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Coburg

Wer darf künftig die Bratwurst tragen?

Seit 2013 startet der Kinderfestzug in Neustadt mit einer Besonderheit. Die Aufgabe ist so begehrt, dass jetzt der Kultursenat darüber entscheidet.



2013 wurde die Bratwurst erstmals beim 465. Neustadter Kinderfestzug von Erwachsenen vorneweg getragen. Wer diese Aufgabe künftig übernehmen will, muss sich dafür bei der Stadt bewerben. Foto: Peter Tischer
2013 wurde die Bratwurst erstmals beim 465. Neustadter Kinderfestzug von Erwachsenen vorneweg getragen. Wer diese Aufgabe künftig übernehmen will, muss sich dafür bei der Stadt bewerben. Foto: Peter Tischer  

Neustadt - Im Jahr 2013 trafen vier junge Neustadter mit ihrer Idee, die Bratwurst an der Spitze des Kinderfestzugs tragen zu dürfen, ins Schwarze. Nun gibt es einen regelrechten Ansturm auf die vier Plätze. Deshalb hat der Kultursenat jetzt einstimmig eine Regelung verabschiedet. "Bis 30. März müssen schriftlich die namentlichen Meldungen an den Bereich Kultur, Sport, Tourismus eingehen", fasste Kulturbürgermeister Martin Stingl den Beschluss zusammen. Die Anträge müssen jährlich neu gestellt werden; eine pauschale Meldung wird nicht akzeptiert. Bei mehreren Bewerbungen entscheidet der Kultursenat.

Für die Veranstaltung "Swing im Park" bei den "Europa-Tagen der Musik" wurde die Stadt mit einer Urkunde des Bayerischen Musikrates geehrt. "Wir werden uns deshalb auch im kommenden Jahr wieder mit ‚Swing im Park‘ an dieser Aktion beteiligen, da Musizierende aller Sparten eingeladen sind und so den europäischen Gedanken tragen", beschloss der Kultursenat. Dies sei ein weiteres Element für Neustadt bei der Entwicklung des Europa-Diploms. Nürnberg habe seinen Hut als Kulturhauptstadt Europas 2025 in den Ring geworfen. Dazu informierte Stingl, dass dies mit Unterstützung der Metropolregion, der auch Neustadt angehört, geschehen soll: "Hier sollen Kulturprojekte vorgeschlagen und vor Ort umgesetzt werden." Im Juli habe Neustadt seine Absichtserklärung abgegeben, die bis März 2020 festgelegt werden soll. "Wir gehen damit aber keinerlei rechtliche oder finanzielle Verpflichtung ein", sagte der Kulturbürgermeister.

Für die Bildungsstätte innerdeutsche Grenze (BiG) gebe es eine Anfrage des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms. "Am 7. oder 8. Januar 2020 werden amerikanische Studenten erwartet, die unter anderem auch die historischen Stätten anschauen sowie Zeitzeugen befragen möchten", führte Stingl aus. Da jährliche Wiederholungen geplant sind, soll die Stadt dafür ein mehrsprachiges Konzept entwickeln. Stingl ergänzte, dass die BiG bisher sehr gut ausgelastet sei und dass man deshalb weitere Führer suche.

Außerdem empfehle man dem Verwaltungssenat, den Nikolausmarkt aus der Marktsatzung herauszunehmen. "Wir wären damit freier, da diese Kulturveranstaltung mit den normalen Märkten nicht zu vergleichen ist", sagte Stingl. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig. Es werde allerdings keine Umbenennung erfolgen. Zudem sei die Standortfrage während des Marktplatz-Umbaus noch nicht geklärt.

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Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
17:32 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
17:32 Uhr



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