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Coburg

Seßlach hofft auf einen Bürgerbus

Um die Verbesserung der Mobilität umsetzen zu können, benötigt man unter anderem Fahrer. Auch ein Förderantrag ist erforderlich.



So wie auf diesem Archivbild könnte der neue Bürgerbus in Seßlach aussehen.  

 

Seßlach - Bekommt die Stadt Seßlach einen Bürgerbus? Über einen entsprechenden Antrag der Fraktion der Freien Wähler "Bürgerblock" Seßlach debattierte der Stadtrat bei seiner Sitzung am Dienstagabend im Kultursaal. Starten soll dieser Bürgerbus im Jahr 2020. Zuvor soll die Verwaltung die Kosten ermitteln und entsprechende Haushaltsmittel fürs nächste Jahr einstellen. Da die Bayerische Staatsregierung die Mobilität auf dem Land verbessern möchte, plädierte FW-Fraktionsvorsitzender Borczyk dafür, sich die Möglichkeit der Teilnahme am Förderprogramm zu sichern und eine Entscheidungsgrundlage für die Einführung zu schaffen: "Wir sollten für unsere Kommune wenigstens prüfen, ob ein Bürgerbus die Mobilität verbessern und was er kosten würde." Förder-Hürden könnten darin bestehen, dass die Fahrer ausschließlich ehrenamtlich tätig sein dürfen und 15 000 Linien-Kilometer im Jahr gefahren werden müssen, informierte Borczyk. Seniorenbeauftragter Klaus Gropp (CSU) regte an, die Bürger auf den Versammlungen im Herbst zu befragen, ob Interesse bestehe. Carsten Höllein (SPD) möchte den Bus nicht nur für Senioren, sondern auch für andere Zielgruppen einsetzen, beispielsweise um Kinder und Jugendliche zur Freizeitanlage Autenhausen zu fahren. Nachdem Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) feststellte, dass grundsätzlich die Idee von allen Stadträten unterstützt wird, schlug er vor, dass die Verwaltung alle Fragen abklärt, die Vereinbarkeit mit dem ÖPNV überprüft und übers Amtsblatt wie in den Versammlungen Aufrufe startet, damit sich mögliche Chauffeure melden. "Mit zwei oder drei Fahrern kommen wir nicht übers Jahr", so Neeb. Der nur einmal pro Jahr zu stellende Förderantrag soll bis 30. September eingereicht werden. Diese Vorgehensweise wurde vom Gremium einstimmig gebilligt.

Rothenberger Tor dicht

Das Rothenberger Tor ist nach einem Unfall seit vergangenen Freitag aus Sicherheitsgründen für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt. Ein Mitarbeiter des Bauhofs hatte bei der Durchfahrt den Torbogen gerammt. Dort bröckelt jetzt Sandstein ab, und es besteht durch herunterfallende Teile Verletzungsgefahr. Am heutigen Donnerstag wird ein Fachmann zur Begutachtung der Schäden erwartet.

 

Der Antrag der SPD-Fraktion, Seßlach möge der Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" (AGFK Bayern) beitreten, wurde hingegen vertagt. Fraktionsvorsitzender Höllein argumentierte, dass auch in Seßlach viele Radfahrer unterwegs seien, bereits vieles getan wurde, um den Radverkehr zu fördern und weitere Maßnahmen in Planung seien. Daher bestehe Aussicht, diese Auszeichnung durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zu erhalten. Sie komme einer Zertifizierung gleich, mit der sich auch touristisch werben lasse. Borczyk verlangte, sich anzuschauen, was denn laut Satzung verlangt werde: "Nicht, dass wir Beitrag bezahlen und am Ende wieder rausfliegen." Grundsätzlich unterstützte Neeb den Vorstoß, schon weil durch die E-Bikes der Radverkehr weiter zunehmen werden. Wie Marcus Werner (CSU) möchte er vor Beitritt klären, ob Seßlach bereits von der Kreis-Mitgliedschaft profitiert. Dem stimmten alle zu.

 

Einstimmig wurden Geschäftsleiter Bernd Vogt und Kämmerer Leppert zu Gemeindewahlleiter und Stellvertreter für die Kommunalwahl 2020 bestellt. Ebenso einhellig fiel der nächste Beschluss: Die veraltete Teichkläranlage in Krumbach wird aufgegeben und der Stadtteil mittels Druckleitung an die Seßlacher Kläranlage angeschlossen.

Erarbeiten soll die Verwaltung ebenfalls mögliche Varianten für ein Feuerwehrhaus in Merlach, um die dortige Dorferneuerung voranzutreiben. Das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) möchte geklärt sehen, was aus dem sanierungsbedürftigen Gerätehaus werden soll, das ans Gemeindehaus angrenzt. Dazu der Bürgermeister: "Das jetzige Gebäude ist aufgrund seines schlechten Zustands weit weg von allen Vorschriften, die ein Gerätehaus einhalten müsste." Weil ein Neubau nicht Bestandteil der Dorferneuerung ist, forderte 2. Bürgermeister Wolfgang Pfister (CSU) eine Prüfung, was notwendig ist.

Ohne Widerstand änderte der Stadtrat das Förderprogramm für Investitionen im Innenbereich. Zukünftig erhöht sich die Förderung bei eigen genutzten Wohngebäuden um 1000 Euro pro Kind (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, statt bisher 14. Lebensjahres). Die maximale Förderung ist auf 10 000 Euro gedeckelt.

Autor

Bettina Knauth
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
31. 07. 2019
17:44 Uhr

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Autor

Bettina Knauth

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Veröffentlicht am:
31. 07. 2019
17:44 Uhr



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