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Coburg

Prinz Charles will nach Coburg kommen

Prinz Charles hat eine Einladung angenommen, Coburg zu besuchen. Das bestätigte Michael Selzer von der Stadt Coburg der Neuen Presse.



Coburgs 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber im Gespräch mit dem britischen Thronfolger, Prinz Charles, den sie in die Vestestadt einlud; in der Mitte Michael Selzer, Koordinator des Jubiläums „200. Geburtstag von Prinz Albert und Königin Victoria“   Foto: Stadt Coburg » zu den Bildern

Coburg/Berlin - "I will really try to come" - "Ich werde wirklich versuchen, zu kommen!" Das sagte der britische Thronfolger Prinz Charles (70), nachdem ihn Coburgs 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber am Dienstag bei einem Empfang in Berlin in die Heimatstadt seines Ur-Ur-Ur-Großvaters Prinz Albert eingeladen hatte. Dessen Geburtstag jährt sich 2019 zum 200. Mal. Dieses Jubiläum wird in Coburg und Großbritannien mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Auch Königin Victoria, seine Ehefrau, wurde vor 200 Jahren geboren.

Das Haus Coburg und die Briten

Prinz Albert aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha wurde 1839 mit seiner Cousine, Queen Victoria verbandelt. Das geschah auf Vermittlung des belgischen Königs Leopold - ebenfalls ein "Coburger". Die Mutter der Königin war Marie Louise Victoire von Sachsen-Coburg Saalfeld. Prinz Charles ist der Ur-Ur-Urenkel von Albert und Victoria, die 1840 geheiratet haben.

 

Der Coburger Prinz wurde zum ersten großen Star der britischen Monarchie und genießt bis heute hohes Ansehen bei den Briten. Von seinem Ruhm zeugen die nach ihm benannte Royal Albert Hall und ein Denkmal im Hyde Park in London. Prinz Albert organisierte die erste Weltausstellung 1851 in London und reformierte Verwaltung und Architektur im Königreich. Er starb 1861 im Alter von 42 Jahren.

 

Charles sei "sehr aufgeschlossen, freundlich und interessiert an den Jubiläumsfeierlichkeiten gewesen, die in Coburg geplant sind", schilderte Birgit Weber am Mittwoch ihre Eindrücke vom Treffen mit dem Thronfolger. Er habe auch bestens Bescheid gewusst über das Konzert des Sinfonischen Orchesters des Landestheaters Coburg mit der Royal Choral Society in London, "das er sogar in seiner Rede erwähnte". Nachdem sie so viel Aufgeschlossenheit gespürt habe, sei sie einer spontanen Eingabe gefolgt, Prinz Charles nach Coburg einzuladen. Er kennt die Stadt von einem Besuch im Jahr 1987.

 

Die Beziehung des britischen Königshauses mit dem Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha galt lange als schwer belastet. Mit der Heirat von Albert und Victoria 1840 trug die königliche Familie den Namen Sachsen-Coburg und Gotha. König Georg V. wandelte diesen Namen im Ersten Weltkrieg - 1917 - in "Windsor" um, benannt nach dem Familiensitz Windsor Castle, das westlich von London liegt. Mit der radikalen Trennung von seinen deutschen Wurzeln und der eindeutigen Positionierung gegen das kriegsführende Deutsche Reich gewann der König die Gunst der Briten.

Es ist das Verdienst von Prinz Andreas, heute Chef des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, dass sich das Verhältnis der britischen Königsfamilie zu ihren Verwandten in Coburg entspannt hat. In einem Gespräch mit unserer Zeitung vor gut einem Jahr sagte Prinz Andreas, "so schlecht, wie es immer dargestellt wird, ist die Verbindung nicht. Prinzessin Margret, die Schwester von Queen Elizabeth, hat uns in Coburg besucht. Die Prinzen Charles und Andrew waren hier." Der Thronfolger habe Prinz Andreas zudem im Buckingham Palast empfangen. Die "Eiszeit" zwischen den Häusern Coburg und Windsor sei vorbei, "unser Kontakt zur englischen Familie ist normal. Natürlich würde ich mich freuen, wenn Prinz Charles und die Herzogin von Cornwall, Camilla, Coburg besuchen würden."

Wann Prinz Charles nach Coburg kommt, steht noch nicht fest. Michael Selzer, der die Veranstaltungen zum Albert-und Victoria-Jahr koordiniert, sagte am Mittwoch, dafür bedürfe es umfangreicher Vorbereitungen. Deshalb könne vorerst kein Termin genannt werden.

Die Coburger Delegation traf den britischen Thronfolger am Dienstag bei den Feierlichkeiten zu Ehren des Geburtstags von Queen Elizabeth II. Dazu hatte der britische Botschafter Sebastian Wood in den Garten der Residenz seines Landes in Berlin eingeladen.

In seiner Ansprache betonte Prinz Charles die "zahlreichen Verbindungen und Beziehungen zu Deutschland, wie auch zu vielen anderen Teilen Europas, die Generationen zurückreichen". Die Verbundenheit von Großbritannien und Deutschland sei auch ein Verdienst seines
Ur-Ur-Ur-Großvaters Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Charles bezeichnete den Prinzgemahl Queen Victorias als "bemerkenswerten Mann", der "großen Einfluss" auf die Künste, die Wissenschaft, den Handel und die Wirtschaft in Großbritannien gehabt habe.

"Meine Familie verdankt Prinz Albert nicht nur verwandtschaftliche Beziehungen zum heutigen Deutschland, die wir immer noch wertschätzen, sondern auch eine Affinität zur deutschen Kultur und Tradition sowie den Wunsch, diese Gemeinsamkeiten über nationale Grenzen hinweg zu bewahren." Und: "Mit einem Lächeln erwähnte Charles auch Alberts Verdienst, die Tradition, zu Weihnachten einen geschmückten Baum aufzustellen, mit nach England gebracht zu haben", berichtete Coburgs 2. Bürgermeisterin Birgit Weber.

Hoch erfreut habe sich Prinz Charles über die Geburt seines vierten Enkelkindes gezeigt. Jetzt hofft man in der Vestestadt, dass der Sohn von Herzogin Meghan und Prinz Harry nach Prinz Albert benannt wird "und damit die Verbundenheit des britischen Königshauses mit der Coburger Vergangenheit zusätzlich bestärkt", so Weber.

Prinz Charles und seine Frau Camilla absolvieren derzeit einen viertägigen Besuch in Deutschland. Heute werden sie von Ministerpräsident Markus Söder in München erwartet.

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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
12:57 Uhr

Aktualisiert am:
08. 05. 2019
19:23 Uhr

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08. 05. 2019
12:57 Uhr

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08. 05. 2019
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