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Coburg

Positive Signale für neuen Solarpark

Ein Investor will Photovoltaikanlagen nahe des Freizeit- und Wintersportgebietes errichten. Untersiemau zeigt sich gesprächsbereit.



Lautertal - Der Gemeinderat Lautertal steht einem neuen Solarpark offen gegenüber. Das wurde in der jüngsten Sitzung deutlich, bei der Heinz Werner Kohles von der Südwerk Energie Projektgesellschaft aus Burgkunstadt vorsprach. Die Gesellschaft will im Bereich Neukirchen/Tremersdorf Photovoltaikanlagen auf rund 47 Hektar bauen. Es bestehe für Industrie und Gewerbe ein hoher Bedarf an kostengünstigem Strom, der vor Ort produziert und auch verbraucht werde. "Dabei hat gerade die Photovoltaik eine große Zukunft", versicherte Kohles und sprach über weitere Vorteile wie emissionsfreiem Betrieb ohne bewegte Teile, die Schaffung von Standortvorteilen durch regionale preisgünstige Energieversorgung und die Deckung des steigenden Bedarfs für Elektromobilität.

Er verwies auch auf die Nachhaltigkeit, wobei Grünland und Ackerflächen beim Solarpark für rund 20 Jahre stillgelegt und ökologisch aufgewertet würden. Die Konstruktion gewährleiste außerdem einen kompletten Rückbau am Ende der Nutzung.

Wichtig sei dem Unternehmen bei solchen Projekten die Akzeptanz unter der Bevölkerung. Das betreffe unter anderem den Ausschluss von Blendungen, komplette Eingrünungen durch Hecken, Nichteinsehbarkeit der Anlage durch umgebenden Wald und vieles mehr.

Das Investitionsvolumen umfasse etwa 28 Millionen Euro. Man produziere mit einer derartigen Anlage Strom, mit dem man 13 100 Einwohner pro Jahr versorgen könnte. Verhandlungen mit Grundstückseigentümern liefen und die Vertragsgestaltung erfolge mit Unterstützung des Bayerischen Bauernverbandes.

Die Dimension von 47 Hektar bezeichnete Bürgermeister Karl Kolb als beachtlich angesichts des dort in der Nähe befindlichen Freizeit- und Wintersportgebietes. "Wir müssen sicher auch mal einen Spagat machen, wenn regenerative Ressourcen genutzt werden können, ohne dass Vögel gehäckselt werden. Auch aus Jagd- und Naturschutzgründen sehe ich darin die akzeptabelste Lösung", betonte Gemeinderat Norbert Seitz. Durch die Abstandsflächen zwischen Anlagen und Hecken ergäben sich zudem beste Bedingungen für die Schaffung von Loipen.

Mehrheitlich abgelehnt wurde ein Antrag der CSU-Fraktion für den Start einer Klima- und Zukunftsoffensive mit der Schaffung einer Plattform für die Bürger zur Einreichung von Vorschlägen, zum Beispiel auf der Homepage der Gemeinde, und die Erstellung eines Mittel- und langfristigen Klima-Masterplanes.

Der Inhalt des Antrages wurde von Udo Bühling zuvor nochmals begründet. Bedenken äußerste zunächst Bürgermeister Karl Kolb: "Wir haben einen Arbeitskreis umwelt- und klimafreundliches Lautertal ins Leben gerufen, der sich erstmals getroffen hat. Der Gemeinderat war sich einig, dass zu diesen Themen gebündelt und somit effektiv gearbeitet werden soll." Er warnte davor, sich nun durch die Schaffung mehrerer Ebenen zu verzetteln. Es sei wichtig, die Bürger mitzunehmen, sagte 3. Bürgermeister Hans Rauscher. Der Arbeitskreis sei gut gestartet und es sei sicher nicht sinnvoll noch ein weiteres Forum zu bilden. Von vornherein hatte man sich darauf verständigt, dass sich jeder Einwohner mit seinen Vorschlägen einbringen könne. Dies unterstützte auch Gemeinderätin Renate Kotschenreuther, zudem seien die Sitzungen des Arbeitskreises auch öffentlich.

2. Bürgermeister Martin Rebhan äußerte: "Ich verstehe nicht, was dieser Antrag der CSU-Fraktion soll. Es war doch von Anfang an klar, dass alle Bürger die Möglichkeit haben, sich über verschiedenste Ebenen aktiv zu beteiligen und Anregungen einzubringen.

Kritisch äußerte sich Norbert Seitz nochmals über den schlechten Handyempfang in Lautertal und forderte die Verwaltung auf, bei der Telekom Druck zu machen. Ortssprecher Udo Oppel bat um Installation der Geschwindigkeitsmesstafel in Rottenbach und erinnerte an die notwendige Anbringung einer Straßen-Leitplanke zur Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht im "Bibergebiet" zwischen Neukirchen und Rottenbach.

Autor

Andreas Herzog
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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
15:52 Uhr

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Andreas Herzog

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
15:52 Uhr



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