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Coburg

Umbau-Kosten steigen weiter

Die Arbeiten am Bad Rodacher Jagdschloss und an der Rückertschule werden voraussichtlich teurer als geplant. Unter anderem wegen eines weiteren Fluchtweges.



Rund 12 000 Euro zusätzlich wird die Stadt Bad Rodach in den Spielplatz am Schlossplatz investieren. Einstimmig billigte der Bauausschuss vor Ort den Vorschlag von Bürgermeister Tobias Ehrlicher Foto: Martin Rebhan
Rund 12 000 Euro zusätzlich wird die Stadt Bad Rodach in den Spielplatz am Schlossplatz investieren. Einstimmig billigte der Bauausschuss vor Ort den Vorschlag von Bürgermeister Tobias Ehrlicher Foto: Martin Rebhan  

Bad Rodach - Als im vergangenen Mai im Bad Rodacher Stadtrats bekannt gegeben wurde, dass die Umbauarbeiten am Jagdschloss und an der Rückertschule 1,1 Millionen Euro kosten, herrschte betroffenes Schweigen. Offensichtlich hat man den ersten Schock überwunden. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses nahm man die Information vom Architekt Michael Schoener eher gelassen hin, dass sich die Stadt nun auf Gesamtkosten von 1,27 Millionen Euro einstellen muss.

Die Kostensteigerung ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass im Jagdschloss ein zweiter Fluchtweg eingeplant werden muss, weil der große Festsaal als Veranstaltungsraum klassifiziert wurde. Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) meinte zwar, dass er nie und nimmer mit so hohen Kosten gerechnet hätte, betonte aber, dass eine Förderung zwischen 80 und 90 Prozent möglich sei. "Eine zweite Chance bekommen wir nicht", betonte er. Nachdem Michael Schoener ausführlich die geplanten Baumaßnahmen und die damit verbunden Kosten erläutert hatte, war sich das Gremium darüber einig, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten und beauftragte die Verwaltung einstimmig damit, entsprechende Förderanträge zu stellen.

Im Bereich Heldritter Steig/Melchior-Franck-Straße soll nach dem Willen des Ausschusses auf einer Fläche von 1,45 Hektar ein neues Baugebiet mit 18 Bauplätzen entstehen. Markus Krempel und Stephan Göhring (Göhring Ingenieure, Bad Rodach) erläuterten die Erschließung. Die Frage war, ob in Bauabschnitten gearbeitet werden soll oder ob man sichfür eine Komplettumsetzung ausspricht. Letzteres kommt bei geschätzten Kosten von 840 000 Euro um 155 000 Euro günstiger. Der Ausschuss sprach sich für die billigere Lösung aus. Überschlägig bedeutet dies für die Grundstücke einen Erschließungskostenanteil von etwa 67 Euro je Quadratmeter. Den Kaufpreis schätzte Ehrlicher auf rund 100 Euro pro Quadratmeter. "Wir kommen hier in Sphären, in denen wir noch nie waren", kommentierte er. Einstimmig folgte der Ausschuss dem Vorschlag, das Ingenieurbüro mit der Erstellung der entsprechenden Ausschreibungen zu beauftragen.

Sehr gut angenommen wird der Spielplatz am Schlossplatz. Inzwischen zeigte sich, dass kleinere Verbesserungen sinnvoll sind. Unter anderem will man zusätzliche Sitzbänke aufstellen, Sonnensegel installieren, den Sandkasten mit einer Umrandung versehen, Graffitis anbringen und einen Müllkübel aufstellen. Der Ausschuss bewilligte die Mehrausgaben in Höhe von 12 000 Euro, die nach Worten von Tobias Ehrlicher förderfähig sind. Axel Dorscht (SPD) regte an, im nördlichen Bereich eine Einfriedung zu schaffen, damit die Kinder nicht ungehindert auf die Verkehrsfläche laufen können. Eine Absage erteilte der Bürgermeister dem Wunsch, den Spielplatz im südlichen Bereich zu öffnen, um die öffentlichen Toiletten in der Hildburghäuser Straße nutzten zu können: "Hier geht mir die Sicherheit der Kinder vor. Rund um den Spielplatz haben wir wohl die höchste Verdichtung an öffentlichen Toiletten in ganz Deutschland."

Vor der Sitzung nahmen die Stadträte die Marienstraße in Augenschein. Hier wurde auf 165 Metern die Trinkwasserleitung erneuert. Die Arbeiten wurden wegen drei Rohrbrüchen innerhalb kürzester Zeit notwendig Die Kosten bezifferte Ehrlicher auf 94 500 Euro.

Die CSU-Fraktion stellte einen Antrag zur Verbesserung der Situation auf den städtischen Friedhöfen. Der Bürgermeister betonte, dass in diesem Bereich viel getan werde. Am Ende kam man überein, dass man die Friedhöfe bei einer Begehung in Augenschein nehmen wird.

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Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
17. 09. 2019
16:58 Uhr

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Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
17. 09. 2019
16:58 Uhr



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