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Coburg

Raser bringen die Großheirather auf 180

Der Straßenverkehr ist Hauptthema einer Bürgerversammlung. Neben Gasfüßen werden Lkw-Fahrer kritisiert.



Schnell unterwegs: Bei der Bürgerversammlung in Großheirath wurde Kritik an Autofahrern geübt, die in der Gemeinde rasen.	Symbolfoto: Ints/Adobe Stock
Schnell unterwegs: Bei der Bürgerversammlung in Großheirath wurde Kritik an Autofahrern geübt, die in der Gemeinde rasen. Symbolfoto: Ints/Adobe Stock  

Großheirath – Der Saal im Gasthaus Fischer war voll besetzt, die Wortmeldungen zahlreich. Es war Bürgerversammlung. Wie immer bei Bürgerversammlungen zogen die Beschwerden über mangelndes Verkehrsverhalten sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.

Los legte Altbürgermeister Gerold Hümmer, der aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, insbesondere verursacht durch Lastwagen, die Ortsdurchfahrt zur Kreisstraße aufgestuft haben möchte – und zwar vom Ortseingang von Zilgendorf kommend bis zur Einmündung auf die B 4. Bürgermeister Udo Siegel mahnte zur Geduld, da die Banzer- und die Itzstraße nur saniert an den Kreis übergeben werden könnten. Und das dürfte erst nach einer Dorfsanierung der Fall sein. Zudem muss der Kreis zustimmen.

Stefan Kühne aus Rossach ist sauer auf die Verkehrsteilnehmer, die derzeit trotz Fahrverbots aufgrund der Dorferneuerung durch die Coburger Straße rauschten. „Derzeit wird durchgeknallt“, meinte er und forderte eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h, insbesondere auch der Gefährdung der Kinder wegen. Udo Strecker verwies auf das Parkverhalten in der Brunnleite, das zu Behinderungen für den Durchgangsverkehr führt. Ebenso sei es in der Schulstraße, wobei der Schulbus dort manchmal auf den Gehsteig ausweichen muss.

Carolin Schmutzler-Schmidt, eine Neubürgerin, forderte die Biotonne. Dem entgegnete der Bürgermeister, dass die Gemeinde nicht dafür zuständig ist, sondern der Landkreis. Dort sei man sich allerdings über die Einführung der Biotonne nicht schlüssig. Gerhard Göckel attestierte dem Gemeindeblatt ein „erbärmliches Erscheinungsbild“ und er forderte ein Zusammengehen mit dem Untersiemauer Amtsblatt. Gerold Hümmer warnte davor, und zwar mit dem Hinweis, dass eine bisherige Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden nicht immer von Vorteil war. Krippenplätze fehlen, war die Ansicht zweier Rednerinnen. Siegel wies auf die Möglichkeit von Tagesmüttern hin und sagte, dass eine dritte Krippengruppe mit zwölf Plätzen in der bestehenden Kindertageseinrichtung, die derzeit zur Renovierung ansteht, vom Gemeinderat beschlossen wurde. Der Bau wird so schnell als möglich umgesetzt, wobei die Ausschreibung noch in diesem Jahr erfolgen könnte.

Eingangs der Bürgerversammlung gab der Bürgermeister einen umfangreichen Bericht über das Gemeindegeschehen ab, insbesondere über Baumaßnahmen. Er nannte dabei unter anderem die Dorferneuerung Rossach, die 1,8 Millionen Euro verschlingt. Für die Zukunft sind geplant die Sanierung der Straße Buchenrod-Neuses, die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges, das Regenrückhaltebecken in Watzendorf, ein wasserrechtliches Verfahren zum Tiefbrunnen Erlenholz und die Fortführung des Ausbaues Hannebach-Schulstraße für 490.000 Euro. Zurzeit kann die Gemeinde 2652 Einwohner aufweisen.

„Soll Großheirath der nächste Ort für eine Dorferneuerung sein?“. Diese Frage stellte der Bürgermeister in den Raum und beantwortete sie gleich mit „Ja“. Bei dem umfangreichen Verfahren sind Beteiligungen der Bürger gefragt. Nur: Es meldete sich aus der Versammlung gerade einmal einer, der daran mitwirken möchte. www

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Lothar Weidner
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Veröffentlicht am:
18. 10. 2018
16:48 Uhr

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Lothar Weidner

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18. 10. 2018
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