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Coburg

Martina Kilian an der Spitze

Die Freien Wähler "Bürgerblock" Seßlach haben eine neue Vorsitzende. Sie folgt auf Bürgermeister Maximilian Neeb, der nicht mehr kandidiert hat.



Martina Kilian (rechts) löst Maximilian Neeb (links) als Vorstand der Freien Wähler Seßlach ab	Foto: Knauth
Martina Kilian (rechts) löst Maximilian Neeb (links) als Vorstand der Freien Wähler Seßlach ab Foto: Knauth  

Heilgersdorf - Der Triumph bei der Bürgermeisterwahl und Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler "Bürgerblock" Seßlach am Montagabend im Sportheim des SV Heilgersdorf. "Es war unser aller Sieg, weil wir zusammengehalten und miteinander gekämpft haben", dankte Bürgermeister Maximilian Neeb den Mitgliedern.

Nun, als Stadtoberhaupt, verzichtete Neeb auf eine erneute Kandidatur als FW-Vorstand: "Es ist der bessere Weg, wenn der Bürgermeister nicht gleichzeitig der Vorsitzende einer politischen Gruppierung ist", sagte er. Als seine Nachfolgerin schlug er Martina Kilian vor. Die Bautechnikerin gehörte dem Stadtrat von 2002 bis 2014 an. Wahlleiter Hendrik Dressel begrüßte die Entscheidung Neebs, auf den Vorsitz zu verzichten: "Distanz zur eigenen Wählergruppe ist guter demokratischer Brauch."

Kilian bedankte sich nach dem einstimmigen Votum für das Vertrauen. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Stefan Tranziska. Dieser dankte Neeb, der seit Februar 2014 den "Bürgerblock" anführte: "Du hast fünf Jahre hervorragende Arbeit geleistet und bist stets vorangegangen." Die Bürger hätten Neeb bei seiner Wahl "schon das schönste Dankeschön ausgesprochen" und seine Arbeit bestätigt. Berthold Borcyzk als Kassierer und Uwe Gemeinhardt als Schriftführer wurden ebenfalls wiedergewählt. Die bisherigen Beisitzer Hendrik Dressel, Frank Leutheußer, Bettina Knauth, Steffen Morgenroth, Bertram Rippl, Bernd Schleicher, Wolfgang Schott und Kerstin Thein werden künftig noch durch Axel Dressel und Nicola Schoppel verstärkt. Als Kassenprüfer fungieren Hans Fenzlein und Otto Neeb.

Bei seinem Rückblick auf knapp 100 Tage Amtszeit, die von Terminen und Antrittsbesuchen geprägt waren, hob Neeb die große Unterstützung aller Mitarbeiter im Rathaus hervor: "Das erleichtert mir die Arbeit sehr." Die Zusammenarbeit im Stadtrat bezeichnete er als "sehr angenehm". So sei der Rekord-Haushalt ohne große Diskussionen verabschiedet worden. Allerdings warnte Neeb davor, sich über die gebildete Rücklage zu früh zu freuen: "Die Mittel werden 2020 benötigt."

Anstehende Großprojekte seien der Umbau des Freibads Autenhausen zum Naturbad, das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), die Dorferneuerungen Merlach-Gleismuthhausen und Oberelldorf, die Sanierung der sanitären Anlagen in der Gemünner Kita, die Altstadt- und Stadtmauer-Sanierung sowie die Schaffung weiterer Bauplätze und Kita-Plätze. Mit 101 Mitgliedern stellt der "Bürgerblock" die größte politische Vereinigung im Stadtgebiet. Die Versammlung billigte einstimmig kleinere Satzungsänderungen und -ergänzungen, die unter anderem die Gemeinnützigkeit der Wählergruppe sichern sollen.

Was aus der Sirene und dem Feuerwehrauto in Gemünda werde, erkundigte sich Sandor Aladi. Der Alarm komme aufs Gemeindehaus, sagte Neeb. Das Fahrzeug, das durch den TÜV fiel, solle nochmals repariert werden. Axel Dressel riet zu schnellem Handeln: "Wir haben jetzt Leute gefunden und diese ausbilden lassen, da können wir es uns nicht leisten, sie zu demotivieren." Als aktivem Feuerwehrler sei ihm das bewusst, entgegnete Neeb. Die Stadt werde sich des Problems annehmen. Abschließend hoffte er darauf, "nach dem Erfolg vom 27. Januar den Schwung und den Optimismus mit in die nächste Kommunalwahl nehmen zu können".

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Bettina Knauth
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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
17:28 Uhr

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Bettina Knauth

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15. 05. 2019
17:28 Uhr



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