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Coburg

Umgestürzte Bäume und ein Loch im Dach

Sturmtief "Eberhard" hat auch im Landkreis Coburg Schäden angerichtet. Die schlimmsten sind mittlerweile beseitigt.



In Dörfles-Esbach riss der Sturm Dachplatten herab. Die Feuerwehr sicherte die restliche Eindeckung und verlegte eine Plane. Foto: FFW Dörfles-Esbach
In Dörfles-Esbach riss der Sturm Dachplatten herab. Die Feuerwehr sicherte die restliche Eindeckung und verlegte eine Plane. Foto: FFW Dörfles-Esbach  

Coburg - Ein drei auf vier Meter großes Loch rissen die Windböen in das Dach eines Privathauses in Dörfles-Esbach. Laut Aussage des Feuerwehr-Kommandanten Peter Puff, der mit einem Dutzend Kameraden aus dem Ort im Einsatz war, hatten sich Eternitplatten aus der Dacheindeckung gelöst. Dabei kam auch die Drehleiter der Feuerwehr Coburg zum Einsatz, die mit zwei Fahrzeugen die Wehr aus dem Ortsteil unterstützte. Die Feuerwehrmänner entfernten die lockeren Platten und verlegten im Dachboden des Hauses eine Folie zum Schutz vor Nässe.

Für Verkehrsbehinderungen im Landkreis sorgten umgestürzte Baumstämme. So fiel am Sonntag gegen 21 Uhr eine Kiefer auf die Kreisstraße CO 25 zwischen Seßlach und Watzendorf. Die Baumspitze ragte dabei bis in der Mitte der Straße. Die CO 25 wurde deshalb um 22 Uhr für den Verkehr gesperrt. Nachdem der Baum beseitigt und die Fahrbahn von Ästen gesäubert worden war, gab die Straßenmeisterei des Landkreises am Montag um 8.15 Uhr die Straße wieder frei.

Auf der Kreisstraße CO 11 zwischen Kleingarnstadt und der Einmündung der Staatsstraße 2206 (Blumenrod) fielen am Sonntagnachmittag um 17 Uhr zwei Bäume um. Als die Rufbereitschaft der Straßenmeisterei kurze Zeit später vor Ort war, waren die beiden Bäume schon beseitigt. Laut Landratsamt Coburg dürfte die örtliche Feuerwehr dort tätig geworden sein.

Auch im Gemeindegebiet Ebersdorf hinterließ das Sturmtief Schäden: Am Ortsausgang von Kleingarnstadt wurde ein Baum von den Feuerwehren Kleingarnstadt und Oberfüllbach beseitigt. Außerdem rückte der Kommandowagen der Feuerwehr Ebersdorf zu einer Lageerkundung wegen eines absturzgefährdeten Teils in der Canterstraße aus. Hier war allerdings laut Mitteilung der Gemeinde kein Eingreifen notwendig.

Im Gemeindegebiet Weitramsdorf knickte der Sturm den Giebel einer Kastanie in der Weidacher Ortsmitte ab. Die örtliche Feuerwehr sicherte die Bruchstelle und beseitigte das Holz. In der Wildbahn zwischen Weidach und Wiesenfeld fielen Bäume auf die Fahrbahn. Laut Mitteilung der Polizei machten sich Forstarbeiter, nachdem der Sturm abgezogen war, ans Beseitigen. Am Bausenberg zwischen Cortendorf und Rögen mussten ebenfalls umgefallene Bäume beseitigt werden.

Am frühen Montagmorgen stürzte ein Baum auf die Kreisstraße CO 14 zwischen Höhn und Ketschenbach im Bereich der Einmündung nach Rüttmannsdorf. Laut Dieter Pillmann vom Landratsamt Coburg hat die örtliche Feuerwehr den Baum beseitigt. Waldgebiete sind durch kleinere Äste verschmutzt sowie Baustelleneinrichtungen und -schilder verrutscht und teils umgefallen. Fremdschäden waren der Behörde zunächst nicht bekannt geworden. "Die Teams unserer Straßenmeisterei sind noch bei den Aufräumarbeiten und der Straßenreinigung", teilt Dieter Pillmann mit.

Manfred Herter, Geschäftsführer der Waldbauernvereinigung Coburg Land, schätzt den Schaden als nicht so gravierend ein: "In der Summe wird er sich auf 50 bis 100 Festmeter belaufen. Im Vergleich zu den Schäden durch den Borkenkäfer fallen die nicht weiter ins Gewicht." Waldwanderern und Spaziergängern rät Herter, auf den Wanderwegen zu bleiben und nicht in den Beständen herumzulaufen. Dies bestätigt Oliver Kröner, beim Amt für Landwirtschaft und Forsten zuständig für den Wald im Landkreis. Er hat bislang nur von Einzelwürfen erfahren. Auch für ihn ist die Sicherheit im Wald Thema, allerdings in erster Linie bei der Aufarbeitung: "Wenn sich umgeworfene Bäume verkeilen, stehen sie unter Spannung. Dann müssen sie mit Maschinen beseitigt werden. Ansonsten werden die Waldbesitzer mit der Motorsäge tätig."

Autor

Katrin Lyda
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Veröffentlicht am:
11. 03. 2019
17:54 Uhr

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Katrin Lyda

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11. 03. 2019
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