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Coburg

Sonnefeld lässt die Experten ran

Die Vergabe von größeren Bauvorhaben wird künftig über die Zentrale der Stadt Coburg laufen. Auch in Sachen Archivpflege soll sich etwas ändern.



Sonnefeld - Die Gemeinde verlagert das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für größere und diffizile Bauvorhaben an die zentrale Vergabestelle der Stadt Coburg. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig bei seiner jüngsten Sitzung. Begründet wurde dieser Schritt mit den zwischenzeitlich umfangreichen Regelungen in Verbindung mit der Rechtsprechung. Wie Bürgermeister Michael Keilich erläuterte, habe sich das Vergaberecht zu einer äußerst komplexen Rechtsmaterie entwickelt und eine rechtssichere Vergabe ist daher insbesondere für kleinere Kommunen ohne externe Beratungshilfe kaum darstellbar.

Dem pflichtete Geschäftsleiter Stefan Markus bei: "Die Pflichten werden immer enger." Vorgesehen ist, dass alle Landkreiskommunen sich der Zweckvereinbarung zur gemeinsamen Nutzung der Zentralen Beschaffungsstelle der Stadt Coburg anschließen. Nur so können die anfallenden Kosten für die Gemeinde eingehalten werden. Diese betragen 36 Cent je Einwohner, für das Vergabeverfahren 250 Euro und für freiberufliche Leistungen 2500 Euro. Die Maßnahme wird von der Regierung von Oberfranken gefördert. Ein einmaliger Förderbetrag von 90 000 Euro wurde genannt.

Des Weiteren zeigte sich der Gemeinderat nicht abgeneigt, dem Verein "Kommunale Archivpflege im Landkreis Coburg" beizutreten, der aber noch zu gründen ist. Der Erhalt historischer Unterlagen, ihre Pflege und die Archivierung ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinden. "Da liegt in Sonnefeld noch einiges im Argen und fristete bisher ein stiefmütterliches Dasein", so Keilich. Die Unterbringung der Akten erfolgt in feuchten Kellerräumen und führt teilweise zur Schimmelbildung, die Aktenaussonderungsfristen werden nicht überwacht und das Archiv ist unübersichtlich, so Keilich. Deshalb stellt die Gemeinde Überlegungen an, im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit eine Verbesserung des derzeit unbefriedigenden Zustandes zu erreichen, wobei andere Gemeinden des Landkreises mit ins Boot geholt werden sollen. Der künftige Verein, dem die Satzung "Kommunale Archivpflege im Landkreis Coburg" zugrunde liegen soll, stellt eine fachlich qualifizierte Person ein, die allen kommunalen Mitgliedern zur Verfügung steht und archivalische Rückstände aufarbeitet und bereinigt. Insbesondere ist die Gemeinde Sonnefeld auch daran interessiert, die räumliche Situation ihres Archivs im Kellergeschoss des Rathauses zu verbessern. Das zunächst auf fünf Jahre festgelegte Vorhaben ist mit Kosten verbunden, die mit 323 000 Euro beziffert wurden (davon 297 000 Lohnkosten für den Archivpfleger) und die mit 90 000 Euro gefördert werden. Zu erbringen haben diese Kosten die Mitgliedsgemeinden, umgelegt nach Einwohnerzahlen und nach der tatsächlichen Beanspruchung des Archivpflegers.

Nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan "Zeppelinstraße", bei dem neun Baurechte entstehen, beschloss der Gemeinderat die Satzung.

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Lothar Weidner
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Veröffentlicht am:
01. 12. 2017
00:00 Uhr

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Lothar Weidner

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01. 12. 2017
00:00 Uhr



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