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Coburg

Weidhausen will Millionen investieren

Die Gemeinde plant in den nächsten Jahren etliche Projekte. Etwa die Sanierung der Schulturnhalle. Kredite will man dafür aber nicht aufnehmen.



Einstimmig hat der Gemeinderat Weidhausen den Haushalt verabschiedet. In den nächsten Jahren will man für mehrere Projekte insgesamt knapp fünf Millionen Euro investieren. Symbolbild: Monika Skolimowska (dpa)
Einstimmig hat der Gemeinderat Weidhausen den Haushalt verabschiedet. In den nächsten Jahren will man für mehrere Projekte insgesamt knapp fünf Millionen Euro investieren. Symbolbild: Monika Skolimowska (dpa)  

Weidhausen - Mit Investitionen in Höhe von insgesamt rund 4,95 Millionen Euro geht die Gemeinde Weidhausen in den nächsten Jahren in die Vollen. Die Investitionsoffensive beginnt 2020 mit dem Start der Schulturnhallen-Sanierung und der Verbesserung des Brandschutzes am Mittelbau der Schule in Weidhausen.

In Kürze

Verwaltungshaushalt rund 6,6 Millionen Euro

Vermögenshaushalt rund 2,5 Millionen

Schuldenstand zum 31.12.19 rund 1,6 Millionen Euro erwarteter Schuldenstand, Ende 2020 rund 1,4 Millionen

Pro-Kopf-Verschuldung 414 Euro (Vorjahr 502 Euro)

Größte Investitionen: Sanierung Schulturnhalle 350 000 Euro (insgesamt rund 1,7 Millionen Euro über drei Jahre)

Verbesserung Brandschutz an der Schule 150 000 Euro

Kanalbau 100 000 Euro

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Neuensorg 170 000 Euro

Sanierung Gehsteige und Straßen 50 000 Euro

 

Die Gemeinde werde schrittweise an die geplanten Vorhaben herangehen, sagte Kämmerer Christoph Hohlweg bei der Vorstellung des Haushalts 2020 in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. "2020 werden wir noch kleinere Brötchen backen", erklärte Bürgermeister Markus Mönch. So sieht der Haushalt 350 000 Euro für erste Arbeiten an der Schulturnhalle vor. Die Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten zwischen 1,7 und zwei Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Dazu kommt ein Anbau mit geschätzten Kosten in Höhe von rund 300 000 Euro. Ziel sei, sämtliche Investitionen der kommenden Jahre ohne eine Kreditaufnahme zu stemmen, betonte Mönch.

 

Schon im nächsten Frühjahr sollen an der Schule, die auch den gemeindlichen Kindergarten "Oase" beherbergt, Verbesserungen des Brandschutzes erfolgen. Dafür sind Haushaltsmittel in Höhe von 150 000 Euro vorgesehen. Sanierungsbedarf gebe es zudem beim Abwassernetz, sagte der Kämmerer. Dafür sind 100 000 Euro eingeplant.

"Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer scheinen sich auch im nächsten Jahr positiv zu entwickeln", sagte Hohlweg. Er rechnet mit 1,6 Millionen Euro, einem Plus von etwa 100 000 Euro gegenüber 2019. Er räumte aber ein, dass die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen "nur schwer exakt vorhersehbar ist". Ähnliches gelte für die Umlage an den Landkreis, ein Ausgabeposten, dessen genaue Höhe erst im Frühjahr nach Abschluss der Haushaltsberatungen des Kreistags feststehe. Hohlweg geht davon aus, dass die Gemeinde 2020 rund 1,47 Millionen Euro an den Landkreis abführen muss. Künftig ohne Kreditaufnahmen auszukommen, sei ein realistischer Anspruch, erfordere aber weiter Maßnahmen mit Augenmaß und auf mehrere Jahre verteilt umzusetzen.

Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt einstimmig. Walter Lorper (Freie Bürger) verwies auf weitere Unwägbarkeiten wie die Entwicklung der Baukosten in den nächsten Jahren. Gut sei, dass 50 000 Euro für Sanierungen von Straßen und Gehwegen bereitstünden, ebenso Geld für Planungskosten für die Sanierung des Rathauses. Gewünscht hätte sich Lorper einen Posten für die Erweiterung der Kindertagesstätte "Oase". "Solide" nannte André Carl (SPD) den Haushaltsentwurf. Jetzt gelte es, weiter solide zu wirtschaften. Unwägbarkeiten gebe es immer, doch die Gemeinde habe sich eine gute Ausgangsbasis für die kommenden Aufgaben geschaffen, sagte Michael Hofmann (CSU).

Eine gute Grundlage ist nach den Worten von Bürgermeister Mönch auch nötig. "Die großen Brocken kommen in den Jahren 2021 bis 2023", betonte er. Er erinnerte an den Ausbau der Hallstraße einschließlich Kanalsanierung mit geschätzten Kosten von 1,7 Millionen Euro. Mit Sorge blickte Mönch auf die Kreisumlage. In Coburg sei der Neubau des Klinikums im Gespräch, wobei der Landkreis finanziell gefordert sei. Angesichts dieser Situation sei mit einem stärkeren Anstieg der Umlage zu rechnen.

Einstimmig hatte der Bau- und Umweltausschuss vor der Gemeinderatssitzung dem Neubau des Nettomarkts am Ortseingang von Weidhausen aus Richtung Sonnefeld zugestimmt. Durch das Bauvorhaben werde das Ortsschild von Weidhausen näher an die Nachbargemeinde rücken, sagte Bürgermeister Markus Mönch.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
15:38 Uhr

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Mathias Mathes

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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
15:38 Uhr



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