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Coburg

"So oder so der größte Erfolg"

Barbara und Bobby Phillips sind stolz auf ihre Tochter. Die tritt heute Abend bei "Unser Star für Baku" im Halbfinale an. Ihre Eltern verfolgen die Sendung am Fernseher und erleben ein weiteres mal ein Wechselbad der Gefühle.



Daumen hoch: Bobby und Barbara Phillips fiebern heute im Halbfinale mit ihrer Tochter Shelly. 	Foto: Christoph Scheppe
Daumen hoch: Bobby und Barbara Phillips fiebern heute im Halbfinale mit ihrer Tochter Shelly. Foto: Christoph Scheppe   » zu den Bildern

Coburg/Seßlach - Vier Kandidaten können noch "Unser Star für Baku" werden. Mit Shelly Phillips hat die Region ein heißes Eisen im Feuer. Heute Abend entscheidet sich, ob die die 20-jährige aus Seßlach, die in Coburg wohnt, ins Finale einzieht. Viel hängt von der Tagesform ab, weshalb Prognosen unmöglich sind. Klar ist nur: Es wird bis zur letzten Sekunde eine spannende Angelegenheit. Davon gehen auch Barbara und Bobby Phillips aus. Doch an Shellys Eltern scheint der Rummel um ihre Tochter völlig abzuprallen. Zumindest äußerlich ist bei ihnen von Anspannung nichts zu spüren.

 

Ihre Tochter steht im Rampenlicht. Shelly verzückt die Nation. Wie hegt der Papa damit um?

Bobby Phillips: Die Brust ist so geschwellt, dass sie kaum durch die Tür passt. Aber ernsthaft: Ich bin so was von stolz, denn ich bin froh, dass es dem Kind einfach gut geht. Ich arbeite im Seßlacher Altenheim und habe von den Bewohnern schon oft gehört, dass Kinder ihren eigenen Weg gehen müssen. Shelly tut das und hat soviel Erfolg damit. Da ist man als Papa einfach nur glücklich.

 

Frau Phillips, wenn Sie Shelly auf der Bühne sehen, was geht dann

in Ihnen vor?

Barbara Phillips: Dann gehen die Emotionen rauf und runter. Ich hoffe, dass es ihr gut geht, dass sie eine gute Liederauswahl getroffen hat, sie stabil ist und ihre Mitte gefunden hat. Ich zittere einfach mit. Ich bin halt die Mama.

 

Sind Sie beim Auftritt Ihrer

Tochter nervös?

Bobby Phillips: Während des Austritts eigentlich gar nicht. Ich finde ihre Stimme einfach gut und höre sie auch gerne. Wenn aber das Voting beginnt, dann zittert es auch bei mir ganz schön. Da habe ich wahrscheinlich mehr Herzklopfen als die Kandidaten auf der Bühne. Letztlich ist es reine Geschmackssache. Aber natürlich hofft man immer, dass das eigene Kind den Nerv der Zuschauer getroffen hat und eine Runde weiterkommt.

 

Shelly ist in Köln. Haben Sie

Kontakt?

Barbara Phillips: Wir lassen Shelly den Kontakt zu uns suchen, um ihr einfach von unserer Seite keinen Druck zu vermitteln. Sie weiß, wir sind jederzeit für sie da. Wenn sie Stress hat oder mit uns sprechen möchte, ruft sie uns an. Und dann reden wir, solange sie will und es notwendig ist. Mein Mann und ich lassen sie ganz in Ruhe. Das ist so mit unserer Tochter abgesprochen.

 

Wie kam Shelly zum Gesang?

Bobby Phillips: Shelly hat schon öfters bei Schulfesten auf der Bühne gestanden. Irgendwann kamen Chorauftritte dazu. Dann stellte sich die Frage, ob sie mal vor einem "richtigen" Publikum singt. So kam es, als Shelly 17 war, zu einem Auftritt im Seßlacher Pörtnerhof, der wie eine Bombe eingeschlagen ist. Gesanglich waren das die ersten Schritte. Aber Musik spielt schon länger eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Sie ist eine begnadete Schlagzeugerin.

Hätten Sie gedacht, dass es Shelly bei "Unser Star für Baku" ins

Halbfinale schafft?

Barbara Phillips: (lacht) Sagen wir mal so: Ich habe ihr zugetraut, dass sie es weit bringt. Durch das Voting kommen einem manchmal Zweifel. Dass sie schön singen kann und es ihr Spaß macht, wusste ich. Das hat mir auch stets Vertrauen gegeben.

 

Was erwarten Sie heute Abend?

Barbara Phillips: Ja, jetzt gucken wir einfach mal, wie weit sie kommt. Auf jeden Fall wird der heutige Tag so oder so ein erfolgreicher für Shelly sein. Das Halbfinale ist fast schon der Höhepunkt für sie. Für freuen uns natürlich unglaublich, zittern mit ihr und werden - wie so viele - wieder Nerven lassen. Vorsorglich habe ich mir am Dienstag frei genommen. Sollte es Shelly nicht schaffen, soll sie zumindest in ihrer Coburger Wohnung einen vollen Kühlschrank vorfinden.

 

Trifft Shelly mit der Songauswahl den richtigen Nerv?

Bobby Phillips: Bis jetzt hat sie in dem einen oder anderen Fall nicht unbedingt den Geschmack des Papas getroffen. Aber im Großen und Ganzen denke ich, dass sie es gut gemacht hat. Übrigens: Auch wir wissen vorher nicht, was sie singen wird.

 

Werden Sie auf den Erfolg ihrer Tochter angesprochen?

Bobby Phillips: In Seßlach kennt jeder Shelly. Hier ist sie ein richtiges Unikat, spielt seit Jahren Fußball und tritt öfters zu unterschiedlichen Anlässen öffentlich auf. Wir haben ganz Seßlach hinter uns. Du wirst bei jedem Bäcker- oder Ladenbesuch auf der Straße angesprochen. Kurzum: Ganz Seßlach ist begeistert.

 

Frau Phillips, Sie kommen aus

Berlin. Was sagt den die Verwandtschaft in der Hauptstadt?

Nicht nur die Berliner Verwandtschaft ist euphorisch. Shelly hat dort einen großen Fan- und Freundeskreis. Die stehen völlig Kopf und voten natürlich mit. Coburg muss sich jetzt warm anziehen: Wer votet mehr? Berlin oder Coburg?

 

Ihre Heimat, Herr Phillips, ist der US-Bundesstaat Mississippi. Wie stolz sind Oma und Opa im Süden der Vereinigten Staaten?

Die Großeltern sind sprachlos. Leider können sie Shellys Auftritte nur übers Internet mit einem Tag Verspätung verfolgen. Trotzdem sind sie hin und weg. Auch wenn sie keine Worte finden, sind sie unheimlich stolz auf ihre Enkelin.

 

Die ersten Auftritte haben Sie live im Studio verfolgt. Welche Eindrücke haben Sie dabei gewonnen?

Barbara Phillips: Ganz ehrlich: Ich schaue mir die Sendung lieber im Fernsehen an. Aber wir wollten bei der Tochter sein, denn sie sollte wissen, die Eltern sitzen im Publikum und kann also ganz beruhigt auf die Bühne. Als Mutter genieße ich ihre Auftritte vor dem Fernseher viel intensiver. Die Bildeinstellungen und die Art und Weise, wie ich meine Tochter sozusagen präsentiert bekomme, gefällt mir besser. Ich bekomme so viel mehr von ihr mit, als wenn ich Publikum sitze und Shelly nur von der Seite sehe. Ansonsten ist die Atmosphäre im Studio gespannt.

 

Herr Phillips, Ihre Frau sitzt heute Abend also wieder vor dem Fernseher. Wo und wie werden Sie das Halbfinale verfolgen?

Ich habe Nachtdienst im Seßlacher Altenheim und werde mir die Sendung beim dortigen Public Viewieng anschauen. Vorher richten wird den Saal her und drücken dann Shelly die Daumen.

 

Was passiert, wenn Ihre Tochter "Unser Star für Baku" wird?

Barbara Phillips: Klarer Fall: Dann fliegen wir mit.

Das Gespräch führte Christoph Scheppe

 


 

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2012
00:00 Uhr

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