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Coburg

Vollausbau oder einfache Sanierung?

Eine Straße in Meeder muss hergerichtet werden. Wie das genau geschehen soll, darüber ist man sich noch unschlüssig.



Meeder - Der Gemeinderat Meeder macht sich die Entscheidung über die Sanierung eines rund 330 Meter langen Stücks der Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Gut und der Kreisstraße CO 17 nicht gerade leicht. Es geht halt ums Geld. Bisher ging die Tendenz in Richtung Vollausbau. Norbert Gleichmann (FW) meldete aber in der Sitzung am Montag Bedenken an. Er schlug vor, das strittige Teilstück lediglich mit einer Asphaltdeckschicht zu versehen und wies darauf hin, dass der Unterbau Teer und Pech enthalte. Das müsste nach neuerem Recht kostenpflichtig entsorgt werden. Leichte und mittlere Belastungen könne dann die zehn bis maximal 14 Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht durchaus noch aushalten. Gleichmann schätzte die Kosten für eine solche einfachere Maßnahmen auf 50 000 Euro.

Christian Flohrschütz (CSU/Landvolk) warnte vor einem Hinauszögern der Baumaßnahme: "Je länger man wartet, desto teurer wird‘s." Michael Ehrmann (SPD) wies darauf hin, dass die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde begrenzt seien.

Der Gemeinderat traf aber zunächst keine Entscheidung. Es sollen erst einmal Angebote für eine Oberflächensanierung eingeholt werden. Dann sollen auch die Angebote für die bloße Asphaltdecke und den Vollausbau verglichen werden. Dabei geht es auch um mögliche Fördermittel und Nebenkosten.

Die Anna-Bernhardine-Eckstein-Schule in Meeder, soll im Herbst 2020 zu einer offenen Ganztagsschule werden. Darüber war sich der Gemeinderat einig. "Da müssen wir aber noch viele Details planen", sagte Martina Truckenbrodt von der Gemeindeverwaltung. Ein Träger werde gesucht, die Schülerbeförderung müsse organisiert werden. Es müsse entschieden werden, ob die Betreuungszeiten um 14 oder um 16 Uhr enden sollen. Der Freistaat Bayern unterstützt eine offene Ganztagsschule bei den Personalkosten. Erreicht werden müsste aber eine Gruppengröße von mindestens 14 Kindern. Ab 26 Kindern gibt es eine zweite Gruppe. Das dürfte in Meeder kein Problem sein. In einer Befragung hatten die Eltern von rund 70 Schülern Interesse an einer offenen Ganztagsschule signalisiert. Die Gemeinde rechnet mit eigenen Kosten in Höhe von etwa 30 000 bis 50 000 Euro im Jahr.

Eltern, für die der Schulschluss um 16 Uhr noch zu früh ist, könnten ihre Sprösslinge danach weiterhin in der herkömmlichen Hortbetreuung unterbringen, allerdings nicht zum Nulltarif wie in der offenen Ganztagsschule. Mittagessen in der offenen Ganztagsschule müssten die Eltern aus eigener Tasche bezahlen.

Alexandra Heß vom "Haus für Kinder am Kastanienbaum" in Meeder sagte, dass dort derzeit etwa 43 Schulkinder in der Hortbetreuung seien. Die offene Ganztagsschule wirke sich dann auch auf die Kindertagesstätten in Meeder aus. Der Personalaufwand sei geringer, damit verändere sich die Finanzierung.

Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/Landvolk) machte klar, dass ein Ganztagsangebot in der Schule ein wichtiger Trumpf im Standortwettbewerb einer Gemeinde sei. Dagmar Escher (SPD) wollte sich mit einer offenen Ganztagsschule nicht zufriedengeben. Sie warb erfolglos für die Einrichtung einer gebundenen Ganztagsschule. Rektorin Eileen Fritsche sagte: "Die offene Ganztagsschule soll auch pädagogisch unterfüttert werden." Für die Ganztagsschule könnten auch die Klassenzimmer im Gebäude benutzt werden.

Autor

Martin Koch
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Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
17:28 Uhr

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Autor

Martin Koch

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Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
17:28 Uhr



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