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Coburg

Weidhausen: Anbau-Pläne lösen Zank zwischen Fraktionen aus

Einstimmig bringt der Gemeinderat Weidhausen die Turnhallen-Sanierung auf den Weg. Dabei ist ein Projekt jedoch umstritten.



Weidhausen - Die geschätzten Kosten für die Generalsanierung der betagten Schulturnhalle in Weidhausenbelaufen sich auf rund 1,65 Millionen Euro. Inklusive der Planungskosten sowie derjenigen für den Anbau kommen rund zwei Millionen Euro zusammen. Die Höhe der Fördermittel steht noch nicht endgültig fest. Bürgermeister Markus Mönch zeigte sich zuversichtlich, dass die Gemeinde den Ausbau stemmen könne. Dass dringender Handlungsbedarf besteht, darüber gab es im Gemeinderat keinen Zweifel. Die Halle wird seit 1967 unverändert genutzt.

Heikle Verkehrsführung

Laut Thomas Carl (FB) gibt es etliche Bürger, die mit der Verkehrsführung in der Mühlleite in Weidhausen nicht zufrieden sind. Auch Bürgermeister Mönch findet die Verkehrssituation dort "nicht sehr glücklich". Mit dem Bauausschuss will er am 16. Oktober die Lage diskutieren. Eingeladen werden auch Vertreter von Planungsbüro, Bauunternehmen und Polizei.

 

Zusätzlich hat der Architekt einen Anbau geplant. Damit reagiert die Gemeinde auf Wünsche der Vereine FC Adler und TV Weidhausen, die die Halle rege nutzen. Der Anbau mit einer Nutzfläche von rund 140 Quadratmetern soll so multifunktional wie möglich sein. Vereine könnten ihn ebenso nutzen wie die auf dem Schulgelände untergebrachte Kindertagesstätte. Er soll die Halle an der zum Sportplatz gerichteten Seite erweitern und kann so auch bei Veranstaltungen im Freien eine Funktion erfüllen, beispielsweise die Ausgabe von Essen und Getränken.

 

Mönch ging bis kurz vor der Sitzung am Montag davon aus, dass sich die Fraktionen im Gemeinderat über die Eckpunkte des Bauvorhabens einig seien. Doch die Fraktion Freie Bürger (FB) brachte den Antrag ein, den Anbau zu vergrößern. "Der Anbau ist eine wohl einmalige Chance", so Fraktionsvorsitzender Walter Lorper. Daher sei selbst eine Kreditaufnahme vertretbar, sollten die Finanzen für die größere Variante nicht ausreichen. Fraktionskollege André Faber führte zu Felde, dass die Vereine Eigenleistung erbringen und Sponsoren gewinnen könnten. Der Anteil der Gemeinde an den Mehrkosten für einen größeren Anbau könne so auf gut 100 000 Euro reduziert werden.

Kein Verständnis ernteten die Freien Bürger bei den Fraktionen von SPD/Dorfgemeinschaft und CSU. "Mit diesem Antrag wird ein falsches Spiel mit den Bürgern betrieben", wetterte Michael Hofmann (CSU). Die Gemeinde sei finanziell nach wie vor nicht auf Rosen gebettet. Daher gelte es auch bei der Hallensanierung, Augenmaß zu bewahren. Dies sei man den Bürgern schuldig, denn für die Zukunft der Gemeinde sei weiterer Schuldenabbau notwendig.

Geschätzte 200 000 Euro Mehrkosten seien keine lächerliche Summe", meinte der Bürgermeister. So viel mehr bringe ein etwas größerer Anbau dann doch nicht. Mönch zeigte sich verärgert darüber, dass sich Vertreter von FC Adler und TV Weidhausen nicht mit der geplanten Anbau-Größe zufrieden gaben. "Wir leisten Vereinsförderung wie keine andere Kommune im Landkreis", betonte er.

Manfred Künzel (FB) beantragte schließlich eine namentliche Abstimmung. Dass Künzels Fraktion geschlossen gegen den bislang geplanten Anbau stimmte, nützte nichts. Denn sowohl SPD/Dorfgemeinschaft als auch CSU und Bürgermeister votierten dafür. Der Anbau soll eine Höhe von 3,75 Metern haben. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 280 000 Euro.

Mit einer Änderung des Flächennutzungsplans gab der Gemeinderat grünes Licht für den Neubau des Nettomarkts am Ortseingang von Weidhausen aus Richtung Sonnefeld. Er soll auf der anderen Straßenseite neu errichtet werden. Damit bietet sich die Möglichkeit für eine größere Verkaufsfläche.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
17:42 Uhr

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Mathias Mathes

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08. 10. 2019
17:42 Uhr



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