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Coburg

Mit Herzblut, Kraft und Engagement

Seit 20 Jahren gibt es den Familienentlastenden Dienst (FED). Das Jubiläum wird mit einem fröhlichen Fest in Ahorn gefeiert.



"Zu Hause ist da, wo man sich wohl fühlt" - dieses Lied, das FED-Mitarbeiter Sebastian Deringer komponiert und getextet hat, trugen Kinder und Mitarbeiter beim FED-Jubiläum vor.
"Zu Hause ist da, wo man sich wohl fühlt" - dieses Lied, das FED-Mitarbeiter Sebastian Deringer komponiert und getextet hat, trugen Kinder und Mitarbeiter beim FED-Jubiläum vor.   » zu den Bildern

Ahorn - Fröhliches Lachen, zufriedene Gesichter, viel Dankbarkeit und begeisterte Mitarbeiter waren überall auf dem Gelände der Mauritiusschule in Ahorn zu finden, als der "Familienentlastende Dienst" (FED) dort sein 20-jähriges Bestehen feierte. Von damals engagierten Eltern seien aus der "Hilfe für das behinderte Kind" die "Offenen Hilfen - FED" entstanden, erinnerte sich Dienststellen-Leiterin Brigitte Sölch bei der Begrüßung. "Mit viel Herzblut, Kraft und Engagement dürfen seitdem wir, die zahlreichen Mitarbeiter, Spaß mit Ihren Kindern haben."

Die Entwicklung

1999: Gründung des Familien entlastenden Dienstes (FED). Erste Mitarbeiterin bis heute: Brigitte Sölch.

2000: Erstes integratives Sommerferien-Programm (zunächst im DSZ).

2003: Sicherung des Dienstes durch die staatliche Richtlinien-Förderung (Freistaat und Bezirk).

2006: Erste Assistenz in Regelschulen.

2008: Start der Fußball-Mannschaft "FC FED Ole".

2011: Baustart des "Coburger Wohnnestes"; Spendenmarathon.

2012: Bezug des neuen Wohnnestes.

1999 bis 2019: Von zwölf Kunden im ersten Jahr auf etwa 300 heute; von einer Mitarbeiterin auf 50.

2019: Ab 1. Januar Betriebsübergang in die Trägerschaft des Diakonischen Werkes Coburg und erste Schritte zum Zusammenwachsen mit den Offenen Hilfen Coburg und Oberfranken.


Ulrich von Brockdorff, Leiter des Diakonischen Werks Coburg, stellte fest, dass Inklusion nicht nur Behinderte fördere, sondern ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft sei.

Die beiden verdienten Frauen der Offenen Hilfe, Gesamtleiterin Karolin Netschiporenko und Brigitte Sölch, blieben bei der Veranstaltung bescheiden im Hintergrund. Als Moderatorin führte Silvia Ebert souverän durch das Programm. Zunächst interviewte sie Coburgs 3. Bürgermeister Thomas Nowak und zwei, die schon lange beim FED dabei sind: Melanie Ziener und Frank Kath. Sie mussten am ersten Ereignisstand Puzzle zusammensetzen. Der Bürgermeister erhielt von den jungen Leuten ein Trikot des Fußball-Teams "FED-Ole". Landrat Sebastian Straubel und Ahorns 2. Bürgermeister Wolfgang Beyer waren die nächsten Kandidaten auf dem Podium. Ebert befragte sie zusammen mit den Mitarbeitern Isabell Lang und Maximilian Schubert. Während Beyer unterstrich, die Unterstützung im Sinne des früheren Bürgermeisters Wolfgang Dultz fortzusetzen, betonte Straubel, die Tradition von Michael Busch weiterzuführen. "Mit Schwung voran" hieß es anschließend, als der Landrat den Bürgermeister im Rollstuhl "anschieben" durfte.

Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach wurde durch Familie Heim mit einem Problem konfrontiert. Das Forchheimer Ehepaar fährt die Tochter regelmäßig nach Ahorn, da es in Forchheim keine derartige Einrichtung gibt. Auch gebe es keine finanzielle Unterstützung. Michelbach versprach, mit seinem Forchheimer Kollegen zu sprechen, "ob nicht für die humanitäre Entwicklung die Schatulle etwas geöffnet werden könnte".

Ulrich Eberhardt-Schramm, Vorsitzender der Offenen Hilfen, und Andrea Renner von der Verwaltung waren die nächsten Gesprächspartner auf der Bühne. Schramm sprach davon, wie viele Fördermittel man in all den Jahren durchgeboxt habe. Angetan waren die beiden vor allem von der Begeisterung der Mitarbeiter und ihrem Umgang mit den Kindern und Jugendlichen.

Für den Abschluss des offiziellen Teils hatte Mitarbeiter Sebastian Derringer ein Sommerlied komponiert und getextet, das die Gefühlslage der jungen Leute widerspiegelt: "Zu Hause ist da, wo man sich wohlfühlt". Danach hörten die Gäste Melodien des Kinderlieder-Machers "Biber". Ein Mitarbeiterfest rundete den harmonischen Tag ab.

Aus kleinen Anfängen mit entlastenden Einsätzen in Familien und einem Matratzenlager im DSZ für Wochenendfreizeiten entstand mit dem FED ein Dienstleister mit 50 Mitarbeitern. Ihnen sei es ein Herzensanliegen, optimale Bedingungen für besondere Lebenslagen zu schaffen, stellten die Verantwortlichen fest. So gehe es schon mal mit dem Rollstuhl auf den Staffelberg oder ins Ruderboot. Aber auch Lieblingslieder werden einstudiert.

20 Jahre bedeuten aber auch 20 mal zehn Tage Sommerferien-Programm für rund 50 Kinder mit und ohne Behinderung. Immer wieder sei von Eltern zu hören, dass sie ihre Kinder selten so glücklich sähen wie nach den zwei anstrengenden Wochen, hieß es bei der Feier. Darüber hinaus gibt es Assistenzen für behinderte Schüler in Regelschulen und eine große Fußball-Abteilung.

Brigitte Sölch, seit Beginn Leiterin des Dienstes, bringt es auf den Punkt: "Ich bin sehr dankbar für die Jungen und Mädchen, von denen auch ich sehr viel lernen konnte, und die Mitarbeiter, die mit so viel Herzblut arbeiten."

Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die Zusammenführung der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken und der Offenen Behindertenarbeit vor Ort in einem Büro in der Coburger Mohrenstraße - unter dem Motto: "Gemeinsam sind wir stärker!"

Autor

Norbert Karbach
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
17:28 Uhr

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Autor

Norbert Karbach

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
17:28 Uhr



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