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Coburg

Was junge Leute an Coburg kritisieren

Kommunalpolitiker wollen die Vestestadt attraktiv für Vertreter aller Generationen machen. Nun sprechen Studenten über ihre Vorstellungen.



Coburg - "Entweder man hat Glück oder man schläft unter der Frankenbrücke", mit diesen Worten beschrieb die Studentin Laura Konrad im Rahmen des Coburger Stadtsalons (siehe Bericht oben) ihre Wohnungssuche. Konrad stammt aus Kronach und studiert seit wenigen Semestern in der Vestestadt. Sie berichtete nicht nur über die
schwierige Suche nach einer Wohnung.

Die Wahl auf Coburg als Studienort traf sie vor allem aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus. "Ein Studium in München hätte ich mir nicht leisten können", sagte Laura Konrad. Von der Vestestadt selbst habe sie sich nicht sonderlich stark angezogen gefühlt. Zwar sei das kulturelle Angebot mit Landestheater und Co. ganz gut, sie vermisse aber Freiräume, die Studenten nutzen könnten, um rebellisch zu sein. "Das studentische Leben ist im Alltag zu wenig präsent", kritisierte die junge Frau. Außerdem sei Coburg eine sehr konservative Stadt.

Die Suche nach einer Wohnung gestaltete sich schwierig. An den hohen Mietpreisen habe das aber nicht gelegen. "Wir haben eine Wohnung für eine WG gesucht. Da waren wir oft mit Vorurteilen von Vermietern konfrontiert", berichtete sie. Die Hausbesitzer hätten gefürchtet, dass die jungen Menschen zu laut oder zu unsauber sein könnten. Schließlich hätten Laura Konrad und ihre Freunde Glück gehabt. Mit ihrer relativ günstigen Wohnung, die mitten im Zentrum liegt, ist sie sehr zufrieden.

Trotzdem stört es sie, dass Coburger unweigerlich auf ein Auto angewiesen sind. Sie lebe zwar mitten im Zentrum und könne die meisten Wege zu Fuß zurücklegen, doch sie gerate immer wieder an Grenzen. "Ich muss für mein Studium zum Beispiel regelmäßig einen Baumarkt aufsuchen. Da fährt zwar ein Bus hin, aber nur bis 17 Uhr", erklärte sie. Ihr Alltag erlaube es jedoch nicht, den Laden so früh zu besuchen. Außerdem verstehe sie nicht, dass der Bus nur bis 17 Uhr fährt, wenn die Märkte doch bis 20 Uhr geöffnet sind.

Der junge Architekt Andreas Seidler, der ein Referendariat bei der Bayerischen Staatsbauverwaltung in München und Bayreuth macht, lebt gerne in Oberfranken. Er schätzt es vor allem, dass es ihm hier möglich ist, Wohneigentum zu erwerben. Seine Vorstellungen sind anders als die seiner Eltern, die vor mehren Jahren ein großes Haus gebaut hatten. Seidler favorisiert eine Wohnung in der Innenstadt. Der junge Mann könne sich aber auch gut vorstellen, zur Miete zu leben.

 

 


zitat

 

Entweder man hat Glück

 

oder man schläft unter

 

der Frankenbrücke.

 

Laura Konrad, Studentin

 

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Katja Diedler

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Veröffentlicht am:
08. 01. 2019
20:08 Uhr

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Veröffentlicht am:
08. 01. 2019
20:08 Uhr



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