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Coburg

Nach 41 Jahren ist bald Schluss

Clemens Lückemann, Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg, geht Ende Januar in den Ruhestand. Beim Abschiedsbesuch lobt er die Arbeit der Coburger Justiz.



Auf Abschiedstournee: OLG-Präsident Clemens Lückemann (Mitte) dankte am Mittwoch Amtsgerichtsdirektor Raffaele Trotta (links) und dessen ständiger Vertreterin Ulrike Barausch für die geleistete Arbeit.	Foto: Christoph Scheppe
Auf Abschiedstournee: OLG-Präsident Clemens Lückemann (Mitte) dankte am Mittwoch Amtsgerichtsdirektor Raffaele Trotta (links) und dessen ständiger Vertreterin Ulrike Barausch für die geleistete Arbeit. Foto: Christoph Scheppe  

Coburg - Vor wenigen Wochen hat er Raffaele Trotta als Direktor des Amtsgerichts Coburg eingeführt, jetzt ist der Präsident des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg, Clemens Lückemann, in eigener Sache unterwegs. Nach 41 Jahren Dienst in der bayerischen Justiz geht der gebürtige Berliner Ende Januar in den Ruhestand. Die zu diesem Anlass übliche Abschiedstournee führte ihn am Mittwoch zum Amtsgericht Coburg.

"Die Coburger Justiz leistet hervorragende und vorbildliche Arbeit", lobte Lückemann das Engagement der Mitarbeiter. Das Amtsgericht der Vestestadt sei nicht nur das viertgrößte in Bayern, sondern nehme darüber hinaus mit dem Zentralen Mahngericht eine besondere Stellung ein. Er wisse das Gericht bei Raffaele Trotta und dessen ständiger Vertreterin Ulrike Barausch, die zugleich auch Leiterin des Mahngerichts ist, in guten Händen.

2013 krönte Lückemann, der 1978 als Referendar in Würzburg in die bayerische Justiz eingetreten war, seine berufliche Karriere mit der Berufung zum Präsidenten des OLG Bamberg. In dieser Funktion obliegt ihm zwischen Aschaffenburg und Hof die Dienstaufsicht über sieben Landgerichte, 18 Amtsgerichte, die Landesjustizkasse Bamberg und die Bayerische Justizakademie in Pegnitz. Zuvor war er seit 2009 Generalstaatsanwalt in Bamberg und von 2002 bis 2009 Chef der Würzburger Staatsanwaltschaft. Zum Nachfolger hat die Staatsregierung zum 1. Februar 2020 den Generalstaatsanwalt in Nürnberg, Lothar Schmitt, ernannt. "Das war auch mein Wunschkandidat", freut sich Lückemann über die Personalie. Die Justiz stehe vor großen Herausforderungen, verwies der scheidende OLG-Präsident unter anderem auf die Digitalisierung. Eng eingebunden in diesen Prozess sei das Landgericht Coburg als bayerisches Pilotgericht für die E-Akte. "Die hier erarbeiteten Grundlagen und Erkenntnisse sind wertvoll für einen strukturierten Aufbau in Zivilsachen", zollte Clemens Lückemann den Beteiligten großes Lob.

So ganz wird ihn die Juristerei auch im Ruhestand nicht loslassen. Solange es die Gesundheit zulasse, begleiter er als Staatsexamen-Prüfer junge Kollegen ins Berufsleben, sagte er. Zudem werde er weiterhin als Kommentator für den "Zöller", dem zentralen Werk der Zivilprozessordnung, tätig sein. "Und dann habe ich auch noch genügend Zeit für mein Hobby, das Eisenbahnfahren", will Lückemann kreuz und quer durch Deutschland auf Städtereise gehen und Sehenswürdigkeiten erkunden.

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2019
16:00 Uhr

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Christoph Scheppe

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30. 10. 2019
16:00 Uhr



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