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Coburg

Wertvolles für die Nachwelt

Ein wertvolles Konvolut zeitgenössischer Kunst befindet sich nun in den Städtischen Sammlungen. Irgendwann soll das Werk Borneffs auch der Öffentlichkeit gezeigt werden.



Rupert Appeltshauser, Norbert Anders, Christine Spiller (Städtische Sammlungen), sowie Robert Reiter und Andreas Lindemann (Initiative Stadtmuseum) freuen sich über den wertvollen Nachlass Borneffs. Foto: Maja Engelhardt
Rupert Appeltshauser, Norbert Anders, Christine Spiller (Städtische Sammlungen), sowie Robert Reiter und Andreas Lindemann (Initiative Stadtmuseum) freuen sich über den wertvollen Nachlass Borneffs. Foto: Maja Engelhardt  

Coburg - Noch sieht es ein wenig durcheinander aus auf dem Tisch im Ausstellungsraum Rückert 3 neben dem Puppenmuseum. Radierungen, Grafiken und Skizzen werden von Kohlezeichnungen und Collagen überlagert, erste Zeichenversuche liegen neben künstlerischen Werken mit starkem Ausdruck. Rund 200 Blatt umfasst das Konvolut der Werke, die nun offiziell an die Städtischen Sammlungen übergeben worden sind (NP vom 7. April).

"Täter" ist der 1930 und im Jahre 2000 verstorbene Coburger Künstler Karl Friedrich Borneff, der "einen wertvollen Schatz für die Vestestadt hinterlässt", wie es Rupert Appeltshauser, Vorsitzender der Initiative Stadtmuseum Coburg e.V., formuliert. Die Initiative kaufte auf Anraten des Künstlers Robert Reiter, der die Werke Borneffs im Antiquariat Büchner entdeckte, den Nachlass auf. "Und ich dachte sofort, dass diese Werke als künstlerisches Erbe gesichert werden müssen", betont Appeltshauser. Leidenschaftlich beschreibt er den Werdegang Borneffs, in dessen Kunst vor allem Destruktion, Gesellschafts- und Kommerzialisierungskritik einfließen und die sich deutlich gegen Krieg und Gewalt wendet. Der Nachlass bietet einen großartigen Überblick über die Entwicklung des Künstlers, von den ersten Zeichenversuchen als Kind, über die Zeit an der Akademie der Bildenden Künste in München bis hin zur Schaffensperiode bis kurz vor seinem Tod. Durch schwere Krankheit relativ isoliert und einsam, spiegelt sich Düsteres auch in seinem Œuvre wieder. Zäune und Käfige zeigen Grenzen auf, halten Mensch und Tier gefangen. "Immer mit Direktheit und sicherem Strich", so Appeltshauser. Auch Norbert Anders, Leiter des Kulturamtes der Stadt Coburg, betont den unschätzbaren Wert von Borneffs Sammlung. "Es ist wichtig, dass dieser Nachlass nicht nur gelagert, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird."

Der Termin für eine Ausstellung steht allerdings noch nicht fest.

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Maja Engelhardt

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Veröffentlicht am:
22. 06. 2020
15:42 Uhr

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22. 06. 2020
15:42 Uhr



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