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Coburg

Raum Coburg soll fahrradfreundlicher werden

Die Anforderungen an den öffentlichen Personennahverkehr haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Der ÖPNV-Beirat reagiert nun darauf.



Coburg - In die Jahre gekommen ist die Vereinbarung zwischen der Stadt Coburg und dem Landkreis Coburg die die Basis für die "Arbeitsgemeinschaft über die ÖPNV-Zusammenarbeit im Nahverkehrsraum Coburg" (ARGE ÖPNV) darstellt. Grund genug für den ÖPNV-Beirat, der sich aus Vertretern des Coburger Stadtrates und des Coburger Kreistages zusammensetzt, die 21 Jahre alte Vereinbarung zu aktualisieren und den heutigen Gegebenheiten anzupassen.

Die ÖPNV-Beauftragte Marita Nehring brachte in Erinnerung, dass es die Kernaufgabe der Arbeitsgemeinschaft sei, die Verbesserung der Verhältnisse des öffentlichen Personennahverkehrs durch unterschiedliche Maßnahmen zu erreichen. Nehring verdeutlichte dem Gremium, dass sich im Verlauf der Jahre vor allem durch europäische Vorschriften die Grundlagen für den ÖPNV erheblich geändert hätten. Des Weiteren hätten die Themen Barrierefreiheit und Schienenpersonenfernverkehr deutlich an Gewicht zugenommen. Der Bereich Radverkehr und Fußgängerverkehr wurde nach Darlegung von Marita Nehring zwar in die Aufgabenstellung mit aufgenommen, aber eine öffentliche-rechtliche Vereinbarung sei nicht geschlossen worden.

Nach ihrer Ansicht ist zur Stärkung dieser beiden Materien eine Erhöhung der personellen Kapazitäten sinnvoll, damit ein gezielter Ausbau des Radverkehrs in der Region erfolgen könne. Den Beirat informierte sie, dass eine solche Stelle über das "Leader" für drei Jahre förderfähig ist. Der auf drei Jahre befristete Fördersatz betrage demnach 60 Prozent der förderfähigen Kosten.

Auch machte sie deutlich, dass das Thema Elektromobilität verstärkt im ÖPNV ankommen werde. Kreisrat Axel Dorscht (SPD) sprach sich dafür aus, den Bereich autonomes Fahren in den Aufgabenbereich aufzunehmen. Nach Meinung von Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) sollte sich die Arbeitsgemeinschaft nicht nur auf Elektromobilität konzentrieren, sondern auch die Antriebsart Wasserstoff berücksichtigen. Beide Vorschläge wurden in den einstimmig gefassten Empfehlungsbeschluss aufgenommen.

Der ÖPNV Beirat war sich einig, dass sich die "ARGE ÖPNV" zu einer "Arbeitsgemeinschaft über die Zusammenarbeit im Bereich der Mobilität" weiterentwickeln soll. Dabei werden die bestehenden Aufgaben, die sich aus dem ÖPNV ergeben an die Entwicklungen angepasst. Die Vereinbarung wird um Aufgaben ergänzt, die sich aus dem Fernverkehrshalt in der Stadt Coburg sowie den Mobilitätsthemen ergeben, die nicht mit individueller Automobilität zu tun haben. Weiter empfiehlt der ÖPNV-Beirat den beschließenden Gremien von Stadt und Landkreis Coburg, eine gemeinsamen Projektmanagementstelle zu schaffen, mit dem Ziel einer langfristigen Stärkung des Radverkehrs.

Autor

Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
17:20 Uhr

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Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
17:20 Uhr



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