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Coburg

Pakethalle speckt deutlich ab

Weil die Sanierungskosten drohen, durch die Decke zu schießen, zieht das Hochbauamt die Notbremse. Stattdessen gibt es grünes Licht für eine Halle, die ihren Charakter behält.



Wegen Corona ist die Pakethalle am Güterbahnhof noch bis Jahresende für Veranstaltungen gesperrt. Wenn sie danach saniert wird, dann weniger aufwendig als bisher geplant. Gleichzeitig bleibt so aber der Charme des Gebäudes erhalten.	Foto: Frank Wunderatsch
Wegen Corona ist die Pakethalle am Güterbahnhof noch bis Jahresende für Veranstaltungen gesperrt. Wenn sie danach saniert wird, dann weniger aufwendig als bisher geplant. Gleichzeitig bleibt so aber der Charme des Gebäudes erhalten. Foto: Frank Wunderatsch  

Coburg - Vier Millionen Euro waren für die Sanierung der Pakethalle am ehemaligen Güterbahnhof veranschlagt, um aus der Anlage eine neue Veranstaltungslocation für Coburg zu machen. Bei der Fortschreibung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung wurde jedoch deutlich, "dass wir das Budget bei weitem nicht einhalten können", so Peter Cosack, Leiter des Hochbauamtes.

Bereits in nichtöffentlicher Sitzung im Juli präsentierte er dem Senat für Bau- und Verkehrplanung daher neue Zahlen (die Neue Presse berichtete ). Diese sahen eine Kostensteigerung von 1,5 Millionen Euro, auf dann 5,5 Millionen Euro vor. Grund genug für das Hochbauamt die Notbremse zu ziehen und in Absprache mit der Wirtschaftsförderung (Wifög), die als Betreiber der Halle auftritt, nach Alternativen zu suchen. In der Sitzung des Senats für Bau- und Verkehrswesen am gestrigen Mittwoch präsentierte Peter Cosack zwei Varianten, wie alles kostengünstiger vonstatten gehen kann.

Die Budgetvariante, wie sie genannt wir, kommt auf 4,2 Millionen Euro und sieht im Keller Lagerflächen sowie einen Aufzug ins Erdgeschoss vor. Dort befinden sich Büroflächen sowie ein Sanitärbereich, der notwendig ist, damit das Gebäude überhaupt eine Genehmigung nach der Versammlungsstättenverordnung erhält. Nur so wird es möglich sein, Veranstaltungen mit bis zu 600 Menschen ausrichten zu können. Die Halle selbst würde neben Heizung und Elektroinstallationen eine Belüftungstechnik bekommen und wäre damit ganzjährig nutzbar.

Die deutlich günstigere Alternative, Variante light mit Kosten von 2,95 Millionen Euro, verzichtet auf den Aufzug im Keller und auch auf die moderne Belüftung. "Die mechanische Anlage ersetzen wir durch eine frei Lüftung", erklärte Peter Cosack. Zugluft käme über die Tore, die Abluft erfolge über die Oberlichter. "Das ist eine einfach Anlage; bedeutet aber auch, dass es nur eine saisonale Nutzung der Halle geben wird, so lange die Witterung es zulässt."

Mit der Regierung von Oberfranken seien beide Varianten abgestimmt, informierte Cosack. Und für beide werde es auch eine Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro geben. Außerdem erläuterte er, dass, sollte sich der Senat für die günstigere Variante entscheiden und damit auf die Lüftung verzichten, eine Nachrüstung zu einem späteren Zeitpunkt problemlos möglich wäre.

"Die CSU folgt der Light-Variante", erklärte Birgit Weber. "Die Halle muss es wert sein, zu investieren. Die Frage ist nur, wie viel", ergänzte Petra Schneider (SPD). Auch sie konnte mit der Light-Variante gut leben. "Vor allem weil eine technische Nachrüstung möglich ist." Peter Kammerscheid (Pro Coburg) regte an, darüber nachzudenken, die Sanitäranlage im Keller unterzubringen. Peter Cosack versprach, das aufzunehmen.

Stephan Horn, Leiter der Wifög, erläuterte dem Gremium abschließend, dass sich Light-Version und Ganzjahresbetrieb der Halle zwar ausschließen, "aber für bestimmte Veranstaltungen lässt sich auch künftig die Halle noch aufheizen so wie wir das bisher gemacht haben."

Der Senat stimmte daraufhin einstimmig für die günstigere Variante.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
16. 09. 2020
17:10 Uhr

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
16. 09. 2020
17:10 Uhr



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