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Coburg

So schmeckt Coburg

Zum Tag der offenen Tür am Sonntag präsentiert das Grünflächenamt die "Essbare Stadt". Zudem gibt es Palmenhausflair und Tipps zum Schutz der bedrohten Wildbienen.



"Essbare Stadt": Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann zeigt die mit allerlei Grün bepflanzten Stahlcontainer, die ab nächster Woche an bestimmten Stellen im Stadtgebiet zu finden sind. Die Vorboten sollen auf geplante städtebauliche Maßnahmen und Veränderungen aufmerksam machen.	Fotos: Christoph Scheppe
"Essbare Stadt": Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann zeigt die mit allerlei Grün bepflanzten Stahlcontainer, die ab nächster Woche an bestimmten Stellen im Stadtgebiet zu finden sind. Die Vorboten sollen auf geplante städtebauliche Maßnahmen und Veränderungen aufmerksam machen. Fotos: Christoph Scheppe   » zu den Bildern

Coburg - Möhren, Salat, Kräuter, Radieschen, Tomaten, Mangold - und das alles zum Nulltarif: Bepflanzte Container sollen als Vorboten auf geplante städtebauliche Maßnahmen und Veränderungen aufmerksam machen. Aus der Taufe gehoben haben die "Essbare Stadt" Grünflächenamt und Wohnbau. Die Gemeinschaftsaktion bildet einen Programmschwerpunkt am Sonntag beim Tag der offenen Tür (siehe Infobox ) im städtischen Grünflächenamt auf dem Glockenberg.

Das Programm

Das Grünflächenamt öffnet am Sonntag (Muttertag) von 11 bis 17 Uhr seine Türen. Unter anderem erwartet die Besucher eine blühende Pracht, die sich in den Gewächshäusern auf 2600 Quadratmetern erstreckt.

 

Wie Blumensträuße zusammengestellt und gebunden werden, demonstriert Gärtnermeisterin Iris Kauper um 14.30 Uhr.

 

Friedhofsführungen (Mausoleum, Aussegnungshalle, neue Abschiedsräume, Krematorium, Grabformen) finden um 13, 14.30 und 15.30 Uhr statt.

 

Für Kinder wurde ein attraktives Rahmenprogramm geschaffen. Dazu gehört neben der Kindergärtnerei auch das Sandbaggern mit einem richtigen Bagger.

 

Ab 13.30 Uhr konzertiert der Stadtspielmannszug.

 

Aktuell sind es vier mit allerlei verzehrbarem Grün bestückte Stahlcontainer, die ab nächster Woche an bestimmten Stellen im Stadtgebiet zu finden sind. Wo genau, will Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann nicht verraten. Aber die Intention ist klar: "Wir wollen den Bürgern in doppeltem Sinn Appetit auf das machen, was hier heranwächst." Deshalb hofft er, dass nicht nur die pflanzlichen Kostproben Aufmerksamkeit erregen, sondern auch die jeweiligen Bauvorhaben, die auf Hinweistafeln erläutert werden. "Wir werden natürlich Nachpflanzungen vornehmen", schmunzelt der Grünflächenamtsleiter.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wildbiene gewidmet. Über 550 Arten gibt es in Deutschland, rund 400 davon sind im Coburger Land heimisch. Weil sie im Gegensatz zur Honigbiene bestimmte Pflanzenpollen brauchen, hat sich ihr Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark dezimiert. Da ihr Orientierungsraum mit 100 bis 150 Metern stark eingeschränkt ist, verwendet das Grünflächenamt schon seit einigen Jahren gezielt solche Saatgut-Mischungen, die Futterpflanzen für Wildbienen hervorbringen. "Wir haben analysiert, welche Arten welchen Pollen bevorzugen", erläutert stellvertretender Amtsleiter Werner Pilz. Dieser Prozess sei aber nicht abgeschlossen. Er verweist auf sechs "Teststreifen", die vergangenen Monat mit unterschiedlichen Mischungen in der Kürengrund-Grünanlage angelegt wurden.

Alles in allem habe man mit Blick auf Artenvielfalt und Artenschutz die Blühflächen im Stadtgebiet deutlich erweitert, ergänzt sein Chef. Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" sei zwar richtig und wichtig, aber die Unterschrift allein reiche bei Weitem nicht aus, fordert Ledermann mehr Eigeninitiative ein und appelliert, "Blühangebote" zu machen. Deshalb erhalten die Besucher am Tag der offenen Tür auch als Geschenk ein Tütchen "Veitshöchheimer Bienenweide" - eine Mischung aus 44 Pflanzenarten, die vielen Insekten Lebens- und Rückzugsräume bietet. Zudem sind dem Grünflächenamtsleiter die immer häufiger zum Einsatz kommenden Mähroboter ein Dorn im Auge: "Die schneiden den Rasen auf 20 Millimeter. Da kommt dann kein Kraut mehr hoch."

Auf dem Glockenberg wird am Sonntag unter anderem auch Werbung für das Palmenhaus im Rosengarten gemacht. Werner Pilz: "Wir bieten den Besuchern im Gewächshaus ein bisschen Palmenhausflair. Dort sind neben Vögel auch zwei große Spornschildkröten zu bestaunen."

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
18:12 Uhr

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Christoph Scheppe

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08. 05. 2019
18:12 Uhr



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