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Coburg

Weihrauchfass muss draußen bleiben

Die Sternsinger besuchen nach der Aussendung das Rathaus. Weil die Rauchmeldeanlage anspringen könnte, darf diesmal kein Harz verbrannt werden.



Aussendung: 100 Jungen und Mädchen wurden mit einem Festgottesdienst in der St.-Augustin-Kirche für die Sternsinger-Aktion auf den Weg geschickt. Fotos: Martin Koch
Aussendung: 100 Jungen und Mädchen wurden mit einem Festgottesdienst in der St.-Augustin-Kirche für die Sternsinger-Aktion auf den Weg geschickt. Fotos: Martin Koch   » zu den Bildern

Coburg - Gottes Segen für das neue Jahr ist am Samstag im Coburger Rathaus und bei der Stadtspitze angekommen. Traditionell haben die Sternsinger zum Auftakt der Aktion das Rathaus aufgesucht, wo sie von der 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber empfangen wurden.

In den Tagen rund um den "Öberschten", wie der Coburger Volksmund das "Hochfest der Erscheinung des Herrn" am 6. Januar bezeichnet, sind rund 100 Kinder und Jugendliche in der Stadt unterwegs, um den Bürgern die frohe Botschaft von der Geburt Jesu Christi zu verkünden. Üblicherweise bringen die Sternsinger Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. Die Weihrauchfässer mussten in diesem Jahr allerdings draußen bleiben. Da die Gefahr bestand, dass die Rauchmeldeanlage im Rathaus anspringt und die Feuerwehr kommt, durften die Kinder das wohlriechende Harz nicht anzünden. Auch Gold hatten sie nicht dabei. Stattdessen ließen die Sternsinger die Sammelbüchsen herumgehen. Der Erlös der Sternsinger-Aktion ist in diesem Jahr für Kinder in Peru bestimmt, die unter einer Behinderungen leiden und gefördert werden sollen.

Rund 300 000 Kinder und Jugendliche sind in den 27 katholischen Bistümern Deutschlands in diesen Tagen für das "Kindermissionswerk: Die Sternsinger" unterwegs. Im Jahr 2017 verbuchte das Kindermissionswerk ein Spendenaufkommen in Höhe von knapp 75,5 Millionen Euro.

Bürgermeisterin Weber wünschte den Sternsingern auf ihren Wegen durch Coburg offene Ohren, offene Herzen und offene Geldbeutel. "Ihr Sternsinger übernehmt mit eurem segensreichen Dienst eine große Verantwortung", sagte sie. Die Sternsinger hinterließen im Rathaus auch ihr Zeichen. Mit geweihter Kreide steht jetzt an der Eingangstür "20 * C + M+ B + 19". Die drei Buchstaben werden gleich zweifach interpretiert. Sie stehen einmal für die Namen des heiligen Trios: Caspar, Melchior und Balthasar. Sie stehen aber auch für den Segenswunsch: "Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus." Drei Kreuze symbolisieren die göttliche Dreifaltigkeit. Der Stern steht für den Stern von Bethlehem, dem die Weisen gefolgt sind.

Dekan Roland Huth erinnerte bei der Aussendung der Sternsinger in der St.-Augustin-Kirche an das aktuelle Motto der Aktion. Es lautet: "Wir gehören zusammen in Peru und weltweit." Das sei auch das Motto Jesu gewesen, als er als Wanderprediger durch Israel und Palästina gezogen wäre, meinte Huth. Wenn alle Menschen dem Appell der Sternsinger folgen und das Gefühl von Zusammengehörigkeit fördern würden, müssten wir uns um den Frieden keine Sorgen machen.

Autor

Martin Koch
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Veröffentlicht am:
06. 01. 2019
16:32 Uhr

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Martin Koch

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06. 01. 2019
16:32 Uhr



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