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Coburg

Schlechtes Zeugnis für die Bahn

Hans Michelbach kritisiert Verspätungen, Überfüllung und Missmanagement. Der Bahn-Vorstand habe versagt. Beim Straßenbau geht es im Raum Kronach langsam voran.



Coburg/Kronach - "Unzureichende Verkehrsinfrastruktur gehört zu den schädlichsten Wachstumsbremsen einer Region", stellte Hans Michelbach, CSU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Coburg/Kronach, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Coburg fest.

Deshalb forderte er den zügigen Ausbau der B 173 im Bereich Zeyern, südlich von Kronach, Küps und zwischen Lichtenfels und Zettlitz. Ferner verlangt der Abgeordnete von der Bahn, die im Planfeststellungsbeschluss für die Neubaustrecke gemachten Zusagen, für die ICE-Halt in Coburg "nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben."

Im Bereich von Zeyern soll der erste Bauabschnitt bis Ende Juni 2019 fertig gestellt werden. Der zweite Bauabschnitt der Ortsumfahrung werde wohl im Frühjahr nächsten Jahres ausgeschrieben. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die Planung für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Küps fertig sein. Skeptisch ist Michelbach dagegen für die sogenannte "Lerchenhoftrasse" südlich von Kronach. Es sei wohl zu befürchten, dass die Gegner der Planung bis vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen wollen. Über die Anfechtung der Planfeststellung für die B 173 zwischen Lichtenfels und Zettlitz werde voraussichtlich am 14. Dezember entschieden.

Hart ins Gericht geht Hans Michelbach mit der Bahn. Der Abgeordnete, der die Verbindung Coburg/Berlin selbst regelmäßig nutzt, bezeichnete die Leistungen des Unternehmens als "unterirdisch": "Die Züge sind unpünktlich, die Reservierung funktioniert nicht, die Bewirtung funktioniert nicht und die Züge sind überfüllt." Aus Sicht des CSU-Politikers habe das Management total versagt. Vor allem durch die völlig verfehlte Einschätzung der Nachfrage, die durch die ICE-Neubaustrecke entstanden sei, zeige sich, dass die Bahn-Manager noch in öffentlich-rechtlichen Strukturen verharrten, statt marktwirtschaftlich zu agieren. "Die haben nicht verstanden, wie man der Nachfrage gerecht wird. Stattdessen sind sie völlig überrascht, wenn das Interesse der Kunden plötzlich steigt", meinte Michelbach.

Den Bahn-Aufsichtsrat forderte der Abgeordnete auf, seiner Aufsichtspflicht nachzukommen. "Es ist ein Ärgernis, wenn man sieht, welche Wirtschaftsdynamik möglich wäre, wenn man rechtzeitig auf die steigende Fahrgastzahlen reagiert hätte." Er werde nicht nachlassen, bei den Verantwortlichen den Bahn nachzubohren, versprach Michelbach.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2018
17:08 Uhr

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Norbert Klüglein

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05. 12. 2018
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