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Coburg

Siemenskreisel ist Ende der Woche fertig

Dafür kommt es auf der B 4 zur Sperrung der Zufahrten Haarbrücken und Thann. Das soll bis Ostern 2020 dauern. Gerade wird die neue Ortsverbindungsstraße asphaltiert.



Befestigt: Seit Montag laufen die Asphaltierungsarbeiten auf der Ortsverbindungsstraße Mönchröden/Haarbrücken. Sie soll Mitte September den Verkehr aufnehmen, der gerade noch auf der Bundenstraße 4 (links im Bild) läuft.	Fotos: Norbert Klüglein
Befestigt: Seit Montag laufen die Asphaltierungsarbeiten auf der Ortsverbindungsstraße Mönchröden/Haarbrücken. Sie soll Mitte September den Verkehr aufnehmen, der gerade noch auf der Bundenstraße 4 (links im Bild) läuft. Fotos: Norbert Klüglein   » zu den Bildern

Neustadt - Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für die Autofahrer aus Neustadt und die Pendler aus dem Raum Sonneberg: Der Siemenskreisel wird in den nächsten Tagen fertig und wird gegen Ende der Woche - voraussichtlich am Freitag, 13. September - wieder für den Verkehr frei gegeben. Dafür werden in der Woche darauf zwei andere Straßenverbindungen für den Verkehr gesperrt. "Die Abfahrt nach Thann und die Anschlussstelle Haarbrücken werden voraussichtlich vom 17. September an unpassierbar sein", kündigte am Montag Jens Laußmann an. Er ist beim staatlichen Bauamt Bamberg für die Straßenbauprojekte im Raum Coburg zuständig und informierte über den Fortgang der Arbeiten an der Bundesstraße 4 zwischen Rödental und Neustadt, die seit gut einem Jahr dreispurig ausgebaut wird.

Und so geht es weiter:

Ende der Woche, voraussichtlich am Freitag, wird der Siemenskreisel wieder befahrbar sein. Die Ausweichstraßen werden anschließend abgebaut.

Mitte September, voraussichtlich am 17., werden die Zufahrten von der B 4 nach Thann und Haarbrücken gesperrt. Die beiden Stadtteile sind dann nur noch über den Siemenskreisel zu erreichen.

Der gesamte Verkehr zwischen Rödental und Neustadt wird dann auf die neue Ortsverbindungsstraße umgeleitet, die gerade asphaltiert wird.

April 2020 sollen die Zufahrten nach Haarbrücken und Thann wieder geöffnet werden. Dann ist der Kreisel Haarbrücken fertig.


Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan und der Leiter des Ordnungsamts der Stadt, Detlef Heerlein, sind sich sicher, dass es zu Beginn der Sperrung in den westlichen Stadtteilen zu Irritationen unter den Anliegern und Versuchen kommen wird, auf Schleichwegen die Baustellen zu umgehen um doch noch irgendwie auf die Hauptstraße zu kommen. Deshalb warnt Heerlein schon mal: "Die Zu- und Abfahren von der B 4 nach Haarbrücken und Thann werden vom ersten Tag an unpassierbar sein." Und der Oberbürgermeister empfiehlt: "Am besten ist es, wenn man während der Bauzeit über den Siemenskreisel fährt und sich einen Weg durch das Stadtgebiet nach Thann und Haarbrücken sucht." Eine Umleitungsempfehlung soll kurz vor Beginn der Sperrung noch herausgegeben werden. "Wir werden schon fünf Tage vor der Sperrung Hinweistafeln aufstellen", kündigte Heerlein an. Neustadt will hier mit Sonneberg zusammenarbeiten, denn auch in der Nachbarstadt soll auf die Sperrung der beiden Zufahrten hingewiesen werden.

Die Umleitungen steht in Zusammenhang mit dem Bau der Ortsverbindungsstraße zwischen Mönchröden und Haarbrücken. Wie schon mehrfach berichtet, entsteht parallel zur B 4 eine weitere Fahrbahn. Sie ist in Zukunft für die Fahrzeuge da, die nicht mehr auf der Kraftfahrtstraße fahren dürfen. Das sind in erster Linie Traktoren und Erntemaschinen, aber auch langsam fahrende Zweiräder oder Autos. Ferner stellt diese Trasse die Verbindung nach Thann dar, denn von der B 4 wird es nach dem Ausbau keine Möglichkeit mehr geben nach rechts oder links in Richtung Thann abzubiegen. "Wer den Stadtteil erreichen will, der muss in Zukunft entwedere am Ortsausgang von Mönchröden oder bei Haarbrücken auf die neue Ortsverbindungsstraße wechseln", erklärt Jens Laußmann. Für die Zeit des dreispurigen Ausbaus der B 4 muss die Ortsverbindungsstraße ferner den gesamten Verkehr zwischen Neustadt und Rödental aufnehmen. Das sind immerhin mehr als 20 000 Fahrzeuge am Tag. Damit das ab Mitte September funktioniert, wird gerade die Fahrbahn asphaltiert.

Sobald dann alle Fahrzeuge über die Ortsverbindungsstraße rollen, können die Straßenbauer die alte B 4 beseitigen und durch eine neue Fahrbahn ersetzen. Wie Jens Laußmann sagte, sei es Ziel des staatlichen Bauamts den dreispurigen Ausbau der B 4 zwischen Mönchröden und der Anschlussstelle Haarbrücken bis Ende 2020 fertig zu stellen.

Aber nicht nur an der B 4, sondern auch am neuen Kreisel, der am Ortsrand von Haarbrücken entsteht, wird gearbeitet. Die Anlage verteilt später den Verkehr, von und zur B 4 sowie von und zur Ortsverbindungsstraße nach Thann und Mönchröden. "Außerdem trägt der Kreises dazu bei, das Geschwindigkeitsproblem in Haarbrücken zu entschärfen", wie Frank Rebhan anmerkte. Jens Laußmann schätzt, dass es etwa bis Ostern 2020 dauert, bis der Verkehrskreisel fertig ist. Dann sollen die Zufahrten in die Stadtteil und Haarbrücken und Thann wieder geöffnet werden.

Ein wesentlicher Mosaikstein des acht Millionen Euro teueren Straßenbauprojekts ist der Siemenskreisel, an dem die Arbeiten in dieser Woche zum Abschluss kommen. Wie Roland Daum vom staatlichen Bauamt Bamberg erklärte, wurde der älteste Verkehrskreisel im Coburger Land zwar nicht größer, dafür aber für die Autofahrer komfortabler und für Radfahrer und Fußgänger sicherer. Daum: "Wir haben die Zufahrten angepasst, Fußgängerüberwege angelegt und den Kreisel an das Radwegenetz angeschlossen." Detlef Heerlein ergänzte, dass sich sich Radfahrer so einige Umwege sparen. Ferner hat der Kreisel 390 sogenannte Glasmarken erhalten. Das sind kleine Glasobjekte in den Bordsteinkanten, die im nächtlichen Scheinwerferlicht reflektieren und die Straßenführung besser sichtbar machen.

Wie OB Rebhan erwähnte, würde sich die Stadt nach Abschluss der Arbeiten über eine Gestaltung des Kreisel-Mittelpunkts freuen und hat in der Firma Prysmiam sogar schon einen Sponsor gefunden. Aus Sicht von Jens Laußmann bedürfte es dazu allerding noch weiterer Absprachen.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
17:04 Uhr

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Norbert Klüglein

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09. 09. 2019
17:04 Uhr



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