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Coburg

Neue Impulse für den Klimaschutz

Der Stadtrat bestimmt Stefan Sauerteig zum Nachfolger von Wolfgang Weiß. Die Stellvertreter kommen aus der CSU- und der Grünen-Fraktion.



Für Stefan Sauerteig sind auch die wild verwachsenen Uferbereiche entlang der Itz von zentraler Bedeutung für das innerstädtische Klima. Deshalb will der neue Klimaschutzbeauftragte der Stadt Coburg einen Fokus auf den Erhalt solcher Bereiche legen.	Foto: Archiv Neue Presse
Für Stefan Sauerteig sind auch die wild verwachsenen Uferbereiche entlang der Itz von zentraler Bedeutung für das innerstädtische Klima. Deshalb will der neue Klimaschutzbeauftragte der Stadt Coburg einen Fokus auf den Erhalt solcher Bereiche legen. Foto: Archiv Neue Presse   » zu den Bildern

Coburg - Wolfgang Weiß (Grüne) hat in der jüngsten Sitzung des Coburger Stadtrats seinen letzten Bericht als Klimaschutzbeauftragter der Stadt Coburg gegeben. Weiß hatte das Amt sechs Jahre inne und sich mit seiner Arbeit Respekt über alle Fraktionsgrenzen hinweg erworben. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) dankte Wolfgang Weiß für seine Tätigkeit. Er habe, was das Bewusstsein für Klimaschutz in der Stadt Coburg betrifft, "viel in den Köpfen erreicht".

Heeb Beauftragter für Städtepartnerschaften

Jürgen Heeb (Pro Coburg) ist vom Coburger Stadtrat als Städtepartnerschaftsbeauftragter im Amt bestätigt worden. Heeb kündigte für das Jahr 2021 ein internationales Jugendfußballturnier an, bei dem Mannschaften aus allen Coburger Partnerstädten gegeneinander antreten sollen. In Vorbereitung ist das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Gais in Südtirol, ebenso ein Besuch einer Delegation aus dem amerikanischen Toledo in der Vestestadt. "Das wird für Jürgen Heeb zu viel Arbeit führen", kommentierte Oberbürgermeister Sauerteig die Ankündigung.


Wolfgang Weiß erläuterte, warum er sich entschieden hat, nicht noch einmal für das Amt des Klimaschutzbeauftragten zu kandidieren. Es sei gut, wenn in Coburg ein neuer Blick auf dieses wichtige Thema gerichtet werde. Als Kandidaten für seine Nachfolge schlug Weiß den SPD-Stadtrat Stefan Sauerteig vor. Der Realschullehrer ist 32 Jahre alt und stehe der "Fridays-for-Future-Generation", die sich für den Klimaschutz einsetzt, näher als der Stadtrat der Grünen, der sich selbst zur "Entscheider-Generation" zählt; also derjenigen, die für den Klimawandel mit verantwortlich sind.

In seiner Vorstellungsrede sagte Stefan Sauerteig, dass er sich während seines Lehramtsstudiums in Bamberg im Bereich der Physischen Geografie mit zahlreichen klimatologischen Fragestellungen und Phänomenen sowie den Einflussfaktoren des Menschen auf das Ökosystem befasst habe. Dies beschäftige ihn auch im Alltag als Lehrer "im Sinne der Erziehung unserer Kinder zur Nachhaltigkeit und zum schonenden Umgang mit den wertvollen Ressourcen, die die Erde uns bietet".

Innerhalb der SPD-Stadtratsfraktion sowie Gremien des Stadtrats habe sich Sauerteig politisch und thematisch als Mitglied des Senats für Klimaschutz, Mobilität und Energie, im Zweckverband für Abfallwirtschaft und im Beirat Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) sowie als Verwaltungsrat des Coburger Bau- und Entsorgungsbetriebs (CEB) spezialisiert. Sein Ansatz als Klimaschutzbeauftragter wäre "ein pragmatischer, kein ideologischer". Denn: Alle Theorie verblasse, "wenn wir nicht mit praktischen Beispielen voran gehen". Erste Ansätze sehe Stefan Sauerteig in einem lokal verorteten Beitrag zur Verkehrswende, indem der Radverkehr mehr innerstädtischen Raum erhält, das Radwegenetz ausgebaut und der Umstieg auf den ÖPNV attraktiver wird. Hier setzt der SPD-Stadtrat auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Coburg. Zudem wolle er alle Möglichkeiten zur klimaschonenden Erneuerung der städtischen Fahrzeugflotte sowie der Stadtbusse ausschöpfen. Erste Vorbereitungen dazu "stecken sozusagen in der Schublade".

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Coburg solle erhöht und ein "großer Fokus" auf den Erhalt der städtischen Grünflächen gerichtet werden. Der Rosengarten, der Hofgarten, die wild verwachsenen Uferbereiche entlang der Itz und viele weitere Orte seien von zentraler Bedeutung für das innerstädtische Klima. Sie seien Frischluftschneiße und Naherholungsgebiet zugleich. Sauerteig: "Setzen wir also alles daran, diese zu erhalten und weitere grüne Inseln bei stadtplanerischen Maßnahmen zu schaffen".

Stefans Sauerteigs Ansatz als Klimaschutzbeauftragter sei "ein partnerschaftlicher, kein belehrender". Die Fridays-for-Future-Bewegung zeige, "dass ein grundlegendes Verständnis für die Überlastung unserer Erde vorhanden ist und ein ,Weiter so‘ mit den nachkommenden Generationen nicht zu machen ist". Der frühere Oberbürgermeister Norbert Tessmer habe dies mit der Einberufung einer Kinder- und Jugendklimakonferenz gewürdigt. Diese gelte es fortzuführen.

Stefan Sauerteig ("Lassen Sie uns nicht nur im Stadtrat für ein gutes Klima sorgen!") wurde einstimmig zum neuen Klimaschutzbeauftragten der Stadt Coburg gewählt. Seine Stellvertreter sind Wolfgang Weiß (Grüne) und Christina Vatke (CSU/JC).

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
29. 05. 2020
17:52 Uhr

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
29. 05. 2020
17:52 Uhr



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