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Coburg

Mehr Ökologie auf städtischen Flächen

Die SPD-Fraktion will ein Konzept zur nachhaltigen Nutzung der Areale. Deshalb stellt sie einen entsprechenden Antrag.



Neustadt - Die Umwelt ist nicht nur seit der Initiative "Rettet die Bienen" im Fokus der Parteien. Nun hat die SPD-Fraktion einen Antrag an die Stadt Neustadt auf Erarbeitung eines Konzepts zur nachhaltigen Nutzung städtischer Flächen, primär unter ökologischen Gesichtspunkten, gestellt.

"Die Zielvorstellungen der SPD-Fraktion sind wesentlich auf die Förderung biologischer Vielfalt und Grundsätze der naturnahen Gestaltung gerichtet", erläutert Fraktionsvorsitzender Bernd Gärtner. Unter anderem soll das Bewusstsein bei Bürgern und der Stadtverwaltung geschärft werden, in Bezug auf die biologische Vielfalt im städtischen Bereich.

Gärtner und auch Fraktionsmitglied Wolfram Salzer hoffen zudem auf eine Reduzierung der Pflegekosten und ein positives Image. Sie fordern unter anderem einen Verzicht auf Dünger und Pestizide, die Schaffung nährstoffarmer Standorte, den Vorzug für heimische und standortgerechte Pflanzen, die Zulassung von Verwilderung. Was das bedeutet, erklären Gärtner und Salzer so: "Keine Pflege, sondern alles wachsen lassen, wie es wächst, weil es gleichzeitig Lebensraum und Schutz für Tiere bietet wie Igel und Eidechsen, welche Laub, Fallobst, Erdlöcher, Pfützen, auch Totholz und nicht gemähte Grasflächen benötigen. Darüber hinaus ergeben sich für Vögel erweiterte Nist-und Brutmöglichkeiten."

Wichtig sei es der SPD-Fraktion, dass Versiegelungen eingegrenzt werden. Verpachtete Teiche sollten künftig mit Auflagen nach ökologischen Gesichtspunkten versehen werden, etwa weitestmöglichen Verzicht auf Antibiotika bei der Fischbewirtschaftung.

Mit ökologischen Zielvorgaben und naturnaher Gestaltung, verbunden mit praxisnahen Handlungsanleitungen, solle die Akzeptanz in der Bevölkerung, aber auch in der Verwaltung und bei Entscheidungsträgern für naturgerechte urbane Grünflächen in der eigenen Stadt sowie für ökologisch notwendige Kurskorrekturen und damit einhergehenden Veränderungen gesteigert werden, wünscht sich die SPD.

Ein reduzierter Einsatz umweltschädlicher Mittel steigere Gesundheit und Lebensqualität der Menschen und zahle sich letztlich auch finanziell aus, argumentieren Bernd Gärtner und Wolfram Salzer. Die Verwendung von Pestiziden solle auf das absolut notwendige Maß minimiert werden, vor allem auf Spielplätzen, Friedhöfen und in Parks. Zudem sollen Rasenflächen in ökologisch wertvolle naturbelassene Grasflächen umgewandelt werden, regt die SPD-Fraktion an. Ein entsprechendes Kataster mit dafür geeigneten Flächen solle die Verwaltung anlegen.

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
11. 06. 2019
16:16 Uhr

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Peter Tischer

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11. 06. 2019
16:16 Uhr



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