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Preisgekrönt, provokant und äußerst umstritten

Seine Werke sorgen mitunter für eine Welle der Empörung: Dr. Godehard Schramm las nun in der kultur.werk.stadt Texte über die deutsch-deutsche Geschichte.



Dr. Godehard Schramm zeigte in seinen Werken Gemeinsames und Gegensätzliches auf. Foto: Tischer
Dr. Godehard Schramm zeigte in seinen Werken Gemeinsames und Gegensätzliches auf. Foto: Tischer  

Neustadt - Im Vorfeld zum "Tag der Franken 2019" hat der Schriftsteller Dr. Godehard Schramm in der kultur.werk.stadt aus seinen deutsch-deutschen Texten gelesen. Gemeinsames und Gegensätzliches aus vielen Jahren kam dabei zur Sprache, etwa der Kuhhandel mit der Roten Armee oder die Fluchthelfer im Dassoweer See.

Trotz seiner zahllosen Preise, mit denen er bis dato ausgezeichnet wurde, gilt Schramm als umstrittener Autor. In seinem Werk "WeitLandWeit - GroßstadtlosGroß", einem Porträt seines Heimatlandkreises Neustadt/Aisch aus dem Jahre 2016, bezeichnet er die Migration unter anderem als "Invasion" und die Menschen als "Asyl-Erpresser". Bürgerbewegungen für Menschenwürde in Mittelfranken sprachen daraufhin von einer "skandalösen Entgleisungen" des Schriftstellers, die an "Volksverhetzung" grenze. Schramm berief sich in einer Reaktion auf die Kritik auf die Meinungsfreiheit und stellte fest, dass er die Worte und Formulierungen "mit Bedacht gewählt" habe.

2017 schrieb Dr. Godehard Schramm die "Ortsporträts für Bundtland" und "Bildschön - 20 Jahre Oberfränkische Malertage".

1943 in Konstanz am Bodensee geboren, kam Schramm 1948 ins südliche Mittelfranken. Sein Großvater Johann Schramm, geboren 1869 in Neuenplos, besaß einen dortigen "Heimatschein". Sein Enkel erhielt dann 2001 als "Heimatschein für Oberfranken" den Kulturpreis der Oberfrankenstiftung 2001 in Kronach.

Während seines Studiums in Moskau wurde er 1989 von Bundeskanzler Helmut Kohl zum Staatsbesuch nach Polen eingeladen. Die deutsch-deutschen Reibungen und wechselseitigen Anregungen beschäftigten ihn nachhaltig. Er war mit dem Schriftsteller Hanns Cibulka (Gotha) und dem Übersetzer Fritz Mierau (Ost-Berlin) befreundet. 1974 war er als offizieller Gast in der DDR, wo 1988 eines seiner Bücher auf der "Liste der verbotenen Dinge" stand. In seinen Büchern baut Schramm Brücken zwischen slawischer und romanischer Welt. "Main Franken" und "Staudamm für Weihnachten" gehören zu seinen jüngsten Veröffentlichungen.

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
15:48 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
15:48 Uhr



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