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Schulturnhalle sorgt für Kontroverse in Weitramsdorf

Dass sie saniert werden muss, steht fest. Wäre gerade kein Wahlkampf, wäre der Beschluss dazu wohl einstimmig gefallen.



Die Schulturnhalle Weitramsdorf ist in die Jahre gekommen. Sie muss in Teilen saniert werden.	Foto: Frank Wunderatsch
Die Schulturnhalle Weitramsdorf ist in die Jahre gekommen. Sie muss in Teilen saniert werden. Foto: Frank Wunderatsch  

Weitramsdorf - Es gibt Handlungsbedarf bei der Schulturnhalle Weitramsdorf. Das wurde in der Gemeinderatssitzung am Montagabend erneut deutlich. Schon in der Januar-Sitzung war zur Sprache gekommen, dass die Geräteraum-Tore wegen Mängeln zugeschraubt werden mussten, so dass ein Turnbetrieb des TSV nicht mehr möglich war. "Auch Heizungs- und Lüftungstechnik sowie Elektroanlange sind auf einem alten Stand", erläuterte nun Geschäftsleiter Heiko Geuß.

Dazu besteht durch die Erweiterung der Schule Handlungsbedarf: Nach Errichten von zwei Räumen auf dem Zwischengang zur Turnhalle verläuft deren Rettungsweg über die Halle und bedingt so bauliche Veränderungen. "Nun stellt sich die Frage, ob im derzeitigen Bestand noch aufwendige Umbauarbeiten ausgeführt werden oder notwendige Maßnahmen erst bei Sanierung der Turnhalle mit durchgeführt werden sollen", so Geuß weiter. Dazu bedürfe es aber eines Signals durch den Gemeinderat, ob er diese für so dringlich erachte, dass sie zeitnah angegangen werden sollen.

Die folgende Diskussion war vom Wahlkampf geprägt: Andreas Carl (DGN) und Dominic Juck (SPD) forderten, auch für die Weidacher Halle eine Bestandsaufnahme vorzusehen. "Wir vergeben uns doch nichts, wenn wir nach außen zeigen, dass wir beide auf dem Schirm haben", sagte Juck. Immerhin handele es sich um einen Grundsatzbeschluss, argumentierte er weiter und beklagte ein "Stückwerk". Carl schloss sich ihm an und bemängelte "fehlenden Weitblick". Beiden widersprach Marco Anderlik (CSU): Der Gemeinderat habe in der Vergangenheit sehr wohl vorausschauend agiert.

Norbert Bär (SPD) wollte sich nicht auf eine Generalsanierung festgelegt sehen, weil ein Neubau eventuell vorzuziehen sei. Vielleicht mache es ja Sinn beide Hallen für einen Neubau aufzugeben, gaben Günter Tschech (ÜPWG) und Michael Rädlein (CSU) zu bedenken, auch mit Blick auf die Ganztagsbetreuung. 2. Bürgermeister Werner Hanke hielt als Sitzungsleiter dagegen: Die Dringlichkeit ergebe sich wegen des zweiten Rettungswegs. Auch Anderlik betonte, wegen der kommunalen Pflichtaufgabe müsse die Schulturnhalle zuerst angegangen werden. Das sah Geuß ebenso. Er kritisierte, dass "wegen des Wahlkampfs ein Fass aufgemacht wird". Zumal die Angelegenheit im Hauptverwaltungsausschuss vorbesprochen wurde, wie Ulrich Kräußlich (FW-BV) hinzufügte. "Weidach wird nicht vergessen": Mit diesen Worten beendete Hanke die Diskussion. Schließlich lautete der allgemeiner gehaltene Beschluss, dass Investitionsmaßnahmen an der Schulturnhalle in den nächsten Jahren erfolgen sollen. Mittel für eine Bestandsaufnahme und zur Feststellung des Sanierungsbedarfs sind bereits im diesjährigen Haushalt vorzusehen. Drei Gemeinderäte verweigerten diesem Beschluss die Zustimmung.

Einstimmig festgestellt wurde dagegen die Jahresrechnung 2018, die im Verwaltungshaushalt mit bereinigten Solleinnahmen und -ausgaben in Höhe von 9,6 Millionen Euro sowie im Vermögenshaushalt mit 2,5 Millionen Euro schloss. Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte keine Beanstandungen gefunden. Nachdem Vorsitzender Tobias Franke (FW-BV) selbst bei größeren Bestellungen keine Preisnachlässe hatte erkennen können, schlug er entsprechende Verhandlungen mit den größeren Lieferanten vor. Entlastung wurde auf Antrag des 3. Bürgermeisters Michael Rädlein einstimmig erteilt.

Am 22. März wird Vodafone den neuen Hotspot in der Dorfmitte freischalten, informierte Hanke. Eine Diskussion entstand wegen des Parkens am Feuerwehrhaus. Leonhard Potsch (ehem. BfB) regte an, dort eine einheitliche Regelung zu schaffen. Das Parken am Feuerwehrhaus sollte nur Feuerwehrleuten erlaubt sein, im Zufahrtsbereich herrsche Halteverbot. Dem widersprach Hanke: Auf dem Schild stehe lediglich "Feuerwehrzufahrt". Doch auch er stimmte zu, dass Gemeinderatsmitglieder wie Besucher gut auf dem großen Parkplatz ihr Fahrzeug abstellen könnten. Norbert Bär forderte die Beleuchtung vom Parkplatz zum Sitzungssaal zu verbessern, etwa durch einen Bewegungsmelder. Es reiche das Parkplatzlicht anzumachen, meinte Geuß.

Carl regte an, in Neundorf die Ziffernblätter der Kirchturmuhr streichen zu lassen, da diese derzeit sowieso eingerüstet ist.

Autor

Bettina Knauth
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 02. 2020
17:22 Uhr

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Bettina Knauth

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18. 02. 2020
17:22 Uhr



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