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Coburg

Von der Ampelschaltung bis zum Rufbus-System

Rathauschef Maximilian Neeb absolviert seine erste Bürgerversammlung. Dabei werden viele Themen an ihn herangetragen.



Von der Ampelschaltung bis zum Rufbus-System
Von der Ampelschaltung bis zum Rufbus-System  

Gemünda - Premiere für Bürgermeister Maximilian Neeb (FW): Am Montagabend fand für den jungen Rathauschef die erste Bürgerversammlung seiner Amtszeit statt, im Sportheim des TSV Gemünda. Es war die erste Bürgerversammlung seit zwei Jahren, weil nach Martin Mittags Wechsel in den Landtag im Herbst 2018 der Reigen der Informationsabende für die Bürger ausfiel.

Abstimmungen laufen bereits für die Baumaßnahmen an der Staatsstraße 2204 und an der Kreisstraße Heilgersdorf. Beide könnten 2020 starten. In Hattersdorf ist die Stadt bei der Talquerung und der neuen Ortszufahrt betroffen, in Heilgersdorf bei der Gestaltung der Randbereiche inklusive Gehsteige. "Ich bin froh, dass der Kreis die Ortsdurchfahrt angeht, denn die Heilgersdorfer Hauptstraße ist die schlechteste im Stadtgebiet", so Neeb.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war für den Bürgermeister der Halt der BR-Radltour. Die Veranstaltung sei "rundum gelungen" und "gute Werbung für wenig Geld" gewesen. Beim "Dauerbrenner Feuerwehr" konnte der Rathauschef Erfreuliches berichten, zumindest vom Nachwuchs: Bein zehnten Jubiläum der Jugendfeuerwehren und beim Jugendleistungsmarsch habe jeder sehen können, "was der Nachwuchs schon drauf hat". Rund 100 000 Euro lässt sich die Stadt die Feuerwehren pro Jahr kosten. Neeb: "Ich bin froh, dass der Nachwuchs bei uns so zahlreich und gut ausgebildet ist." Bei den Aktiven hoffe er, dass trotz "kränkelnder Feuerwehren" alle Gruppen im Stadtgebiet erhalten werden können.

Ausgiebig diskutiert wurde der ÖPNV, vor allem der Rufbus. "Wir haben ein gutes System, es ist nur nicht jedem bekannt", sagte Neeb. Jede Stunde kämen die Bürger nach Coburg oder Seßlach, zudem fahre das Taxi meist die kürzeste und schnellste Strecke. Erich Schulz widersprach: "Es hapert noch hinten und vorn." Im Landratsamt sei schlecht jemand zu erreichen, die Internet-Seite sei nicht erreichbar sowie veraltet, und der Bus warte nicht aufs Taxi, wurde kritisiert. Neeb forderte alle Bürger auf, sich bei Problemen zu melden: "Wir können das System nur verbessern, wenn uns die Fehler bekannt sind." Offensichtlich funktioniere die Abwicklung, denn knapp die Hälfte der 5000 Buchungen pro Jahr komme aus Seßlach. Im Frühjahr 2020 will der Bürgermeister die Einwohner über den Rufbus informieren und Probleme diskutieren, unterstützt vom ÖPNV-Experten Hans Fenzlein.

Von den Bürgern vorgetragene Themen betrafen eine Mitfahrerbank, ein mögliches Neubaugebiet, eine elektronische Geschwindigkeitstafel für den Ortseingang, die Farbe des Rathauses, die Parksituation an der Kita, die künftige Nutzung der ehemaligen Schulräume und die Ampelanlage. Die Bank, die im Bauhof in Seßlach auf ihren Einsatz wartet, könnte auf Anregung von Josef Starkl für einen Lückenschluss nach Dietersdorf an der Bushaltestelle aufgestellt werden. Für das Neubaugebiet, nach dem Martin Großkreuz fragte, macht eine Erschließung laut Neeb nur Sinn, "wenn die Plätze nicht erst nach 20 Jahren verkauft sind". Auch verkaufsbereite Grundstücksbesitzer brauche es, ergänzte Hendrik Dressel. Ein neuer Anstrich für die Rathausfassade würde einen "mittleren fünfstelligen Betrag" kosten, so Neeb, auch weil Fördergelder zurückgezahlt werden müssten. Er deutete an, dass er dieses Geld lieber anderweitig ausgeben würde.

"Unverantwortlich" nannte Herbert Zapf, wie an der Kita geparkt werde. Harry Bucher schlug vor, die Parkplätze am Sportheim zu nutzen. Marianne Krüg erkundigte sich, ob die Ampel nicht "intelligenter" zu schalten sei. Chancen auf eine Änderung durch das Staatliche Bauamt sahen weder Neeb noch Geschäftsleiter Bernd Vogt.

Autor

Bettina Knauth
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Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
17:06 Uhr

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Bettina Knauth

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Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
17:06 Uhr



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