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Coburg

Neue Gruppe kämpft um Wählerstimmen

In Itzgrund hat sich die "Kommunale Unabhängige Liste" (KUL) gegründet. Sie liebäugelt mit dem Gedanken, einen Bürgermeisterkandidaten zu stellen.



Im Itzgrund gibt es eine neue politische Gruppierung. Vor Kurzem hat sich der Verein "Kommunale Unabhängige Liste" (KUL) Itzgrund gegründet. Der Verein will mit 14 Kandidaten bei der nächsten Kommunalwahl antreten.	Foto: KUL-Itzgrund
Im Itzgrund gibt es eine neue politische Gruppierung. Vor Kurzem hat sich der Verein "Kommunale Unabhängige Liste" (KUL) Itzgrund gegründet. Der Verein will mit 14 Kandidaten bei der nächsten Kommunalwahl antreten. Foto: KUL-Itzgrund  

Schottenstein - Bei den Kommunalwahlen im März 2020 wird man in der Gemeinde Itzgrund eine weitere Liste mit Kandidaten finden. Denn vor Kurzem hat sich in Schottenstein der Verein "Kommunale Unabhängige Liste Itzgrund" ("KUL Itzgrund") im Haus der Bäuerin gegründet. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, bei den Kommunalwahlen anzutreten - mit Kandidaten, die unabhängig von Parteien oder anderen Gruppierungen sind.

Der Vorstand

In den Vorstand der Kommunalen Unabhängigen Liste (KUL) Itzgrund wurden folgende Mitglieder gewählt:

Vorsitzender Matthias Schorn, 2. Vorsitzender Andreas Liebermann, Schriftführer Matthias Schorn, Kassierer: Sebastian Fritsch. Als Beisitzer wurden gewählt: Carolin Späth, Claudia Rose, Gerald Oehrl, Anette Hauck, Elke Holler, Thomas Hein, Jonathan Jahn und Erwin Zillig.


Man habe sich aufgrund der kommunalpolitischen Situation in der Gemeinde Itzgrund dazu entschlossen, hieß es bei der Gründungsversammlung. In einer kurzen Findungsphase sei man sich schnell einig geworden, dass eine solche Gruppierung im Itzgrund und eine Liste mit unabhängigen Kandidaten notwendig seien. Denn man habe sich vor der Gründungsversammlung auch intensiv mit den Kommunalwahlen im Jahr 2014 beschäftigt. Damals unterlag Maria Döllinger (Freie Wähler) in einer Stichwahl dem Amtsinhaber Werner Thomas (SPD) nur knapp. Doch bei der Wahl zum 2 und 3. Bürgermeister blieb Maria Döllinger außen vor. "Der Bürger hat gewählt, die Parteien haben aber anders entschieden", bedauerte Matthias Schorn. Denn die Wahl zu 2 und 3. Bürgermeister habe nicht die Zustimmung aller Fraktionsmitglieder der CSU gefunden. Daraufhin traten zwei Fraktionsmitglieder sowie einige andere Mitglieder aus dem CSU-Ortsverband aus, wie Matthias Schorn berichtete. Er leitete die Gründungsversammlung, an der 14 zukünftige Mitglieder teilnahmen, und wurde zum Vorsitzenden der "KUL Itzgrund" gewählt. Laut Schorn haben die vergangenen fünf Jahre gezeigt, wie verhärtet die Fronten zwischen den Fraktionen von SPD und Freien Wählern seien. Trotz oft gegensätzlicher Meinungen der beiden Gruppierungen schicke man Dirk Ruppenstein als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen.

Matthias Schorn, der zusammen mit Evelyn Schramm und Gerald Oehrl bereits für die CSU im Gemeinderat sitzt, ist zusammen mit allen Gründungsmitgliedern der "KUL Itzgrund" der Überzeugung, dass sich so die Gemeinde Itzgrund nicht weiterentwickeln könne. Da der Gemeinderat in Zukunft viele für die Gemeinde wichtige Aufgaben zu bewältigen habe, habe man sich dazu entschlossen, den Verein "KUL-Itzgrund" zu gründen und damit dem Bürger bei der nächsten Kommunalwahl eine Liste mit parteiunabhängigen Kandidaten anzubieten.

Der Verein, der zur Zeit offiziell eingetragen wird, will sich ausschließlich auf die kommunalen Ebene konzentrieren. Dies wurde auch in der Vereinssatzung festgeschrieben. Matthias Schorn zeigte sich davon überzeugt, dass im Jahr 2020 ein Generationswechsel im Gemeinderat erfolgt. Die "KUL-Itzgrund" will bis Ende Oktober 14 Kandidaten für den Gemeinderat nominieren. Auch ein Bürgermeisterkandidat sei nicht ausgeschlossen, wie der Vorsitzende betonte. "Ein eigener Kandidat bringt auch die eigene Liste nach vorne", betonte der Gastredner bei der Veranstaltung, Bernd Wicklein, der für die unabhängige Gruppierung UPWG im Gemeinderat in Lautertal sitzt.

Wie der Vorsitzende ausführte, müsse man mindestens 60 Unterschriften von Wahlberechtigten in der Gemeinde einreichen, um für die Wahl zugelassen zu werden. Man wolle aber mehr wahlberechtige Bürger als Unterstützer der Liste in der Gemeinde Itzgrund gewinnen, sagte Schorn. stemi

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Michael Stelzner
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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
17:42 Uhr

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Michael Stelzner

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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
17:42 Uhr



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