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Coburg

Visionen vom Wohnen in Scheuerfeld

Das "Projekt Hausland" will ein Wohn- und Lebensprojekt realisieren. Das Vorhaben stößt im Bau- und Umweltsenat auf breite Zustimmung.



Maximal 18 Wohneinheiten in parkähnlicher Umgebung: So stellt sich "Projekt Hausland" das Wohnkonzept auf dem 8000 Quadratmeter großen Areal in der Wüstenahorner Straße 1 vor.
Maximal 18 Wohneinheiten in parkähnlicher Umgebung: So stellt sich "Projekt Hausland" das Wohnkonzept auf dem 8000 Quadratmeter großen Areal in der Wüstenahorner Straße 1 vor.  

Coburg - Wohnen und Leben in der Gemeinschaft, generationenübergreifend und interkulturell: Das ist die Vision einer Gruppe von Menschen, die sich "Projekt Hausland" nennt. Ihre Vorstellungen, die Architekt und Projekt-Mitglied Kamran Gollub am Mittwoch dem Bau- und Umweltsenat vorstellte, wollen sie in den nächsten zwei Jahren in Scheuerfeld realisieren. Dazu wurde bereits ein ehemaliges Bauerngehöft mit einem rund 8000 Quadratmeter großen Areal in der Wüstenahorner Straße 1 erworben. "Das ist eine Initialzündung für Scheuerfeld", begrüßte 2. Bürgermeisterin und Baureferentin Dr. Birgit Weber (CSU) das Vorhaben, das vom Gremium einstimmig befürwortet wurde.

Projektvorstellung

Das Wohnprojekt ist offen für die verschiedensten Wohnmodelle der heutigen Zeit. Es richtete sich an Menschen, die bewusst die Gemeinschaft suchen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.

Wie "Projekt Hausland" sein Wohnkonzept in der Wüstenahorner Straße 1 in Scheuerfeld realisieren will, erfahren Interessierte am Samstag, 14. Juli, beim Tag der offenen Tür von 10 bis 12 Uhr.

Auf dem Grundstück gibt es die Möglichkeit, sowohl mit dem Bestand zu arbeiten als auch einen Neubau zu verwirklichen. In diesem Projekt soll ein buntes Miteinander verwirklicht und mit dem Wohnprojekt die Grundlage für ein gemeinschaftliches, generationenübergreifendes, sozial gemischtes und interkulturelles Wohnen für bis zu 30 Erwachsene, Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Es entstehen Genossenschafts- und Eigentumswohnungen, eine Ladeneinheit, Werkstatt, Aufenthalts- und Nebennutzflächen sowie ein multifunktionaler Gemeinschaftsraum. Insgesamt sind bis zu 18 Wohnungen mit Wohnflächen von 50 bis 110 Quadratmeter geplant, die mit Terrassen, Loggien oder privaten Gartenanteilen versehen sind.

"Die ersten Überlegungen dazu stammen aus dem Jahr 2010. Zwei Jahre später haben wir ein Konzept erarbeitet, wie wir miteinander Leben möchten", erläuterte Kamran Gollub, stellte aber auch klar, keinesfalls "Luftschlösser" bauen zu wollen. Vielmehr werde das denkmalgeschützte Bestandsgebäude mit Stall und Scheune als Gemeinschaftshaus mit Arbeits- und Werkräumen zum "Herzstück" avancieren. Zudem seien drei Neubauten geplant. "Die Häuser werden durch kompakte Bauweise und ästhetisch klare, zeitlose Architektur sowie ein einheitliches Äußeres geprägt und sich harmonisch einfügen", sagte Gallub.

Für die 6000 Quadratmeter große Außenfläche ist unter Berücksichtigung der vorhandenen Biotope und Bäume eine parkähnliche Gestaltung geplant. Zudem sind 20 Stellflächen vorgesehen, deren Platzierung aber noch der Abstimmung mit dem Grünflächenamt bedürfen.

"Das ist ganz toll, was mitten im Scheuerfelder Ortskern entsteht", kommentierte Mathias Langbein (SBC) die Pläne. Um die Akzeptanz zu erhöhen, riet er den Projekt-Initiatoren, ihr Konzept bei einer Bürgerversammlung vorzustellen. "Absolute Begeisterung - nicht nur baulich, sondern auch unter sozialen Aspekten" signalisierte Max Beyersdorf (CSU), während Hans-Heinrich Ulmann besonders die Kombination Alt-Neu-Grün lobte. Dem pflichteten Andreas Gehring (SPD) und Wolfgang Weiß (Grüne) bei: "Das ist toll, schön und einfach mal was anderes."

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
13. 06. 2018
16:48 Uhr

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Christoph Scheppe

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13. 06. 2018
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