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Coburg

Menschenrettung aus ICE-Tunnel

Hunderte Mitglieder von Hilfsorganisationen haben am Samstag für den Ernstfall geprobt. Dabei wurden auch Nachwuchskräfte eingesetzt.



Mit speziellen, auf Schienen geführten Tragen werden Verletzte aus dem ICE-Tunnel herausgebracht.
Mit speziellen, auf Schienen geführten Tragen werden Verletzte aus dem ICE-Tunnel herausgebracht.  

Coburg - Bei einer Großübung in und an zwei ICE-Tunneln im Landkreis Coburg haben am Samstag rund 400 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) und der Bergwacht ihre Leistungsstärke unter Beweis gestellt. Es handelte sich um speziell ausgebildete Tunnelbasiseinheiten.

"Bis auf kleine technische Probleme wie ein Lift, der nicht funktionierte, ist alles nach Plan verlaufen. Die Kooperation und die Koordination der beteiligten Organisationen haben funktioniert. Unser Konzept, das wir sieben Jahre lang entwickelt und kurz vor Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke im Oktober 2017 erstmals angewandt haben, bestand auch diesen zweiten Test. Es wurde aber deutlich, dass die Sonderaufgabe in einem System von Tunnelröhren für Freiwillige psychisch und physisch absolut an die Belastungsgrenze geht. Dies galt vor allem für Atemschutzträger, die mit schwerem Gerät lange Wege zu Fuß unterirdisch zurücklegen mussten. Wichtig war, dass wir auch Jugendfeuerwehrleute als die nächste Generation an Rettungskräften bei dieser Gelegenheit schulen konnten. " So lautete das Fazit von Kreisbrandinspektor Stefan Zapf bei der abschließenden Lagebesprechung auf dem Gelände des Feuerwehrdepots Coburg. Zapf hat das Rettungskonzept für die ICE-Neubaustrecke über Jahre hinweg an entscheidender Stelle mit ausgearbeitet.

22.06.2019 - Großübung im Landkreis Coburg: Menschenrettung aus ICE-Tunnel - Foto: Hans Haberzettl

WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 8 und letzter Teil
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 8 und letzter Teil
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 8 und letzter Teil
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 8 und letzter Teil
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 8 und letzter Teil
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 8 und letzter Teil
WG: Fotos Großbüung BRK und FW Teil 7
WG: Fotos Großbüung BRK und FW Teil 7
WG: Fotos Großbüung BRK und FW Teil 7
WG: Fotos Großbüung BRK und FW Teil 7
WG: Fotos Großbüung BRK und FW Teil 7
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 6
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 6
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 6
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 6
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 6
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 6
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos Großübung BRK und FW Teil 5
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 4
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 4
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 4
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 4
WG: Fotos Großübung BRK und FW an ICE-Strecke im Landkreis
WG: Fotos Großübung BRK und FW an ICE-Strecke im Landkreis
WG: Fotos Großübung BRK und FW an ICE-Strecke im Landkreis
WG: Fotos Großübung BRK und FW an ICE-Strecke im Landkreis
WG: Fotos Großübung BRK und FW an ICE-Strecke im Landkreis
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 2
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 2
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 2
WG: Fotos der Großübung BRK und FW Teil 2
WG: Fotos der Broßbüung BRK und FW Teil 3
WG: Fotos der Broßbüung BRK und FW Teil 3
WG: Fotos der Broßbüung BRK und FW Teil 3
WG: Fotos der Broßbüung BRK und FW Teil 3
WG: Fotos Großbüung BRK und FW Teil 7

BRK-Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand, der rund 150 Kräfte aus den Großräumen Coburg, Lichtenfels und Kronach abgestellt hatte, bescheinigte das zielgerichtete Umsetzen der erlernten Kenntnisse. "Bestanden hat unser Team ebenfalls den Aufbau einer Verpflegungsstelle für eine so große Anzahl von Personen, deren Einsatz bei einem eventuellen Unfall sich über einen langen Zeitraum hinziehen würden", betonte er.

Florian Lemnitzer von der Bergwacht Rennsteig mit Sitz in Ludwigsstadt erläuterte die heikle Aufgabe seines Teams, "Verletzte" am Nordportal des Reitersbergtunnels bei Fornbach in Sicherheit zu bringen. "Wir haben Flaschenzug- und Seiltechnik eingesetzt, um auf einer Schleifkorbtrage liegende Personen an einer über 30 Grad steilen Böschung nach oben zu ziehen und so der Weiterversorgung zuzuführen", sagte er.

Stefan Zapf und Kreisbrandrat Manfred Lorenz berichteten davon, dass besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Einsätzen und Unfällen in Eisenbahntunneln lebenswichtig sind. "Die gesamte Elektrik muss, bevor die Schächte, die zu den Gleisen führen, zu betreten sind, von einer der beiden Rettungsleitstellen der Bahn in München oder Leipzig abgeschaltet werden. Über ein automatisches Steuerungsgerät erfolgt dann die sogenannte Erdung zur Ableitung des Stroms ins Erdreich. Ohne diese Schritte würde man, sobald man in die Nähe von Leitungen kommt oder Löschwasser einsetzt, einen tödlichen Stromschlag erhalten", so der Kreisbrandinspektor. Danach sorgt ein Notstromaggregat für bedingte Sicht.

Die Schwerpunkte der Großübung fanden im drei Kilometer langen Reitersbergtunnel zwischen den Rödentaler Stadtteilen Oberwohlsbach und Fornbach statt. "Dieser besitzt mehrere Notausgänge, die entweder befahrbar oder begehbar beziehungsweise über Treppen erreichbar sind. Bei einem Notfall müssen sich zuerst Erkundungsgruppen ein Bild über die Lage machen, ehe die Löschtrupps ihre Arbeit aufnehmen. Anschließend treten Rettungs- und Suchtrupps in Aktion", erläuterte Manfred Lorenz.

Der Ernstfall geprobt wurde auch im Tunnel Rennberg bei Grub am Forst, der besonders hohe Treppenhäuser besitzt. Möglich war diese Großübung, weil durch Reparatur- und Wartungsarbeiten am Samstag kein ICE zwischen Nürnberg und Erfurt verkehrte. Für das Frühjahr kommenden Jahres kündigte Stefan Zapf eine noch umfassendere Übungseinheit an, bei der die Menschenrettung aus einem verunglückten Hochgeschwindigkeitszug im Fokus stehen soll.

 
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Hans Haberzettl
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Veröffentlicht am:
23. 06. 2019
13:50 Uhr

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Hans Haberzettl

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Veröffentlicht am:
23. 06. 2019
13:50 Uhr



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