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Coburg

Rotes Kreuz Coburg im Einsatz für kranke Kinder

Das BRK beteiligt sich an einer bundesweiten Hilfsaktion. Maximilian Scholz und Michael Stelzner sind dabei.



Maximilian Scholz ( links) und Michael Stelzner (rechts) fuhren kranke Kinder vom Flughafen Düsseldorf in Kliniken in Sachsen und Thüringen. Philipp Köster (2. von links) von der Bereitschaft Coburg und Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand ( 3. von links) verabschiedeten das Team zu ihrem Hilfseinsatz.	Foto: BRK
Maximilian Scholz ( links) und Michael Stelzner (rechts) fuhren kranke Kinder vom Flughafen Düsseldorf in Kliniken in Sachsen und Thüringen. Philipp Köster (2. von links) von der Bereitschaft Coburg und Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand ( 3. von links) verabschiedeten das Team zu ihrem Hilfseinsatz. Foto: BRK  

Coburg/Düsseldorf - Erschöpft, aber mit dem guten Gefühl, geholfen zu haben, sind am Freitagabend nach 24 Stunden und 1300 Kilometern Fahrt Rettungssanitäter Maximilian Scholz aus Rödental und Sanitäter Michael Stelzner aus Untersiemau nach Coburg zurückgekehrt. Die beiden Rotkreuzler hatten sich an einem Einsatz für die Hilfsorganisation "Friedensdorf international" beteiligt. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, kranke und verletzte Kinder aus dem Ausland nach Deutschland zu holen und hier medizinisch behandeln zu lassen.

Deutsches und Bayerisches Rotes Kreuz unterstützen diese Aktion mit ehrenamtlichen Personal und Fahrzeugen. Dieses Mal wurden 57 kranke Kinder im Alter von ein bis 13 Jahren von der Hilfsorganisation "Friedensdorf" mit Unterstützung der "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks und des Düsseldorfer Flughafens aus Angola nach Deutschland geholt.

Ein großer Teil der Kinder leidet an lebensbedrohlichen Knochenentzündungen, die in ihrem Heimatland nicht ausreichend behandelt werden können. Außerdem fehlen den Familien dort die finanziellen Mittel für eine Behandlung. Viele Lebensmittel sind unerschwingliche für viele Bürger, berichteten die "Friedensdorf"-Mitarbeiter den beiden Sanitätern aus dem Coburger Land. 25 Kinder wurden vom Roten Kreuz vom Flughafen in Kliniken und in das "Friedensdorf" bei Oberhausen gefahren. Hier werden sie kostenfrei behandelt. Für die Hilfsorganisation "Friedensdorf" war es bereits die 65. Hilfsaktion.

Bereits am Donnerstagabend begann der Einsatz für die beiden Coburger Helfer. Sie wurden von Bereitschaftsleiter Phillip Köster auf den Rettungswagen eingewiesen, den die BRK-Bereitschaft Coburg kostenfrei zu Verfügung stellte. Nachdem das Fahrzeug gecheckt war, wünschte Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand dem Team eine gute Fahrt, bevor es in Richtung Düsseldorf ging. Am frühen Morgen trafen sich die Coburger an einer Raststätte mit anderen Einheiten aus Bayern, darunter aus Hof und Kehlheim. Anschließend ging es zum Flughafen.

Kurz nach 7 Uhr war es dann so weit. Rund 20 Fahrzeuge vom Deutschen und Bayerischen Roten Kreuz fuhren, begleitet von Sicherheitspersonal des Flughafens, auf das Rollfeld und warteten auf das Flugzeug, das nach rund neun Stunden Flugzeit aus dem fast 7000 Kilometer entfernten Angola in Afrika landete. Nachdem die Gangways an die Maschine gefahren waren, trugen die Rotkreuzhelfer die Kinder, die in Decken eingehüllt waren, die Gangway hinunter und übergaben sie den Besatzungen der einzelnen Fahrzeuge. Neben den psychischen Belastungen mussten die Kinder auch einen großen Temperatursturz verkraften, denn in Angola herrschen zurzeit über 30 Grad Celsius. Einige Kinder konnten aufgrund ihrer Erkrankungen nicht laufen und mussten liegend transportiert werden. "Die Blicke werden wird nicht vergessen", so Maximilian Scholz. Die beiden Coburger Sanitäter fuhren ein sechs Jahre altes Mädchen in eine Klinik in der Nähe von Leipzig und einen 13-jährigen Jungen in ein Krankenhaus in Nordthüringen. Michael Stelzner schenkte der Sechsjährigen einen "Tröster-Teddy", der sich dank Spenden auf jedem Rettungswagen in Coburg befindet (die NP berichtete). Die kleine Angolanerin ließ den Teddy währen der ganzen Fahrt nicht los. Für den Jugendlichen hatte Maximilian Scholz Schokolade dabei. Nach 24 Stunden erreichten er und Michael Stelzner wieder Coburg. Nach seinen Eindrücken befragt sagte Maximilian Scholz, "ich bin froh, in einem sicheren Land mit einem guten Gesundheitssystem zu leben." stemi

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Veröffentlicht am:
12. 05. 2019
15:18 Uhr

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