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Coburg

Vorerst wird nur geflickt

Ein Weg zu Aussiedlerhöfen im Gemeindegebiet Itzgrund müsste dringend saniert werden. Doch schnell würde in diesem Fall auch teuer heißen.



Kaltenbrunn - Die ausführliche Sanierung des Verbindungsweges zwischen den zu Herreth gehörenden Aussiedlerhöfen und der Gemeinde- und Landkreisgrenze bei Püchitz wird wohl noch lange die Geduld der Anlieger strapazieren.

Der betroffene Weg ist ein Teil des Kernweges 217.1 und muss dringend ausgebessert werden. Ein Vollausbau der insgesamt 425 Meter langen Strecke im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens würde nach aktuellem Stand rund 250 000 Euro kosten. Das könnte durch den Freistaat Bayern mit 85 Prozent gefördert werden, könnte dann aber noch vier bis fünf Jahre dauern. Schneller könnte es gehen, wenn man den Straßen- und Wegebau einfach als Infrastrukturmaßnahme begreifen würde. Diplom-Ingenieur Jürgen Kittner vom Planungsbüro Kittner und Weber spricht in diesem Fall von einer Sanierung mit Entfernung der bituminösen Schichten, einer Unterbauverstärkung im Bereich der Durchbrüche und dem Aufbringen einer geschlossenen Tragdeckschicht über die volle Länge und Breite von 3,50 Meter. Die Kosten dafür schätzt er gegenwärtig auf 135 000 Euro. Der Fördersatz würde allerdings für diese Variante nur 54 Prozent betragen. Demnach würde es also schneller gehen, wäre aber für die Gemeinde teurer.

Wegen erheblicher "Eigenanteilsdifferenz" entschied sich der Gemeinderat Itzgrund dann einstimmig für eine Zwischenlösung, die lediglich 18 000 Euro kostet. Das sind "vorläufige Sanierungsmaßnahmen". Jetzige Risse sollen dabei vergossen und stärkere Durchbrüche ausgebaut und stabilisiert werden; eine neue Fahrbahndecke soll entstehen. "Das ist kein rausgeschmissenes Geld", stellte Gemeinderat Matthias Bauer (Freie Wähler) klar. Gemeinderätin Barbara Leicht meinte, dass man angesichts dieser Finanz- und Zeitperspektiven die vier bis fünf Jahre absitzen solle.

Dem Gemeinderat lag in seiner jüngsten Sitzung am Montag im Rathaus Kaltenbrunn auch ein Entwurf zur Dorfplatzgestaltung in Bodelstadt vor. Es gab einige Anfragen bezüglich der Gestaltung der Wegoberflächen. Auf jeden Fall will die Gemeinde die Planungs- und Materialkosten übernehmen. Alle Fremdleistungen und die Anschlusskosten für Strom sollen zu 35 Prozent bezuschusst werden. Unterhalt und Pflege des Dorfplatzes sollen noch gesondert vereinbart werden.

Beim Umbau der Itzgrundhalle ergeben sich immer wieder neue Gesichtspunkte. Nichtsdestotrotz liegen die vermuteten Baukosten im geplanten Rahmen. Wöchentlich findet ein Jour fixe statt. Bei der Sanierung des Eggenbaches ist jedoch mit nicht unerheblichen Kostensteigerungen zu rechnen. Dabei geht es vor allem um die Ufergestaltung. Die Mitsprachemöglichkeiten der Gemeinde sind aber beschränkt. Das müssen in erster Linie die Teilnehmergemeinschaft und das Amt für ländliche Entwicklung miteinander klären.

Es gab eine Bauvoranfrage eines Bürgers, der in Büdenhof eine Bio-Schweinezuchtanlage mit Nebengebäuden errichten will. Der Gemeinderat stimmte der Bauvoranfrage zu. Das letzte Wort spricht dazu aber das Landratsamt Coburg.

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Martin Koch
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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
16:58 Uhr

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Martin Koch

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
16:58 Uhr



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