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Coburg

Meeder beißt in den sauren Apfel

Für die Gemeinde hat sich ein geplanter Straßenausbau erheblich verteuert. Nun soll das Vorhaben zeitlich gestreckt werden.



Meeder - Bei einer Verlängerung der geplanten Kreiselanbindung der Staatsstraße 2205 bis zum Zufahrtsbereich der Milchwerke Oberfranken in Wiesenfeld muss die Gemeinde wohl tiefer in die Tasche greifen als gedacht.

Kritik an Sparkasse

Schmallippig hatte sich Bürgermeister Bernd Höfer in der Sitzung zuvor über die Sparkasse Coburg-Lichtenfels geäußert. Die hatte vor fünf Jahren ihre Filiale in Meeder dicht gemacht. Jetzt soll auch noch der Bankomat verschwinden. Höfer: "Ich bin sehr enttäuscht darüber!"


Zunächst hatte das Planungsbüro den Anteil der Eigenmittel der Gemeinde Meeder auf 240 000 Euro geschätzt. Nach neueren Erkenntnissen wird die Gemeinde nun aber wohl eher das Doppelte dieser Summe locker machen müssen, also rund eine halbe Million Euro.

Bürgermeister Bernd Höfer gab dann auch gleich die Richtung der Diskussion in der nun mehr schon zweiten Sitzung des "Ausschusses für den Krisen- und Katastrophenfall" vor: "Durch diesen neuen, vorliegenden Kenntnisstand sollte das Gremium erneut über das Ausbauvolumen abstimmen."

Eigentlich hatten schon im März dieses Jahres einige Gemeinderäte Bedenken geäußert, ob sich die Gemeinde diese Ausgaben überhaupt leisten könne. Bereits damals hatte sich das Ausmaß der Corona-Krise abgezeichnet.

Nun kam das Gremium überein, dass es bei dem ursprünglichen Beschluss zum Ausbau der vollen Streckenlänge bleiben soll. Das ganze Vorhaben soll aber zeitlich gestreckt werden. Die Entscheidung des zweiten Bauabschnittes fiel den Ausschussmitgliedern etwas leichter, weil die Milchwerke Oberfranken die bisherige Haupteinfahrt (noch) nicht ändern wolle. Bis ins Haushaltsjahr 2021 soll das alles erledigt sein. "Das bleibt weiter ein Kraftakt", gab Gemeinderat Gerald Göhring zu bedenken. Seiner Meinung nach solle man den vollen Ausbau nicht mit Biegen und Brechen durchsetzen.

Im Anschluss ging es um eine Personalentscheidung: Die Gemeinde Meeder braucht für die Kläranlage Kösfeld einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator. Das Planungsbüro schlug ein auf diese Zwecke spezialisiertes Ingenieurbüro vor, das sich um diese Aufgabe in den nächsten zwei Jahren kümmern wird. Dem Notausschuss lag der Antrag auf Umbau eines Fahrsilos vor. Man erteilte dem Vorhaben grünes Licht. Zudem stimmte der Notausschuss dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Gewerbe Kleinwalbur "Großwalburer Röthen" zu.

Lediglich ein SPD-Gemeinderat verweigerte einzelnen Detailfragen seine Zustimmung. Beim Antragsteller handelt es sich um ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen aus Wiesenfeld, das in Kleinwalbur expandieren will.

Autor

Martin Koch
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Veröffentlicht am:
27. 05. 2020
16:04 Uhr

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Bürgermeister und Oberbürgermeister Debakel Diskussionen Enttäuschung Krisen Kritik Meinung Stadträte und Gemeinderäte
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Martin Koch

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27. 05. 2020
16:04 Uhr



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