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Coburg

Mehr Fläche für Naturschutz

In Schweighof bei Bad Rodach pflegen wild lebende Rinder und Pferde die Landschaft. Nun werden die Weiden vergrößert. Das Förderprogramm Grünes Band macht's möglich.



Hohe Elektrozäune sichern die neuen Flächen. Frank Reißenweber und Janine Schindhelm freuen sich über die rasche Umsetzung. Foto: Christiane Schult
Hohe Elektrozäune sichern die neuen Flächen. Frank Reißenweber und Janine Schindhelm freuen sich über die rasche Umsetzung. Foto: Christiane Schult  

Schweighof - Klein, robust und genügsam, so werden die Gallowayrinder beschrieben. Seit 2011 fühlen sie sich auf den Ausgleichsflächen für die A 73 in Schweighof bei Bad Rodach wohl und gedeihen prächtig.

Inzwischen hält Landwirt Steffen Schubert gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Florian Streng 47 Rinder und drei Ponys Sommer wie Winter auf dem Gelände. Mit den nun neu hinzu gekommenen acht Hektar bewirtschaften die beiden mehr als 50 Hektar bei Bad Rodach, in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden. Die haben nun erreicht, dass die Autobahndirektion als Eigentümer weiteres Weideland zur Verfügung stellt. Es liegt teilweise an einem Hang und wurde wegen der Gefahr der Erosion bereits vor Jahren aus der Bewirtschaftung genommen.

Angegliedert an die bestehende Weide bietet es den wild lebenden Tieren mehr Raum. "Durch die extensive Beweidung finden Insekten immer etwas, auch die Hinterlassenschaften der Tiere werden genutzt", schildert Frank Reißenweber, Fachmann für Arten- und Biotopschutz beim Landratsamt Coburg. Er hat mit Janine Schindhelm vom Zweckverband Grünes Band Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal seit September letzten Jahres an der Vergrößerung des Schutzprojektes gearbeitet. Möglich wurde es nun durch das Förderprojekt Grünes Band. Daraus stammen die rund 18 000 Euro für den etwa zwei Kilometer langen Elektrozaun und ein Wasserfass-Wagen, der den Tieren auf dem steilen Gelände als Trinkmöglichkeit dienen soll.

Auch ein Waldstück ist in dem neu hinzu gekommenen Areal enthalten. Dort soll in den nächsten Jahren beobachtet werden, wie sich der Bewuchs bei Beweidung entwickelt. Auch für zahlreiche bedrohte Vogelarten bieten die Weiden einen Rückzugsraum, wie etwa die Bekassine oder der Wiesenpieper.

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Christiane Schult

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Veröffentlicht am:
20. 07. 2017
17:30 Uhr

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20. 07. 2017
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