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Coburg

Neustadt soll fair werden

Kaffee aus nachhaltigem Anbau und Blumen, die Umweltkriterien erfüllen: Die ÖDP will, dass sich die Große Kreisstadt um einen besonderen Titel bewirbt.



Neustadt - ÖDP-Stadtrat Thomas Büchner will Neustadt als Faitrade-Stadt sehen. Einen entsprechenden Antrag stellt er zur nächsten Stadtratssitzung.

Um den Titel zu erlangen, muss sich die Stadt an der internationalen Kampage "Fairtrade-Towns" beteiligen und verpflichten, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die fünf geforderten Kriterien erfüllt werden. Ziel der Kampagne ist es, dass sich verschiedene Akteure der Kommune gemeinsam für den fairen Handel einsetzen, heißt es in dem Antrag.

"Seit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland für ihr Engagement im Fairen Handel um den Titel Fairtrade-Town bewerben", weiß Thomas Büchner. Die Kampagne vernetze erfolgreich Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik und förderte den fairen Handel auf kommunaler Ebene.

"In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle, zunehmend auch bei der öffentlichen Beschaffung", schreibt der Stadtrat.

Die Fairtrade-Towns-Kampagne biete einen Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in einer Kommune. Angeknüpft an die Lokale Agenda 21 übernimmt eine Fairtrade-Town soziale Verantwortung und damit eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger. "Für die Stadt Neustadt bedeutet dies, sich als innovative, weltoffene Stadt zu etablieren und ein positives Image zu transportieren. Der verknüpfende Charakter der Kampagne öffnet meist ganz neue Kooperationsformen regional, national sowie international", so Büchner. Weltweit gebe es bereits mehr als 1 400 Fairtrade Towns in über 24 Ländern.

Um den Titel Fairtrade-Town zu bekommen, müssen folgende Kriterien erfüllt werden: Die Stadt muss beschließen, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Kaffee, sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird. Außerdem muss Neustadt die Entscheidung treffen, den Titel "Fairtrade Stadt" anzustreben. Ein zweites Kriterium sieht die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe vor, die auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt" die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

In den lokalen Einzelhandelsgeschäften (darunter auch Floristen), sowie in Cafés und Restaurants müssen Fairtrade-Produkte angeboten (jeweils mindestens zwei, die Anzahl der Geschäfte und gastronomischen Betriebe richtet sich nach der Einwohnerzahl). Und in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema "fairer Handel" durchgeführt.

Als fünftes Kriterium ist eine regelmäßige Berichterstattung der örtlichen Medien definiert, "die auf dem Weg zur ‚Fairtrade-Stadt’ berichten.

Weitere Informationen über die Kampagne gibt es im Internet unter www.fairtrade-towns.de

Die nächste Stadtratssitzung in Neustadt findet am Montag, 30. September ab 17 Uhr statt.

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Veröffentlicht am:
25. 09. 2019
15:32 Uhr

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25. 09. 2019
15:32 Uhr



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