche Kontakt und das Gespräch im Vordergrund. Ich freue mich, dass Maria sich dieser Aufgabe stellen will!"

André Dehler, 3. Bürgermeister der Gemeinde, stieß ins gleiche Horn und bescheinigte Maria Lessig eine hervorragend Gemeinderatsarbeit in der Fraktion der Freien Wähler innerhalb der vergangenen sechs Jahre. "Maria ist immer gut vorbereitet. Sie trifft keine ihrer Entscheidungen leichtfertig, vertritt selbstbewusst ihre Standpunkte in unserer Fraktion und betrachte kritische Fragen von allen Seiten. Wie man an ihrer Tätigkeit als Vorsitzende des Schützenvereins erkennt, hat sie auch die nötige Führungsqualität und die Fähigkeit, mehrere Generationen zu vertreten!"

Stellvertretender Landrat und Kreisvorsitzender der FW, Christian Gunsenheimer, freute sich, dass die Freien Wähler Grub am Forst den Mut hätten nicht nur von Frauenquoten und dem Einbeziehen junger Menschen in das politische Geschehen zu reden, sondern dies mit ihrer Nominierung auch deutlich zu zeigen. "Eine Bürgermeisterin und viele vergleichsweise junge Listenkandidaten zeigen mir, dass in Grub am Forst etwas heranwächst."

Maria Lessig wurde in der folgenden Abstimmung mit 100-prozentiger Zustimmung der 25 anwesenden Mitglieder zur Bürgermeisterkandidatin für Grub am Forst für die Kommunalwahl 2020 gewählt. Sie bedankte sich für das breite Vertrauen und freute sich auf den gemeinsamen Wahlkampf, in dem sie alle helfenden Hände gerne bereitwillig einbinden will. Sie machte deutlich, dass sie einen positiven Wahlkampf führen möchte und wünschte sich ein faires Miteinander mit allen Parteien und Gruppierungen.

Die Gemeinderatsliste der Freien Wähler, die ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde, könne sich ebenfalls sehen lassen, meinte die Bürgermeisterkandidatin. Viele bekannte und aktive Personen aus Vereinen und Verbänden finden auf der FW-Liste zusammen. Ortsvorsitzender Stefan Rose stellte weiterhin fest, dass viele Parteien und Gruppierungen in den letzten Jahren Probleme gehabt hätten, Personen von der aktiven Teilnahme an der Kommunalpolitik zu überzeugen, da man sich natürlich auch immer das ein oder andere blaue Auge abhole und selten großen Dank für diese Art von Ehrenamt erfahre. Er freue sich, dass der Vorstand dieses Mal dagegen wiedermal die Qual der Wahl bei der Besetzung der nur noch 14 Listenplätze hatte.

"Wir würden sogar eine sogenannte doppelte Liste (laut Wahlrecht für Gemeinde unter 3000 Einwohnern möglich; Anmerkung der Redaktion) ohne Probleme gut besetzt bekommen", betonte der Vorsitzende. Letztlich habe man sich entschieden, dass die Liste so ausgewogen wie möglich sein solle und alle Ortsbürger sich durch die Kandidaten entsprechend repräsentiert fühlen sollten. Als Ziel für die Kommunalwahl gab Stefan Rose neben dem Bürgermeistersessel auch vier bis fünf Sitze im Gemeinderat aus.

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Veröffentlicht am:
07. 11. 2019
16:56 Uhr

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07. 11. 2019
16:56 Uhr



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