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Coburg

Weniger Arbeitslose im Oktober

Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich robust. Um Kündigungen zu vermeiden, greifen Betriebe verstärkt zu Kurzarbeit.



Die Fachkräfte-Nachfrage ist ungebrochen hoch. Allein aus dem Bereich Gesundheit, Pflege, Soziales und Erziehung liegen der Arbeitsagentur Bamberg-Coburg 905 Stellenofferten vor.	Foto: Christoph Schmidt/dpa
Die Fachkräfte-Nachfrage ist ungebrochen hoch. Allein aus dem Bereich Gesundheit, Pflege, Soziales und Erziehung liegen der Arbeitsagentur Bamberg-Coburg 905 Stellenofferten vor. Foto: Christoph Schmidt/dpa  

Coburg - Wieder unter der 10 000er-Marke: Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Bamberg-Coburg um 518 Personen auf 9846 gesunken. Sie liegt jetzt wieder leicht unter dem Niveau von vor den Sommerferien, in denen die Beschäftigungslosigkeit saisonüblich steigt. Der Rückgang fiel im Vergleich zum Vorjahr mit 13,3 Prozent größer aus.

Zahlen aus der Region

Der Statistik zufolge waren im Oktober 1096 Menschen arbeitslos - 54 weniger als im Vormonat. Daraus errechnet sich eine Quote von 4,8 Prozent. Der Stellenpool umfasst aktuell 841 Angebote.

Auch im Landkreis Coburg hat die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt weiter an Dynamik gewonnen. Seit Monatsbeginn verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen um 57 auf 1515. Mit der Quote von 3,0 Prozent herrscht per Definition Vollbeschäftigung. Laut Arbeitsagentur liegen 982 Stellenangebote von Unternehmen aus dem Landkreis vor. Das sind 138 weniger als im Vorjahresmonat.

Vollbeschäftigung (3,0 Prozent) auch im Landkreis Kronach: Ende Oktober waren 1162 Menschen und damit 70 weniger als im September arbeitslos. Allerdings liegt der Wert (+149) über dem des Vorjahresmonats, was der Loewe-Insolvenz geschuldet sein dürfte.

Den größten Rückgang im Agenturbezirk Bamberg-Coburg verzeichnet im Oktober der Landkreis Lichtenfels. Dort sind 1286 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im September waren es 94 mehr. Der Stellenpool bietet aktuell 868 Beschäftigungsofferten.


Die Quote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent (Vorjahr 2,7 Prozent). Das ist per statistischer Definition Vollbeschäftigung.

Von der Herbstbelebung profitierten vor allem die Jugendlichen bis 25 Jahre. Deren Arbeitslosigkeit reduzierte sich in den vergangenen vier Wochen um 15,8 Prozent oder 191 Personen auf 1016. Auch bei den Ausländern ist ein Rückgang um 6,2 Prozent oder 111 Personen auf 1693 zu verzeichnen. Diese Entwicklung wertet die Arbeitsagentur als "Indiz für die aktuell stabile Arbeitsmarktsituation", da beide Personengruppen in Krisenzeiten von Entlassungen überproportional betroffen sind.

"Der im September begonnene Herbstaufschwung setzte sich in den letzten vier Wochen unvermindert fort und legte noch ein wenig an Schwung zu", beschreibt Agenturleiterin Brigitte Glos die aktuelle Lage. Ihren Angaben zufolge führen äußere Einflüsse auf die Konjunktur sowie Umstellungsprozesse im Bereich Fertigung und Produktion - insbesondere der Automobilindustrie - seit Monaten zu Freisetzungen. Dass die Arbeitslosigkeit dennoch stagniere, sei dem seit vielen Jahren anhaltend hohen Fachkräftebedarf geschuldet.

Die Zahl der Betriebe, die die Kurzarbeit nutzen, um Kündigungen zu vermeiden, verdoppelte sich im letzten Jahr auf 54 (1103 Kurzarbeiter). Zeitgleich wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk um 2570 auf insgesamt 243 934. Über die Hälfte des Anstiegs entfällt auf die Metall- und Elektroindustrie (1387 Beschäftigte).

Wie die Agentur mitteilt, verzeichnen die Vermittler eine langsam aber stetige Zunahme von Arbeitssuchendmeldungen aus dem produzierenden Gewerbe - insbesondere in der Metall-, Kunststoff- und Möbelindustrie. Auffällig sei dabei der seit Monaten ungebrochene Zugang von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder ohne Berufsabschluss. Zudem haben sich saisonbedingt vorsorglich erste Mitarbeiter von witterungsabhängigen Außenberufen arbeitslos gemeldet. Der Blick in die Zukunft, so Glos, stimme "Arbeitgeber nachdenklich, jedoch nicht bedenklich".

Im Oktober wurden der Arbeitsagentur Bamberg-Coburg 1502 Stellenangebote gemeldet. Das sind 462 (-23,5 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Knapp die Hälfte (47,8 Prozent) des Rückgangs entfiel allein auf den Bereich der Zeitarbeit. Üblicherweise zieht der Stellenmarkt von September auf Oktober saisonal wie konjunkturell bedingt an. In diesem Jahr gingen jedoch 7,3 Prozent weniger Offerten ein als im Vormonat.

Der Stellenpool ist mit 7040 Angeboten seit 2018 um 1398 geschrumpft. Der Großteil der aktuellen Offerten entfällt auf die Berufsbereiche Produktion und Fertigung (2558), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (1375), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (905), kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (774) sowie Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik (708).

Autor
Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2019
16:00 Uhr

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Christoph Scheppe

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30. 10. 2019
16:00 Uhr



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