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Coburg

SPD lehnt Regiomed-Privatisierung ab

Der Verluste zum Trotz: Die Häuser des Klinikverbunds müssen in öffentlicher Hand bleiben. Allerdings ohne ein "Weiter so".



Der Regiomed-Klinikkonzern - hier das Krankenhaus Coburg - ist in eine finanzielle Schieflage geraten. Um die Liquidität der GmbH zu sichern, schießen die Gesellschafter, die Städte und Landkreise Coburg, Lichtenfels, Hildburghausen und Sonneberg, jetzt Geld zu.	Foto: Archiv Neue Presse
Der Regiomed-Klinikkonzern - hier das Krankenhaus Coburg - ist in eine finanzielle Schieflage geraten. Um die Liquidität der GmbH zu sichern, schießen die Gesellschafter, die Städte und Landkreise Coburg, Lichtenfels, Hildburghausen und Sonneberg, jetzt Geld zu. Foto: Archiv Neue Presse   Foto: Archiv

Coburg - Der SPD-Stadtverband Coburg pocht trotz einer finanziellen Schieflage beim Klinikverbund Regiomed darauf, eine kommunale Trägerschaft auf Dauer sicherzustellen. Das betonen die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. "Als SPD im Stadtverband Coburg bekennen wir uns zu der Notwendigkeit, alle nötigen Anstrengungen zu unterstützen, um die medizinische Krankenhausversorgung der Region in kommunaler Hand mit hohen Standards und Tarifbindung auch weiterhin sicherzustellen", heißt es. Die Sozialdemokraten begrüßen es "daher ausdrücklich, dass der Stadtrat zu Coburg in seiner Sitzung ausweislich der Berichterstattung beschlossen hat, den Weg zur Beteiligung an der Bewältigung der finanziellen Schieflage des Klinikkonzerns freizumachen".

Allerdings dürften die bewilligten Zuwendungen nicht der bloßen Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs in seiner aktuellen Form dienen: "Wir fordern, auch zukünftig alle notwendigen Anstrengungen zu intensivieren, um die medizinische Versorgung durch den Klinikkonzern für die Zukunft fit zu machen. Der Klinikkonzern muss auch in zehn, 20 oder 30 Jahren noch in kommunaler Hand verbleiben, auch wenn dies bedeutet, immer wieder kommunale Mittel in den Konzern investieren zu müssen." Hier gelte es, geschlossen im Gesellschafterkreis an einem Strang zu ziehen und "eigene Befindlichkeiten hintenanzustellen".

Die negativen Auswirkungen einer Privatisierung "lassen sich in Kronach beobachten", behauptet die SPD in ihrer Mitteilung - und weiter: "Derartige Zustände gilt es entschieden zu vermeiden. Denn eines sollte immer im Mittelpunkt stehen: Eine gesicherte medizinische Versorgung für alle Bevölkerungsschichten in der Region ist öffentliche Daseinsvorsorge und zentraler Baustein, um Antworten auf den demographischen Wandel zu finden."

Begrüßt werden Anstrengungen des Klinikkonzerns unter der Leitung von Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke. "Im Sinne des Wunsches, Vertrauen in den Klinikkonzern zu haben, würden wir es begrüßen, wenn die Konzernleitung sich auch weiterhin zu einer transparenten Offenlegung aller Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns bzw. zur Organisation des Konzerns bereit erklärt." Dies würde nach Überzeugung der Sozialdemokraten nicht nur das Vertrauen bei den kommunalen Vertretern in den Gemeinde-, Kreis- und Stadträten, sondern vor allem das Gefühl einer gesicherten und verlässlichen medizinischen Versorgung in der Bevölkerung stärken und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in Zeiten großer Verunsicherung einen wichtigen Dienst an der Allgemeinheit leisten, Zuversicht spenden. siehe auch Seite 13

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
17:38 Uhr

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26. 07. 2019
17:38 Uhr



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