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Coburg

Nur noch der Feinschliff fehlt

Mehr Licht in den Gängen, eine moderne Mediathek im Erdgeschoss, ein ausgebauter großer Sitzungssaal und einiges mehr: Die Rathaussanierung ist so gut wie abgeschlossen.



Das Neustadter Rathaus steht für die Architektur der 70er-Jahre. Dieser Stil sollte trotz Generalsanierung erhalten bleiben, weshalb die Fassade mit Ausnahme von neuen Fenstern und einem Anstrich nicht verändert wurde. Fotos: Mathes
Das Neustadter Rathaus steht für die Architektur der 70er-Jahre. Dieser Stil sollte trotz Generalsanierung erhalten bleiben, weshalb die Fassade mit Ausnahme von neuen Fenstern und einem Anstrich nicht verändert wurde. Fotos: Mathes   » zu den Bildern

Neustadt - "Unser Ziel ist es, im Januar nur noch Feinarbeiten zu machen", erklärte Bauleiter Thomas Eck den Mitgliedern des Neustadter Bausenats auf der Rathausbaustelle am Mittwoch. So könne die Verwaltung in den ersten Wochen des neuen Jahres mit dem Umzug ins generalsanierte Rathaus beginnen.

Im Zeitplan für die Wiedereröffnung des Rathauses ist nach Ecks Worten zudem ein "Puffer" von zwei Wochen vorgesehen. Bis spätestens Mitte Februar also sollen die Arbeiten beendet sein. Derzeit sind die unterschiedlichsten Gewerke mit dem Innenausbau des rund 50 Jahre alten Rathauses beschäftigt. Die Handwerker zu koordinieren, sei nicht immer einfach, so Eck. Allerdings könne er unter dem Strich nicht darüber klagen, dass es nicht vorangehe. Die Firmen leisteten sehr gute Arbeit. Daher ist der Bauleiter zuversichtlich, dass der Zeitplan bis zur Wiedereröffnung eingehalten werden kann.

Während die Fassade keine architektonischen Änderungen zeigt, schaffen die Handwerker derzeit im Inneren eine ganz neue Atmosphäre. Die Bausenatsmitglieder konnten feststellen, wie weiße Wandvertäfelungen und Verglasungen der Büros die vorher holzvertäfelten Korridore aufhellen. Dies, so der Bauleiter, schaffe nicht nur eine freundlichere Umgebung für alle, die im Rathaus arbeiten, sondern mache die Verwaltung auch übersichtlicher und zugänglicher für Besucher.

Im 1971 bezogenen Rathaus befindet sich seit jeher im Erdgeschoss die Stadtbücherei. Sie wird mit der Sanierung zu einer modernen Mediathek. "Wir hoffen, auch mit der Mediathek die Attraktivität des Marktplatzes zu steigern", so die für Bauvorhaben zuständige Bürgermeisterin Elke Protzmann. Für die energetische Sanierung erhält die Stadt Fördermittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm. Die Entwicklung der Stadtbücherei zur Mediathek wird über das Städtebauförderungsprogramm finanziell unterstützt.

Besonderes Augenmerk liege auf dem großen Ratssaal, so Eck. Dessen Holzvertäfelung, teilweise mit skulpturalen Kunstwerken versehen, soll nach Ausbau und Überarbeitung wieder an den Wänden des dann wärmegedämmten Raums angebracht werden. Der Ratssaal soll darüber hinaus moderne Umluftkühlgeräte erhalten. Bautechnisch sei der große Sitzungssaal eine Herausforderung.

Die Beleuchtung soll individuell in den Büros und Gängen einstellbar sein. Für die Durchgangsbereiche und die Grundbeleuchtung der Büroräume wird zusätzlich eine Leuchte in die Heiz- und Kühldecke integriert. Derzeit werde ein Musterbereich für die Leuchtelemente eingerichtet, sodass eine gezielte Auswahl getroffen werden könne, erläuterte der Bauleiter. Die steuerbare Beleuchtung der Mediathek dient auch der Illumination des Rathauses außerhalb der Öffnungszeiten.

Der Lichthof wird zusätzlich mit einem Lichtband ausgeleuchtet, um ihn von den anderen Bereichen abzuheben. Der große Innenhof erhält zudem eine Dachkonstruktion. Diese besteht aus einem massiven Stahlgitterrost mit aufgesetzter Glaskonstruktion. Unter dem neuen Glasdach wird der Multifunktionsbereich der Mediathek angesiedelt. Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten von rund zwölf Millionen Euro. Bislang sind Fördermittel in Höhe von etwa sechs Millionen Euro bewilligt.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:26 Uhr

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Mathias Mathes

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:26 Uhr



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