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Coburg

Traumergebnis für Ina Sinterhauf

Bekommt Coburg erstmals eine Oberbürgermeisterin? Für die Grünen ist die Zeit jedenfalls reif dafür.



Bündnis 90/Die Grünen nominierten einstimmig Ina Sinterhauf (Mitte) als OB-Kandidatin. Vorstandssprecher Michael Dorant (links) und Vorstandssprecher Kevin Klüglein gratulieren. Foto: Desombre
Bündnis 90/Die Grünen nominierten einstimmig Ina Sinterhauf (Mitte) als OB-Kandidatin. Vorstandssprecher Michael Dorant (links) und Vorstandssprecher Kevin Klüglein gratulieren. Foto: Desombre  

Coburg - Die erste Bewerberin für die Nachfolge von Oberbürgermeister Norbert Tessmer steht fest. Die Coburger Grünen nominierten einstimmig Ina Sinterhauf als Kandidatin und wählten sie ferner auf Platz eins der Stadtratsliste. Wolfgang Weiß wurde von der Aufstellungsversammlung einstimmig auf Platz zwei der Liste gewählt.

Die Grünen starteten am Donnerstagabend in die Kommunalwahl 2020 und waren somit die Ersten, die sich auf eine Kandidatin für den Oberbürgermeister einigten.

Angela Platsch, langjährige Grünen-Stadträtin, hatte die Versammlungsleitung übernommen und stand selbst nicht mehr für eine Kandidatur bereit. Das Grünen-Büro in der Steingasse war mit über 40 Stimmberechtigten bis auf den letzten Platz gefüllt. Der einzige Vorschlag aus der Versammlung war der für Ina Sinterhauf. Sie wolle für eine veränderte Politik eintreten, denn ein Wandel sei notwendig, betonte sie in ihrer kurzen Vorstellungsrunde. Themen ihrer politischen Arbeit seien der Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit. Diese globalen Themen müssen nach ihren Worten auch kommunal behandelt werden. Die Kommune habe Handlungsmöglichkeiten, aber es fehle ganz einfach an Mut und Ideen zur Umsetzung, machte Sinterhauf deutlich. Auch beim kommunalen Klimaschutz müsse eine Klimaneutralität erreicht werden. Soziale Politik sei nach ihrer Vorstellung mehr als Sozialpolitik und eine echte Familiengerechtigkeit bedeute auch sozialen Wohnungsbau. Coburg gehe es zwar gut, doch nicht alle können daran gleichermaßen teilhaben.

Zu einem kleinen Kuriosum war es bei der Wahl gekommen. Nach den Statuen sind Personen, die Mitglied in mehreren Parteien sind, nicht wählbar und auch nicht stimmberechtigt. Bei der ersten Abstimmung hatte aber ein Grünen-Mitglied mitgewählt, das wie aus internen Kreisen zu erfahren war, auch der Partei "Die Partei" angehört. Somit wurde diese Wahl für ungültig erklärt und es erfolgte ein weiterer Wahlgang. Bei diesem zweiten Wahlgang erzielte Ina Sinterhauf dann auch das Traumergebnis von 100 Prozent.

Als Kind habe sie eine bedrohte Welt erlebt und das Waldsterben und Chemieunfälle hätten sie bereits damals dazu veranlasst, etwas dagegen zu tun, damit die Welt auch lebenswert bleibt, so Sinterhauf nach ihrer Wahl. "Auch heute leisten wir uns viele Dinge, die dem Klimaschutz abträglich sind", so die frisch gekürte Kandidatin. Dies wolle sie sowohl als Oberbürgermeisterin als auch als Stadträtin angehen. Zudem wolle sie auch Vereine und Initiativen fördern und ein neues Beteiligungsformat schaffen. Als ersten Schritt sehe sie die Einführung eines Jugendparlaments.

Bei der Kandidatenwahl für den Stadtrat wurde das Ziel von Bündnis 90, mehr Frauen auf die vorderen Plätze zu bringen, umgesetzt. Dies sollte auch bei anderen Parteien so vollzogen werden, war der Wunsch der Grünen. In geheimer Wahl wurden die ersten 16 Listenkandidatinnen und -kandidaten gewählt.

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Wolfgang Desombre
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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
17:18 Uhr

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Wolfgang Desombre

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
17:18 Uhr



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