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Coburg

Modernes Wohnen in Wüstenahorn

In dem Stadtteil baut die WSCO 200 Wohnungen um. Dennoch sollen diese bezahlbar bleiben. Auch durch das Förderprogramm Soziale Stadt.



Christian Meyer (links) und Coburgs 3. Bürgermeister Thomas Nowak (rechts) überreichten der Referentin des Bundesinnenministeriums, Jutta Dahlem, als kleines Dankeschön für ihren Einsatz ein Chili-Stöckchen in den Farben der Wohnbau.	Foto: Meißinger
Christian Meyer (links) und Coburgs 3. Bürgermeister Thomas Nowak (rechts) überreichten der Referentin des Bundesinnenministeriums, Jutta Dahlem, als kleines Dankeschön für ihren Einsatz ein Chili-Stöckchen in den Farben der Wohnbau. Foto: Meißinger  

Coburg - Seit 2011 ist die Wohnbau Stadt Coburg in Wüstenahorn städtebaulich tätig. Am Montag wurde hier erstmals die so genannte Transferwerkstatt "Soziale Stadt" im Kinder- und Jugendzentrum in der Karl-Türk-Straße abgehalten. Die Soziale Stadt ist ein Programm der Städtebauförderung für benachteiligte Stadt- und Ortsteile.

Die Initiative und Einladung zu diesem Thema erfolgte vom bayerischen Bauministerium, Gastgeber war die Stadt Coburg. An der Transferwerkstatt nahmen auch Jutta Dahlem vom Bundesinnenministerium und Tobias Krinner vom bayerischen Bauministerium teil.

Außerdem lud die Wohnbau Stadt Coburg (WSCO) zu einer Exkursion durch Wüstenahorn ein. WSCO-Geschäftsführer Christian Meyer betonte: "Kein Thema hat derzeit mehr Konjunktur als das Thema ‚Wohnen in der Stadt zu bezahlbaren Preisen’." Viele Haushalte mit geringen oder mittleren Einkommen hätten große Schwierigkeiten, geeignete Wohnungen zu finden. "Als kommunales Wohnungsbauunternehmen sorgen wir auch für diesen dringend benötigten Wohnraum und kommen damit einer wichtigen sozialen Aufgabe nach", sagte Meyer. In Wüstenahorn entstanden in der Fröbelstraße 2 und 6 insgesamt 37 Wohneinheiten. In der Fröbelstraße 10 sind es 31. 29 Wohnungen seien schwellenlos erreichbar, und vier Wohnungen würden rollstuhlgerecht ausgebaut.

Der technische Leiter der Wohnbau, Ulrich Pfuhlmann, führte die Teilnehmer durch Wüstenahorn und erläuterte die Bau- und Renovierungsmaßnahmen. Das mehrgeschossige Wohnhaus in der Karl-Türk-Straße 59 werde in den Jahren 2020 und 2021 renoviert. 24 Wohneinheiten seien davon betroffen. Erneuert werden dabei unter anderem das Dach, die elektrische und sanitäre Versorgung und die Heizung, außerdem entsteht ein barrierefreier Zugang.

Seit Jahren hoffen die Wüstenahorner auf ein neues Bürgerhaus am Wolfgangsee. Jetzt steht dieses Bürgerhaus kurz vor der Vollendung, sagte Pfuhlmann. Im ersten Obergeschoss entsteht ein großer Veranstaltungsraum, der auch von den Schulen genutzt werden könne. Darüber hinaus gebe es dann eine kleine Küche und einen Kaminofen mit offenem Feuer. Im Erdgeschoss würden zwei Schulungsräume ermöglicht sowie ein Büro für den Quartiermeister, für die Caritas und die Vereine. Auch eine Terrasse werde angelegt. Eine barrierefreie Bushaltestelle gewähre den ungehinderten Zugang zum Bürgerhaus. Das Bürgerhaus werde nicht bewirtschaftet. Die Eröffnung ist für Februar 2020 geplant.

Am Anfang der Karl-Türk-Straße wurde eine Arztpraxis nach Wünschen des dort praktizierenden Arztes erstellt und an diesen vermietet. Im Obergeschoss des Gebäudes wurden acht Wohnungen verwirklicht. Die Wohnhäuser im Lauersgraben 5 - 19 wurden und werden energetisch saniert. Alle ehemaligen Bewohner müssten keine Angst vor unbezahlbaren Mieterhöhungen haben, betonte Pfuhlmann. Jeder Mieter werde sich die Kosten auch nach den Arbeiten leisten können und in seinem Wohngebiet eine Wohnung erhalten, sagten Coburgs 3. Bürgermeister Thomas Nowak und Christian Meyer.

Jutta Dahmen bescheinigte dem Projekt Vorbildcharakter: "Wir haben hier ein sehr gelungenes Beispiel für die Umsetzung des Förderprogramms Soziale Stadt." Meyer unterstrich, dass die Wohnbau in Wüstenahorn in den vergangenen Jahren 25 Millionen Euro investiert habe. Die WSCO sei nicht rein gewinnorientiert, sondern investiere als kommunales Unternehmen auch in benachteiligte Quartiere. Damit sorge sie auch für ein attraktives, bedarfsgerechtes und bezahlbares Wohnungsangebot. Es entstünden 100 geförderte und dadurch preisgebundene Mietwohnungen. Insgesamt wurden und werden in Wüstenahorn 200 Wohnungen modernisiert.

Aufgrund ihres Einsatzes für dieses Coburger Projekt wurde Jutta Dahmen zum Dank ein Chili-Stöckchen in den Farben der Wohnbau - Rot und Gelb - überreicht.

Autor

Edwin Meißinger
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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
17:40 Uhr

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Autor

Edwin Meißinger

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
17:40 Uhr



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