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Coburg

Sensationelle Sichtung am Teich

Erstmals haben sich im Neustadter Kessel Rohrweihen gezeigt. Die Flugkünstler bevorzugen Feuchtgebiete, Moore und Röhricht als Lebensraum.



Rohrweihen sind etwa so groß wie Mäusebussarde. Der seltene Greifvogel scheint wieder im Neustadter Kessel heimisch zu werden. Foto: Wolfgang Höll
Rohrweihen sind etwa so groß wie Mäusebussarde. Der seltene Greifvogel scheint wieder im Neustadter Kessel heimisch zu werden. Foto: Wolfgang Höll  

Neustadt - Wolfgang Oberender wohnt im sogenannten Musikerviertel am Rand von Neustadt. Sein Areal bietet einen wunderbaren Ausblick in die Natur, bis hin zum sogenannten Werners Teich. Während dieser in den Anfangsjahren im Winter als Schlittschuhbahn diente, hat sich das Gewässer mittlerweile zu einem herrlichen Biotop entwickelt. Zudem reihen sich im Thanner Grund weitere Teiche an und bilden mit ihrem Schilf und Röhricht idealen Lebensraum für viele Tiere.

"Seit diesem Frühjahr beobachten wir von unserem Garten aus regelmäßig bis zu drei große Greifvögel. Die Vögel kreisen über einem als Biotop gehaltenen ehemaligen Fischteich Richtung Haarbrücken. Daneben gibt es einen kleinen Wald mit großen Laubbäumen", so. Oberender. Weil er wissen wollte, um welche Spezies es sich handelt, schrieb er den Landesbund für Vogelschutz an. "Unser Greifvogelexperte konnte zwei der Vögel zweifelsfrei als Rohrweihen identifizieren. Ein Weibchen mit brauner Grundfärbung und hellerem Kopf sowie ein Männchen. Wie Anja Braun vom Landesbund für Vogelschutz weiter ausführte, könnte es sich bei Vogel Nummer drei zwar auch um einen andere Vogelart handeln, die lediglich mitkreist, aber mit großer Wahrscheinlichkeit handele es sich hier ebenfalls um eine Rohrweihe. Typischerweise ist es bei Dreierbündnissen ein weiteres Männchen. "Lebensraum dieser Greifvögel sind Feuchtgebiete, Moore und Röhricht", so die Expertin. Im Schilf oder anderer hoher Vegetation legt die Rohrweihe ein Nest am oder unmittelbar über dem Boden an.

Die Rohrweihe ist ein Greifvogel von der Größe des Mäusebussards. In ganz Bayern gibt es nur noch etwa 500 bis 650 Brutpaare der Rohrweihe. Wolfgang Oberender freut sich natürlich über den seltenen Gast und beobachtet die Greifvögel hauptsächlich in der Mittagszeit. pet

—————

Info: starnberg.lbv.de

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Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
22. 07. 2020
15:36 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
22. 07. 2020
15:36 Uhr



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