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Coburg

TSV Beiersdorf rückt Parkplätze nicht raus

Jahrelang wurde um den Bahnhalt in Beiersdorf gerungen. 2020 kommt er, doch jetzt gibt's Zoff um Stellplätze. Die sollen auf dem Gelände des Sportvereins entstehen, doch der wurde nicht gefragt.



Die Stadt Coburg will vorübergehend eine Stellfläche des TSV Beiersdorf für Parkplätze nutzen, die am neuen Bahnhaltepunkt in dem Stadtteil benötigt werden. Im Verein sieht man das kritisch.
Die Stadt Coburg will vorübergehend eine Stellfläche des TSV Beiersdorf für Parkplätze nutzen, die am neuen Bahnhaltepunkt in dem Stadtteil benötigt werden. Im Verein sieht man das kritisch.   Foto: Frank Wunderatsch

Volker Zipprich ist verärgert. Ziemlich verärgert. Der Vorsitzende des TSV Beiersdorf hat aus der Zeitung erfahren, dass die Stellplätze auf dem Gelände des Vereins ab 2020 als Parkflächen für den neuen Bahnhalt in Beiersdorf herhalten sollen. Das Stadtbauamt hatte dem Bau- und Umweltsenat hatte in seiner Juni-Sitzung das Projekt vorgestellt. Damals hieß es: "Den Plan, dort eine Stellplatzanlage zu installieren, haben wir erst einmal zurückgestellt." Stattdessen sollten Stellflächen am TSV-Sportgelände ausgewiesen werden. Erst wenn klar ist, ob der Halt von den Bahnkunden angenommen wird, wollte die Stadt sich um eine eigene Stellplatzanlage kümmern.

Eine Idee, die beim Sportverein auf wenig Begeisterung stößt. Mehr noch, den Verantwortlichen ist angesichts der drohenden Entwicklung Angst und Bange. "Wenn die Stellflächen auf unserem Grundstück ausgewiesen werden, dann sind wir als Verein in der Verkehrssicherungspflicht", erklärt Volker Zipprich. Konkret heißt das: Im Winter muss der Verein dafür sorgen, dass die Flächen geräumt sind. Auch sonst ist er für die Sicherheit auf dem Gelände selbst verantwortlich. "Der Parkplatz, der im Winter je nach Bedarf von uns selbst geräumt wird, ist außerdem nicht beleuchtet." Fahrgäste, die am späten Abend oder am frühen Morgen ihr Auto abstellen, könnten auf dem Weg zum Bahnhalt stolpern. "In der Verantwortung ist dann der Verein", so Zipprich.

Jüngst gab es ein Gespräch zwischen dem TSV Beiersdorf und dem Bauamt. Das Ergebnis: "Schulterzucken", sagt der Vorsitzende. Bisher seien keine Angebote der Stadt gekommen, wie man das Problem lösen kann. Stadtsprecher David Schmitt verweist auf NP -Anfrage auf die Gründe, warum man überhaupt auf den Platz des Vereins ausweichen will. "Die Versiegelung der Fläche sollte in Beiersdorf so gering wie möglich gehalten werden", sagt er. Sobald der tatsäche Bedarf an Stellflächen feststehe, könnte die Stadt eine eigene Anlage errichten. Bis es soweit ist, hoffe man darauf "dass wir doch noch eine einvernehmliche Lösung finden".

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
17:48 Uhr

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Steffi Wolf

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02. 08. 2019
17:48 Uhr



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