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Coburg

Neues Leben in alten Büros

Studenten richten im ehemaligen Gebäude der Wohnbau ein sogenanntes Pop-Up-Hostel ein. Darin übernachten Studenten aus Manchester.



Nur vier Tage hatten die Studentinnen Hanna Dietel (links) und Hannah Müller mit ihrer Gruppe Zeit, einen alten Büro-Raum in ein Hostel zu verwandeln. Fotos: Frank Wunderatsch
Nur vier Tage hatten die Studentinnen Hanna Dietel (links) und Hannah Müller mit ihrer Gruppe Zeit, einen alten Büro-Raum in ein Hostel zu verwandeln. Fotos: Frank Wunderatsch   » zu den Bildern

Coburg - Ein Eimer rote Farbe, drei Kilometer Faden, Feldbetten und Bierkästen: Mehr braucht es nicht, um einen leerstehenden Büroraum in ein ansprechendes Hostel-Zimmer zu verwandeln. Das haben Studenten der Hochschule Coburg gemeinsam mit ihren Professoren Anja Ohliger und Mario Tvrtkovic bewiesen. Sie haben kurzerhand das oberste Stockwerk des alten Wohnbau-Gebäudes in der Heiligkreuzstraße in ein Hostel umfunktioniert.

Die Albert-Connection

Im royalen Jubiläumsjahr haben sich Studenten aus Coburg und Manchester zusammengetan, um Ideen für die Gestaltung der Umgebung des alten Schlachthofes zu entwickeln. Das Gelände soll zu einem Treffpunkt für Bürger und Studierende gleichermaßen werden. Deswegen tüfteln die angehenden Designer an Möglichkeiten, den Aufenthalt im Freien so schön wie möglich zu gestalten.

Am heutigen Mittwoch gibt es die Entwürfe von 9 bis 12 Uhr im Multifunktionsraum des Campus Design zu sehen. Eine Jury bestimmt wird in dieser Zeit den schönsten küren.

Ohliger und Tvrtkovic wollten nicht nur, dass ihre Schützlinge etwas lernen. Sie sollten auch ein konkretes Problem lösen. Denn zum royalen Doppelgeburtstag kooperiert die Fakultät für Design der Hochschule Coburg mit der Hochschule Manchester. Das Projekt trägt den Namen "Albert-Connection". "Wir begrüßen eine ganze Gruppe britischer Studierender in Coburg. Leider fehlt hier ein Hostel, in dem die jungen Leute günstig übernachten können", sagt Ohliger.

 

Es ging aber nicht nur darum, schnell und günstig Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen. Für die jungen Designer bot das Projekt auch eine gute Möglichkeit, zu üben. Denn die jungen Leute hatten nur vier Tage Zeit, um mit einfachen Mitteln wohnliche Räume zu gestalten. "Die größte Herausforderung war für viele, in Gruppen von neun Personen koordiniert zu arbeiten", verrät die Professorin.

"Für mich ist das auch eine schöne Geste der Gastfreundschaft", sagt Ohliger. Immerhin haben die Coburger die Zimmer für ihre Partner aus Manchester mit viel Mühe hergerichtet, ohne die Gäste zu kennen. Aber den Briten gefällt das Ergebnis. Asher Bourne zum Beispiel sitzt auf einem Feldbett. "Mir fehlt es hier an nichts", verrät er.

Die Studenten haben es aber schlussendlich geschafft, zusammenzuarbeiten - und fünf vollkommen verschiedene Zimmer geschaffen. Die Gruppe von Hanna Dietel und Hannah Müller schwelgte beispielsweise in Rot. An die Wände ihres Raumes haben sie die Skylines von Coburg und Manchester gepinselt - inklusive des jeweiligen Campus. Quer durchs Zimmer haben sie Schnüre gespannt, die sich auch an der Decke entlang ziehen. "Das soll an einen Sternenhimmel erinnern", erklärt Hanna Dietel. Mithilfe von Bierkästen haben die Studentinnen einen kleinen Tisch gebaut. Den nutzen die Gäste scheinbar eifrig, denn am Dienstag liegen Spielkarten darauf. Die Studentengruppe hat auch an die Privatsphäre der britischen Gäste gedacht: In dem Zimmer stehen zusätzlich Raumteiler aus Holz, die mit Faden bespannt sind.

Ein paar Räume weiter bietet sich dem Betrachter ein ganz anderes Bild. Hier haben die jungen Designer weiße Schachteln verbaut. Auch sie verwandelnden ehemals tristen Büroraum in ein hübsches Hostel-Zimmer. Keiner der Räume gleicht einem anderen. Alle Studenten haben den Schlafsälen ihre eigenen kreativen Stempel aufgedrückt. Nur ein Element musste überall sein: ein Papierkorb aus Pappe.

An diesem Mittwoch ziehen die Studenten aus Manchester schon wieder aus ihrem Domizil aus. Sie werden aber wiederkommen, wenn sie die Entwürfe der Albert-Connection während des Design.Campus.Open, dem Tag offenen Tür am Campus Design Ende Mai, präsentieren.

Autor
Katja Diedler

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Veröffentlicht am:
02. 04. 2019
17:40 Uhr

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Katja Diedler

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02. 04. 2019
17:40 Uhr



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