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Coburg

Theater-Entscheidung fällt erst im Januar

Der Stadtrat von Coburg hat am Donnerstag mit großer Mehrheit entschieden, den Beschluss zur Übergangsspielstätte für das Landestheater Coburg am 25. Januar 2018 zu fassen.



Coburg -  Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) sprach mit Blick auf diesen Termin vom "Punkt ohne Wiederkehr". Denn dem Landestheater läuft die Zeit davon. Die Betriebsgenehmigung endet vorwiegend aufgrund technischer Mängel im Haus im Sommer 2019. Dann darf in dem historischen Gebäude am Schlossplatz nicht mehr gespielt werden. Bis dahin muss die Übergangsspielstätte zur Verfügung stehen.

 

Eigentlich sollte der Stadtrat die Entscheidung zum Interim in seiner Dezembersitzung treffen. Allerdings lagen dazu neue Anträge vor. CSU/JC, Pro Coburg und SBC hatten beantragt, statt eines festen Bauwerks, das die Mehrheit des Stadtrats bislang befürwortet hatte, ein Theaterzelt aufzustellen. Es soll nur sechs Millionen Euro kosten gegenüber den rund zwölf Millionen Euro des festen Bauwerks, das unter Nutzung von Teilen der alten Dreifachsporthalle am Ketschenanger entstehen könnte. Hinzu kam am Dienstag dieser Woche ein Eilantrag der SBC-Fraktion, ein Globe-Theater nach englischem Vorbild auf dem Güterbahnhofgelände zu errichten.

 

Doch bei beiden Varianten - Zelt und Globe - sind noch viele Fragen offen. Dabei geht es beim Zelt beispielsweise um die tatsächlichen Kosten und den Standort. CSU/JC, Pro Coburg und SBC schlagen dafür den Rosengarten neben dem Kongresshaus vor. Das ist umstritten.

 

Beim Globe sind zum Beispiel die Finanzierung unter Einbeziehung privater Investoren und einer Stiftung, der Standort am Güterbahnhof, dessen Untergrund in weiten Teilen belastet ist, die Bauzeit und die Einhaltung von Brandschutzbestimmungen unklar. Außerdem müssen Nebengebäude, beispielsweise für Büros, an den Rundbau aus Holz angegliedert werden.

 

"Wohlwissend, dass die Zeit auf Kante genäht und eigentlich schon darüber genäht worden ist", bezeichnete es Oberbürgermeister Norbert Tessmer als notwendig, die Anträge intensiv zu prüfen, was in der Kürze der Zeit - insbesondere beim Globe-Vorschlag - nicht seriös möglich gewesen sei. Deshalb schlug der OB vor, die nächsten Wochen zu nutzen, um konkrete Informationen einzuholen und die Entscheidung bis zum 25. Januar 2018 zu verschieben. Eine weitere Verlängerung schloss Tessmer aus, "sonst brauchen wir ein Interim für das Interim. Das kann nicht sein."

 

Gegen diesen Antrag des Oberbürgermeisters gab es im Stadtrat keine Gegenrede. In der Abstimmung sprach sich nur Dominik Sauerteig (SPD) gegen die Verschiebung der Entscheidung zur Übergangsspielstätte für das Landestheater Coburg aus.

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
14. 12. 2017
14:47 Uhr

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Wolfgang Braunschmidt

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14. 12. 2017
14:47 Uhr



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