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Schädlinge zerstören Wäldchen

Die Wurzeln von Pappeln, Weiden und Eschen sind befallen. Das gefährdet die Sicherheit. Der Gemeinde Dörfles-Esbach bleibt keine andere Wahl, als die kranken Bäume zu fällen.



Porös: Bürgermeister Udo Döhler (rechts) und Bauhof-Mitarbeiter Michel Domanski zeigen, wie Schädlinge und Pilze den Bäumen im Wäldchen zwischen der Bertelsforder- und Meininger Straße zugesetzt haben. Aus Sicherheitsgründen ist eine Fällaktion unvermeidbar.
Porös: Bürgermeister Udo Döhler (rechts) und Bauhof-Mitarbeiter Michel Domanski zeigen, wie Schädlinge und Pilze den Bäumen im Wäldchen zwischen der Bertelsforder- und Meininger Straße zugesetzt haben. Aus Sicherheitsgründen ist eine Fällaktion unvermeidbar.   Foto: Christoph Scheppe » zu den Bildern

Dörfles-Esbach - Bürgermeister Udo Döhler hat es schriftlich: Ein Großteil der Bäume im Pappel- und Weidenwäldchen zwischen der Bertelsdorfer- und Meininger Straße in Dörfles-Esbach ist massiv von Schädlingen und Pilzen befallen. Weil darunter die Standfestigkeit leidet und das rund drei Hektar große Areal von Wegen umgeben ist, müssen die Bäume - darunter auch einige Eschen - aus Sicherheitsgründen weichen, schreibt die Untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamts.

"Hornissen-Glasflügler und Pappelbock haben ganze Arbeit geleistet. Deshalb führt am Fällen kein Weg vorbei", informierte der Bürgermeister am Freitag bei einem Vor-Ort-Termin. Seinen Angaben zufolge wird der Maschinenring bereits in der nächsten Woche damit beginnen, zunächst bis zu 15 befallene Gehölze im Randbereich des Wäldchens zu entfernen. "Ich weiß, dass solche Maßnahmen in der Öffentlichkeit auf Unverständnis stoßen und für Unruhe sorgen. Aber ich und die Gemeinde stehen in der Pflicht, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten", hofft Udo Döhler auf Verständnis.

Das Gros der Fällarbeiten darf auf Anordnung der Unteren Naturschutzbehörde erst nach dem 1. Oktober durchgeführt werden. Bei akuter Gefährdung sind jedoch Ausnahmen möglich. Bei der Aktion im Herbst ist die Gemeinde angewiesen, ein Teil der gefällten Stämme als liegendes Totholz in dem Wäldchen zu belassen. Wo möglich, sollen die Bäume auf einer Höhe von drei oder vier Metern gekappt werden. Mindestens 15 Stammreste mit erkennbaren Höhlen bleiben auch weiterhin beispielsweise als Nistplätze für Vögel Teil der Biotopstruktur.

"Wir werden in Absprache mit der Naturschutzbehörde als Ersatz etwa 20 bis 30 Eichen und Traubenkirschen im Randbereich des Wäldchens anpflanzen", erläutert der Bürgermeister. Die Restfläche bleibe der Natur überlassen.

Vom Ausmaß der Schäden hatte sich ein Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörde Anfang April überzeugt. Besonders arg in Mitleidenschaft gezogen sind die Hybridpappeln. Als Hauptverursacher wurde neben dem Pappelbock der Hornissen-Glasflügler ermittelt. Die Schmetterlingsweibchen legen ihre Eier an der Rinde ab. Die schlüpfenden Raupen bohren sich in die Rinde ein und leben anfangs nur dicht unter dieser. Erst später fressen sie sich tiefer in den unteren Stammbereich und den Wurzeln ein.

Die Folgen sind drastisch und irreparabel. "Irgendwann ist das Wurzelwerk zerstört. Der Baum hat dann keinen Halt mehr knickt einfach um", erklärt Gemeinde-Bauhofleiter Michael Rühl und deutet auf zahlreiche mit "Bohrlöchern" übersäte Stämme. "Manche Löcher haben einen Durchmesser von einem Zentimeter", ergänzt sein Mitarbeiter Michel Domanski.

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
17:26 Uhr

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
17:26 Uhr



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