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Coburg

Ordnungsamt greift durch

Die Falschparker, die kurz vor Weihnachten in der Judengasse die Feuerwehr behinderten, haben noch nachträglich Verwarnungen erhalten. Außerdem sind Polizei und Ordnungsamt seitdem verstärkt vor Ort.



Mittwochmittag in der Coburger Judengasse: Der Verkehrsüberwachung der Stadt gehen mehrere Falschparker ins Netz. Weil hier im Dezember die Coburger Feuerwehr bei einer Fahrt nicht durch kam, wird jetzt verstärkt kontrolliert - jedoch nicht nur hier.	Foto: Frank Wunderatsch
Mittwochmittag in der Coburger Judengasse: Der Verkehrsüberwachung der Stadt gehen mehrere Falschparker ins Netz. Weil hier im Dezember die Coburger Feuerwehr bei einer Fahrt nicht durch kam, wird jetzt verstärkt kontrolliert - jedoch nicht nur hier. Foto: Frank Wunderatsch  

Es war der Sonntag eine Woche vor Heiligabend, als die Coburger Feuerwehr in der Judengasse eine Kontrollfahrt absolvierte und Alarm schlug. Ihr langes Fahrzeug mit Drehleiter konnte den Bereich rund um die dortige Klößerei nicht passieren, weil Falschparker die Straße blockierten. Mindestens sechs Minuten soll es gedauert haben, bis ein besonders ungünstig geparkter Wagen den Bereich verließ und die Feuerwehr weiterfahren konnte. "Zeit, die im Notfall wichtige Minuten bei der Rettung gekostet hätte", sagte Sebastian Sorge, der Pressesprecher der Coburger Wehr damals.

Die Fotos und Aufzeichnungen, die die Feuerwehr an diesem 17. Dezember vor Ort gemacht hat, wurden nicht nur auf der Facebook-Seite der Wehr veröffentlicht, sondern auch dem Coburger Ordnungsamt zugestellt. Und dort hat man nicht lange gefackelt. "Weil sich anhand von Fotos und Zeugenaussagen die Falschparker ermitteln ließen, haben wir nachträglich Verwarnungen ausgestellt", erklärt Kai Holland, der Leiter des Coburger Ordnungsamtes, auf NP -Anfrage. Mehr als zehn Mal sei das der Fall gewesen. Gleichzeitig hat die kommunale Verkehrsüberwachung die Kontrollen in diesem Bereich ausgeweitet - allerdings nicht nur in der Judengasse. "In der Heiligkreuzstraße haben wir eine ähnliche Situation. Auch dort werden Sonntagmittag und am Mittwoch regelmäßig der Gehweg und die Straße zugeparkt", weiß Kai Holland. Am Mittwoch dieser Woche hätte die Verkehrsüberwachung daher sechs Verwarnungen in der Judengasse, "aber auch eben so viele in der Heiligkreuzstraße ausgestellt", weiß der Amtsleiter. Dabei seien die Falschparker noch einmal auf die legalen Parkmöglichkeiten in der Umgebung hingewiesen worden. Auch in Zukunft will man von Seiten des Ordnungsamtes Judengasse und Heiligkreuzstraße besonders im Auge behalten - zumindest innerhalb der Woche.

Denn immer am Sonntag ist es hingegen die Polizei, die für Ordnung in diesem Bereich sorgen muss. "Und das tun wir auch", betont Stefan Probst, Sprecher der PI Coburg. So seien die Beamten am vergangenen Sonntag pünktlich zur Mittagszeit in der Judengasse gewesen. "Unsere Mitarbeiter stellten vier Verwarnungen wegen Parkens im absoluten Halteverbot aus und trafen dabei mitunter auf sehr uneinsichtige Fahrzeugführer", zitiert Probst aus den Einsatzberichten. Auch die Polizei will deshalb an ihrem Vorgehen festhalten und "verstärkte Kontrollen in der Judengasse durchführen".

In einem sind sich Ordnungsamt und Polizei übrigens von Anfang an einig: "Das Aufstellen von weiteren Verbotsschildern wird dort nichts bringen", ist sich Probst sicher. Das Ausweisen einer Feuerwehrzufahrt würde höchstens das Verwarnungsgeld erhöhen, mit dem ein Falschparker in diesem Bereich belegt wird.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
12. 01. 2018
21:06 Uhr

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Steffi Wolf

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12. 01. 2018
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