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Coburg

Sicher über den Grundgraben

Der Brückenneubau in Ottowind ist nach vier Monaten abgeschlossen. Friedhofsbesucher müssen ab sofort nicht mehr die Fahrbahn benutzen.



Es ist vollbracht: Innerhalb von vier Monaten wurde die schadhafte Brücke am Ortseingang von Ottowind durch einen Neubau ersetzt.	Fotos: Christoph Scheppe
Es ist vollbracht: Innerhalb von vier Monaten wurde die schadhafte Brücke am Ortseingang von Ottowind durch einen Neubau ersetzt. Fotos: Christoph Scheppe   » zu den Bildern

Ottowind - Fast wäre es eine Punktlandung zum 150-jährigen Jubiläum des TSV Ottowind geworden: Nach vier Monaten Bauzeit haben Landrat Sebastian Straubel und Bürgermeister Bernd Höfer am Donnerstag die neue Brücke über den Grundgraben für den Verkehr freigegeben. Beim obligatorischen Banddurchschneiden betonten beide die gute Zusammenarbeit zwischen Behörden, Gemeinde, Baufirma und Bürgern.

Viele Vorhaben auf der Prioritätenliste

Zahlreiche Brücken im Landkreis Coburg weisen altersbedingte Schäden auf. Sie müssen kurz- und mittelfristig saniert oder gar erneuert werden. Mit Blick auf die finanzielle Situation hat der Bauausschuss des Kreistags schon vor Jahren eine Prioritätenliste erstellt.

 

Aktuell wird in Gemünda die Brücke über Rodach entlang der wichtigen Verbindungsstraße Gemünda-Ummerstadt erneuert. Die Arbeiten haben am 11. März begonnen und werden voraussichtlich Ende September abgeschlossen. Der Neubau war nötig, weil das 1959 errichtete Bauwerk in die Jahre gekommen war. Darüber hinaus hat die Verkehrsbelastung seit der Grenzöffnung deutlich zugenommen. Im Zuge des Neubaus wird die Brücke verbreitert und die Tragkraft auf 60 Tonnen erhöht. Alles in allem schlägt das Projekt mit rund 780 000 Euro zu Buche.

 

Voll im Gange ist derzeit auch die Kappensanierung der Lauterbrücke in Oberlauter. Spritzwasser, Frost und Streusalz haben im Laufe der Jahrzehnte zu Rissen, Abplatzungen im Beton und rostigen Armierungen an den Gehwegen geführt. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Fahrbahn der stark frequentierten Straße neu abgedichtet und asphaltiert. Dazu ist im August eine einwöchige Vollsperrung erforderlich, die Freigabe soll noch im gleichen Monat erfolgen. Die Kosten belaufen sich auf rund 350 000 Euro.

 

Der Prioritätenliste zufolge steht im nächsten Jahr die Erneuerung der Brücke über die Nerde in Meeder an. Nach Angaben des Landratsamts liegen erste Vorentwurfspläne vor. Derzeit werden noch Anpassungen in den Randbereichen der Straßen optimiert. Im Herbst sollen die Kosten ermittelt sein und der Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt werden.

 

Im Jahr 2021 rückt das Seßlacher Stadtgebiet gleich mit zwei Maßnahmen in Gemünda und Heilgersdof den Fokus. Dort müssen die Brücken über Kreck und Alster abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Im Fall Heilgersdorf haben bereits erste wasserrechtliche Abstimmungen für den geforderten Abflussquerschnitt stattgefunden. In Gemünda steht ein Ersatzbau für die Kreckbrücke an, die - wie schon die Rodachbrücke - dann breiter ist und über eine höhere Tragfähigkeit verfügt. Parallel dazu wird die Verbindungsstraße Gemünda-Ummerstadt teilweise begradigt und verbreitert.

 

Ebenfalls auf der Agenda für 2021 steht ein Neubau über den Wohlbach bei Scherneck. Zurzeit ist ein Ingenieurbüro bei der Grundlagenermittlung. Den Antrag auf Förderung will das Landratsamt nächstes Jahr stellen. cs

 

Das Projekt war nötig, weil die bestehende Brücke aus den 1950er-Jahren trotz zwischenzeitlicher Sanierungsmaßnahmen nicht mehr den Anforderungen entsprach. Wegen mangelnder Stand- und Verkehrssicherheit sowie einer nicht mehr ausreichenden Tragfähigkeit (16 Tonnen) hatten sich Bauausschuss und Kreistag für einen Neubau entschieden. Der Startschuss dazu erfolgte am 6. März.

 

Im Zuge landschaftsbaulicher Maßnahmen erfolgte eine geringe Verlegung des Bachlaufs. Dadurch konnte eine standsichere Böschung entlang der Kreisstraße hergestellt werden. Besonderen Wert legte der Landkreis als Bauherr auf eine großzügige Gestaltung der Gehwege (Kappen) sowie auf ein Bankett hinter den Schutzplanken. Das erhöht einerseits die Sicherheit für Fußgänger und führt andererseits dazu, dass Friedhofsbesucher nicht mehr die Fahrbahn benutzen müssen. Alles in allem kostete das neue Brückenbauwerk 444 000 Euro. Der Freistaat hat dem Landkreis eine Förderung von 322 000 Euro in Aussicht gestellt.

"Alles ist reibungslos gelaufen. Das war eine wunderbare Baustelle", stellte Bernd Höfer als Bürgermeister der Gemeinde Meeder und als Ottowinder Ortsbürger fest. Zudem dankte er den Grundstückseigentümern für die Bereitschaft, benötigte Flächen abzutreten. Schmunzelnd berichtete Höfer von den vielen örtlichen "Bauaufsehern", die der Firma gute Arbeit attestiert hätten. Höfer: "Es gab keinerlei Beschwerden."

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
18:16 Uhr

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Christoph Scheppe

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11. 07. 2019
18:16 Uhr



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