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Coburg

Nicht nur das Rocky-Docky-Haus steht am Pranger

Die Gruber bringen bei der Bürgerversammlung mehrere Kritikpunkte vor. Der Rathauschef kann einige davon entkräften.



Grub/F. - Bürgermeister Jürgen Wittmann hat kürzlich Einwohnern von Grub am Forst Rede und Antwort gestanden. Bei der jüngsten Bürgerversammlung gab es zwar recht viele Meldungen, die Sachlichkeit blieb aber stets gewahrt. Den Reigen eröffnete Dieter Weiß, der das Anwesen in der Wassergasse 7 als "Rocky-Docky-Haus" und Schandfleck für die Gemeinde bezeichnete. Die Ratten würden tagsüber umherlaufen. "Wann tut sich da endlich was?", war seine Frage. Wittmann beschwichtigte. Er habe sich bereits mit dem Besitzer in Verbindung gesetzt. Es stehe ein Verkauf im Raum.

Sybille Stedler mahnte Aktivitäten der Gemeinde in Sachen Blühflächen an. Wittmann erwiderte, dass man mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises demnächst Flächen ermitteln werde. Zudem bemängelte Stedler, dass aufgrund der Beschilderung im Winter tagsüber keine Parkmöglichkeiten in der Waldstraße bestehen und zudem ein Geschwindigkeitsmessgerät angeschafft werden sollte. Darüber soll der Gemeinderat entscheiden, so Wittmann.

Heiko Sonntag möchte das Tempo-50-Schild in der Olympiastraße abgeschafft wissen und Wilfried Weibelzahl prangerte die unterschiedlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der einen Kilometer langen Straße nach Forsthub an. Er schlug eine einheitliche Beschränkung vor. In beiden Fällen will Wittmann die Polizei einschalten.

Die Gehsteige in Buscheller wären eine Stolperfalle, meinte Harald Präcklein und er bat bis zum vorgesehenen Vollausbau um Beseitigung der Löcher. Gleichzeitig fragte er nach der Wasserqualität der Brunnen. Antwort des Bürgermeisters: "Alle Brunnen, außer der Brunnen ,Buttenfrau’, haben keine Trinkwasserqualität, wir fassen jedoch eine Untersuchung ins Auge." Schließlich erregten die Gemüter wieder einmal die immer mehr zunehmenden Hinterlassenschaften von Hunden in freier Natur. Darauf Wittmann: "Ich könnte fuchsteufelswild werden." Ein Buchsbaumproblem in der Waldstraße, vorgetragen von Gudrun Grimmer, versprach der Bürgermeister zu lösen, ebenso sollen Verträge über die Pflege des Umfeldes der Teiche in Rohrbach auf Wunsch von Christian Scheler überprüft werden.

Eingangs hatte Wittmann informiert, dass der Ort derzeit 2391 Einwohner habe. 158 Zuzüge stünden 173 Wegzüge und 25 Geburten 21 Sterbefälle entgegen. Der Schuldenstand betrage demnach 1,64 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 579 Euro entspreche. 139 Kinder besuchten die Schule und 561Personen hätten den Seniorenbus genutzt. Wittmann sprach auch die derzeitige Baustelle Schule an, verwies auf den Grunderwerb für einen eventuellen Kindergartenneubau und auf die Anschaffungen eines Feuerwehrfahrzeuges für 490 000 Euro. Priorität genieße im Bereich Straßenbau der Ausbau der Ortsdurchfahrt Buscheller, die Rosengasse und die Ortsverbindungsstraße nach Zeickhorn.

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Lothar Weidner
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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
17:34 Uhr

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Lothar Weidner

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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
17:34 Uhr



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